Interview mit Alexander Hleb
"Die Chancen liegen bei 10:90"
Heiko Hinrichsen,
22.02.2010 12:12 Uhr
Stuttgart - In der Vorsaison hat Alexander Hleb mit dem FC Barcelona die Champions League gewonnen. Er konnte sich bei den Katalanen aber nicht als Stammspieler durchsetzen. Vor dem Achtelfinalhinspiel am Dienstag in Stuttgart gegen Barça blickt der Weißrusse auch zurück auf seine persönlichen Erfahrungen mit Lionel Messi.
Ganz ehrlich - als ich die Auslosung des Achtelfinales angeschaut habe, dachte ich mir: Oje, das ist der einzige Gegner, den ich mir nicht gewünscht habe. Denn ich will in der Champions League mit dem VfB gerne noch eine Runde weiterkommen. Aber dafür ist Barça wohl einfach zu stark.
Damit wir uns nicht falsch verstehen. Diese Partie gegen einen so renommierten Club ist für den Verein, für die Region Stuttgart und für alle Fans sehr gut. Denn wer gegen Barcelona spielt, der findet auch auf der internationalen Fußballbühne große Beachtung. Aber für unsere sportlichen Ziele ist dieser Gegner schlecht.
Es gibt im Fußball immer eine Möglichkeit zu gewinnen - auch wenn unsere Chancen für ein Weiterkommen nach meiner Einschätzung bei 10:90 liegen. Aber unmöglich ist nichts. Vor allem im Heimspiel haben wir eine Chance, etwas Zählbares zu erreichen. Dazu müssen wir aggressiv sein, hinten gut stehen und dürfen keine Angst haben, wenn wir in Ballbesitz sind.
Wir müssen abwarten. Vor allem auswärts im Camp Nou wird es für uns sehr schwer werden. Das Spielfeld dort ist extrem groß, es hat die maximal erlaubten Ausmaße. Also hat Barça viel Platz zum Kombinieren und kann seine Stärken ausspielen. Und wenn Spieler wie Lionel Messi und Co. erst mal einen Lauf haben, dann kann sie niemand stoppen. Dann wird auch unser kleinster Fehler bestraft. Barça ist vom technischen Potenzial seiner Spieler und von der Spielkultur her für mich klar das stärkste Team in Europa.
In dieser Mannschaft hat das Fußballspielen Spaß gemacht. Mit Leuten wie Thierry Henry, Lionel Messi oder Samuel Eto'o zu spielen ist das Größte. Dazu kommt mit Josep Guardiola ein Trainer, der zu jedem Spieler den richtigen Schlüssel findet, der also weiß, wie er seine Stars motivieren kann. Auf dem Platz geht es im Zusammenspiel oft ganz schnell. Da kann man es als Spieler selbst manchmal kaum glauben, dass schon wieder ein Mitspieler frei ist. Und noch ein Wort zu Lionel Messi. Er ist technisch gesehen der beste Fußballer, mit dem ich jemals zusammengespielt habe.
Was meine fußballerische Zukunft vom nächsten Sommer an betrifft, ist noch alles offen. Bisher war meine Saison in Stuttgart nicht einfach - momentan liegt mein Fokus aber nur auf dem VfB. Ich habe beim FC Barcelona noch zwei Jahre Vertrag. Mein Berater Uli Ferber trifft sich noch in dieser Woche mit dem sportlichen Leiter von Barcelona, um ausführlich über meine Zukunft zu sprechen. Danach werden wir mehr wissen.
Herr Hleb, freuen Sie sich auf das Wiedersehen mit Ihren alten Teamkollegen vom FC Barcelona?
Ganz ehrlich - als ich die Auslosung des Achtelfinales angeschaut habe, dachte ich mir: Oje, das ist der einzige Gegner, den ich mir nicht gewünscht habe. Denn ich will in der Champions League mit dem VfB gerne noch eine Runde weiterkommen. Aber dafür ist Barça wohl einfach zu stark.
Die Fans freuen sich jedenfalls seit Wochen auf das Heimspiel des Jahres.
Damit wir uns nicht falsch verstehen. Diese Partie gegen einen so renommierten Club ist für den Verein, für die Region Stuttgart und für alle Fans sehr gut. Denn wer gegen Barcelona spielt, der findet auch auf der internationalen Fußballbühne große Beachtung. Aber für unsere sportlichen Ziele ist dieser Gegner schlecht.
Wie groß ist Ihre Resthoffnung, gegen die Barça-Stars Lionel Messi, Thierry Henry, Andrés Iniesta, Zlatan Ibrahimovic und Carles Puyol bestehen zu können?
Es gibt im Fußball immer eine Möglichkeit zu gewinnen - auch wenn unsere Chancen für ein Weiterkommen nach meiner Einschätzung bei 10:90 liegen. Aber unmöglich ist nichts. Vor allem im Heimspiel haben wir eine Chance, etwas Zählbares zu erreichen. Dazu müssen wir aggressiv sein, hinten gut stehen und dürfen keine Angst haben, wenn wir in Ballbesitz sind.
In der Saison 2007/2008 hat der VfB gegen Barcelona zu Hause 0:2 und in Spanien mit 1:3 verloren. Ist diesmal mehr drin?
Wir müssen abwarten. Vor allem auswärts im Camp Nou wird es für uns sehr schwer werden. Das Spielfeld dort ist extrem groß, es hat die maximal erlaubten Ausmaße. Also hat Barça viel Platz zum Kombinieren und kann seine Stärken ausspielen. Und wenn Spieler wie Lionel Messi und Co. erst mal einen Lauf haben, dann kann sie niemand stoppen. Dann wird auch unser kleinster Fehler bestraft. Barça ist vom technischen Potenzial seiner Spieler und von der Spielkultur her für mich klar das stärkste Team in Europa.
Im Vorjahr haben Sie mit Barcelona die Champions League gewonnen. Dabei kamen Sie zu acht Einsätzen. Was zeichnet das Barça-Spiel aus?
In dieser Mannschaft hat das Fußballspielen Spaß gemacht. Mit Leuten wie Thierry Henry, Lionel Messi oder Samuel Eto'o zu spielen ist das Größte. Dazu kommt mit Josep Guardiola ein Trainer, der zu jedem Spieler den richtigen Schlüssel findet, der also weiß, wie er seine Stars motivieren kann. Auf dem Platz geht es im Zusammenspiel oft ganz schnell. Da kann man es als Spieler selbst manchmal kaum glauben, dass schon wieder ein Mitspieler frei ist. Und noch ein Wort zu Lionel Messi. Er ist technisch gesehen der beste Fußballer, mit dem ich jemals zusammengespielt habe.
Sie besitzen bei Barcelona noch einen Vertrag bis 2012. Werden Sie nach Ende der Saison dorthin zurückkehren?
Was meine fußballerische Zukunft vom nächsten Sommer an betrifft, ist noch alles offen. Bisher war meine Saison in Stuttgart nicht einfach - momentan liegt mein Fokus aber nur auf dem VfB. Ich habe beim FC Barcelona noch zwei Jahre Vertrag. Mein Berater Uli Ferber trifft sich noch in dieser Woche mit dem sportlichen Leiter von Barcelona, um ausführlich über meine Zukunft zu sprechen. Danach werden wir mehr wissen.
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so nicht!
Also wenn ich als Spieler meiner eigenen Mannschaft nur 10% Siegchance gebe, dann stimmt die Einstellung zum Arbeitgeber nicht. Anstatt die Mannschaft auf das Spiel des Jahres richtig heiß zu machen, schreibt Herr Hleb sich schon von vorn herein ein Weiterkommen ab. Der Trainer sollte diese Einstellung berücksichtigen oder ihn sich intern zur Brust nehmen und ihm sagen, daß er mit einer guten Leistung heute Abend durchaus zum Weiterkommen beitragen darf...
Hleb/VfB-Barca
Wer vor solch einem Spiel von Realismus redet hat nicht verstanden, worum es beim Sport geht. Gänsehaut! Feeling statt Peeling! VfB 1893 mal!
alex
die aussagen von alex sind realistisch, was seine bewertung ihm gegenüber angeht und eben auch die krasse ausenseiterstellung, die der vfb gegen barca hat. ich denke mal, dass seine 10 % aussage zu tief gestapelt ist und er auf jeden fall eine geringe chance, vielleicht im bereich von 30 %, gegen barca zu bestehen sieht. sollen die spanockel doch denken, dass sie hier kurz mal den sieg mitnehmen! taktisch vor dem spiel tief stapeln und während der 90 minuten für eine überraschung sorgen.