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Kulturmanager Der für Kunst zuständige Staatssekretär Jürgen Walter (54) hat selbst eine hohe Affinität zur Kunst. Nach Abitur und Sprachstudium unter anderem in den USA war er sechs Jahre lang im Ludwigsburger Scala tätig. Dort organisierte er nach eigenen Angaben vor allem Jazzkonzerte und Kabarettabende. Aus dieser Zeit kenne er viele Künstler, die ihn bis heute in seiner politischen Arbeit unterstützten – so etwa Gerhart Polt & Die Biermösl Blosn, Uli Keuler oder Christoph Sonntag.
Politiker Bereits seit 1992 gehört der 54-jährige Vaters eines Sohnes dem Landtag an. In der vergangenen Legislaturperiode war er Sprecher der Fraktion für Kunst und Kultur, Europa, Medien und Datenschutz. Nach dem Wahlsieg der Grünen war seine Ernennung zum Staats-sekretär für Kunst eine klare Sache.


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Die abgehobene Arroganz der Macht.
Wenn ich dieses selbstgefällige, abgehobene, realitätsferne Abwimmelungsgeschwafel des grünen Kulturfunktionärs höre, wird mir übel. Dass Grüne keine besseren Menschen sind, war mir immer schon klar. Dass aber jeder Anspruch, den man sonst hochspurig an politisch Handelnde, Lehrer oder an Unternehmer stellt, im Falle der Intendanten nun aber flugs über Bord geworfen wird, um ganz gewiss als modern und kreativ zu scheinen, lässt einen am Verstand der neuen Machthaber zweifeln.
abgehobene illustre Gesellschaft
Warum zahlt die Stuttgarter Schickeria ihre Intendanten nicht selbst? Weshalb denn auf jede Karte des Staatstheaters (Oper, Ballett und Schauspiel) vom Staat über 120 Euro draufgezahlt werden? Wer bestimmt, was da gut und was schlecht sei, etwa tausende von Freikarten für die Entscheidungsträter? Weshalb glauben manche, das habe noch etwas mit Kultureller Werthaltigkeit zu tun? Ich zweifle doch sehr daran, dass diese illustre Luxus-Gesellschaft in der Lage ist, Qualität und Kunst wirklich zu erkennen. Wer hört und erklärt mir den feinen Unterschied ohne sich jämmerlich zu täuschen und zu blamieren. Diese möchte-gerne-Kultur-Eliten folgen ebenso naiv wie blind den Ritualen, den Trends und den Marktschreiern. Sie laufen dabei achtlos an den aktuellen und lebendendigen Kulturkreativen vorbei, sozusagen an den heutigen van Goghs. Denn unerhört Kreative komponieren Musik für die leider weder Bühnen noch Gage gibt. Das Geld dafür wurde bereits verprasst.
Grüne Stadtschickeria und Zeitgeist-Proleten.
Die grüne Stadtschickeria und "Kulturschaffende" haben noch nie ein Problem damit gehabt, den Intendanten überzogene Gehälter auf Kosten des Steuerzahlers zuzuschanzen. Dafür wird aber ein gewisses Maß an Entgegenkommen für den "Widerstandskampf" gegen S21 sowie ein sattelfestes Auftreten in Sachen städtische Urbanität und Zeitgeist-Aktivitäten erwartet.