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Bochum - Eine Sicherheitslücke beim Online-Buchhändler Amazon haben Forscher der Ruhr-Universität Bochum aufgedeckt. „Wir hatten Zugriff auf alle Daten eines Kunden, hätten auch gespeicherte Daten verändern können“, sagte Juraj Somorovsky, der am Lehrstuhl für Netz- und Datensicherheit forscht und die Idee zu dem simulierten Hacker-Angriff hatte, der Nachrichtenagentur dapd.
Bereits Ende letzten Jahres hätten die Forscher das Unternehmen über die Sicherheitslücke informiert, das laut Somorovsky inzwischen das Leck behoben habe. Wegen komplizierter Verfahren beim Veröffentlichen von wissenschaftlichen Arbeiten habe die Universität ihre Forschungsergebnisse jedoch bisher nicht preisgegeben.
Cloud-Account übernommen
Mit einem selbst geschriebenen Mini-Programm gelang es dem Team vom Lehrstuhl für Netz- und Datensicherheit, den Account eines beliebigen Kunden des von Amazon angebotenen Cloud-Service komplett zu übernehmen und dessen Daten einzusehen und zu bearbeiten. „Das wäre auch mit jedem anderen Account möglich gewesen“, erklärte Somorovsky, der jedoch Wert darauf legt, dass keine fremden Daten ausgespäht wurden. Darüber hinaus entdeckten die Forscher Sicherheitslücken im Online-Shop von Amazon und bei einem weiteren Anbieter.
Die sogenannte Cloud bietet Kunden Online-Speicherplatz, gilt als zukunftsweisende Innovation und findet immer mehr Verbreitung. Deswegen sei es dringend notwendig, die Sicherheitslücken zu erkennen und zu vermeiden, sagt Somorovsky. Die Wissenschaftler nutzten bei ihren Angriffen Schad-Codes oder Mini-Programme, die Daten von Nutzern abfangen und weitergeben können.


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Unabhänig bleiben
@Internet-Nutzer: So ist es. Viele Kunden haben kein Interesse daran, ihre Daten freiwillig irgendwo außerhalb zu speichern. Das Cloud-Computing-Geschäft läuft nicht so gut wie erwartet, darum führen die Anbieter es jetzt durch die Hintertür ein: über Smarthones und Tablets ohne internen Speicher. Man kann den Leuten nur raten, unabhängig zu bleiben und diese Geräte nicht zu kaufen. Mal schnell im Ausland oder im Funkloch im Schwarzwald den Freunden seine schönsten Fotos zu zeigen wird dann entweder sehr teuer oder unmöglich. Ganz abgesehen von der vollkommen unnötigen Belastung der Mobilfunknetze, die jetzt schon oft "dicht" sind, den Elektrosmog-Aspekt mal ganz außen vor gelassen.
Wolken-Kuckucksheim
Ein Unternehmen wie Amazon, das zu den Ersten und inzwischen ja auch Größten im Online-Handel gehört, sichert seine Kundendaten nicht ausreichend ... na prima! Und da soll ich als Kunde die Cloud als ausgelagerten Datenspeicher nutzen und Alles an einen "Ort" übergeben, von dem ich weder weiß, wo er ist, wer ihn tatsächlich betreibt, noch wie meine Daten geschützt werden. Nein danke, da kaufe ich mir doch lieber 2 externe Festplatten und betreibe gespiegelte Datensicherung zuhause.