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VfB Stuttgart
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Interview mit Hitzlsperger "Vereinswechsel wäre Notlösung"

Marko Schumacher, vom 27.01.2010 17:26 Uhr
Bleiben oder gehen? Hitzlsperger will bei der WM unbedingt dabei sein. Foto: Baumann
Bleiben oder gehen? Hitzlsperger will bei der WM unbedingt dabei sein. Foto: Baumann
Stuttgart - Am Rande des dreitägigen Treffens der Fußball-Nationalmannschaft in Stuttgart hat sich der Bundestrainer Joachim Löw ausführlich mit Thomas Hitzlsperger unterhalten. Der Mittelfeldspieler des VfB muss wieder regelmäßig spielen, um seine WM-Chancen nicht zu gefährden. Fragt sich nur: Wo spielt er?

Herr Hitzlsperger, was hat Ihnen der Bundestrainer in dem Vieraugengespräch mit auf den Weg gegeben?


Er hat mir gesagt, dass ich wieder regelmäßig spielen solle. Denn er hat in der Vergangenheit festgestellt, dass ich dann meine besten Leistungen bringe, wenn ich im Rhythmus bin und jede Woche zum Einsatz komme. Ein Stürmer kann auch mal eine Weile pausieren, kommt rein und schießt ein Tor. Das ist bei mir anders.

Sehen Sie die Möglichkeit, beim VfB wieder öfter zum Einsatz zu kommen?


Meine momentane Situation ist sehr schwierig, das ist ja bekannt. Ich habe zuletzt auch Pech gehabt, war zweimal verletzt und musste mich wieder herankämpfen. Im Moment sind andere vor mir.

Wie groß ist Ihre Hoffnung, dass sich daran etwas ändert?


Unser Trainer Christian Gross hat zuletzt immer mit der gleichen Mannschaft gespielt. Auf meiner Position standen in den vergangenen Spielen Christian Träsch und Sami Khedira in der Startformation. Es gab ja auch keine Notwendigkeit, etwas zu ändern - wir waren in diesen Spielen schließlich erfolgreich. Natürlich wünsche ich dem Verein, dass das auch weiterhin so bleibt. Für mich persönlich wäre es aber natürlich besser, wenn es auch mal einen Grund gäbe, die Aufstellung zu ändern.

Christian Gross hat Ihnen bisher keine große Hoffnung gemacht. Er hat gesagt, er könne Ihnen nichts versprechen, Sie müssten eben den einen oder anderen verdrängen, um wieder in die Mannschaft zu kommen.


Ich habe schon ein paarmal mit dem Trainer gesprochen und ihn als sehr offen und ehrlich empfunden. Er hat nicht rumgedruckst, sondern mir in aller Deutlichkeit meine Situation aufgezeigt. In den nächsten Tagen werde ich noch einmal das Gespräch mit ihm suchen.

Was erhoffen Sie sich davon?


Der Trainer muss mir signalisieren, dass ich regelmäßig zum Einsatz kommen kann. Wenn er sagt, dass es damit schwierig wird und dass sich erst ein paar Spieler verletzen müssten, bis ich spiele - dann müsste ich mir gut überlegen, was ich mache.

Dann müssten Sie den Verein wechseln, um nicht Ihre Chancen auf eine WM-Nominierung zu gefährden.


Ein Vereinswechsel wäre zum jetzigen Zeitpunkt eine Notlösung. Am liebsten würde ich in Stuttgart bleiben.

Dennoch schauen Sie sich seit einiger Zeit nach Alternativen um.


Es ist doch in meiner Situation völlig normal, dass mein Berater unterwegs ist. Aber es ist wahrlich nicht einfach, wenn man so unter Zeitdruck steht.

Es hat aber bereits einige Anfragen gegeben.


Zuletzt habe ich irgendwo von einem möglichen Wechsel nach Saragossa gelesen. Aber da ist gar nichts dran, das ist völliger Blödsinn. Ich spreche die Sprache kaum, ich kenne die Liga nicht so gut - es würde momentan also wenig Sinn machen, nach Spanien zu gehen. Ich will eine Lösung, mit der ich zufrieden bin.

Welche Kriterien müsste ein neuer Verein für Sie erfüllen?


Wichtig wäre, dass ich keine lange Eingewöhnungszeit brauche und mich sofort zurechtfinde. Da kommt nicht so viel infrage. Und ich müsste vor allem die Aussicht haben, dort regelmäßig zu spielen. Aber noch mal: am liebsten wäre mir, wenn ich dies beim VfB tun könnte.

Sie sind im fünften Jahr in Stuttgart, sind mit dem VfB Meister geworden und haben einige Verdienste. Ein neuer Vertrag wurde Ihnen dennoch nicht in Aussicht gestellt. Würden Sie sich von Ihrem Verein nicht etwas mehr Rückhalt wünschen?


Natürlich mache ich mir Gedanken, aber ich will mich nicht beschweren. Ich werde mich jetzt nur noch auf das konzentrieren, was ich selbst beeinflussen kann, und das ist meine Leistung. Ich habe nach wie vor Vertrauen in meine eigene Stärke und werde künftig eben noch härter arbeiten.


Hintergrund: Mögliche Transfers beim VfB


Yildiray Bastürk
Er hat in der Vorsaison vier und in dieser Spielzeit lediglich ein Bundesligaspiel für den VfB absolviert – und spielt in den Planungen des Trainers Christian Gross keine Rolle. Also ist Yildiray Bastürk gestern zu Verhandlungen ins nordwestenglische Blackburn geflogen. Die Blackburn Rovers, Tabellenzwölfter der Premier League, möchten den 31-jährigen Türken unter Umständen verpflichten. Die Rede ist von einem stark leistungsbezogenen Vertrag. Bastürks Kontrakt beim VfB läuft in diesem Sommer aus.

Elson
"Natürlich ist Elson unzufrieden – er möchte ja spielen", sagt sein Berater Jürgen Schwab über die Planungen des Brasilianers. Hannover und Köln haben Interesse – doch an einen Konkurrenten im Abstiegskampf will der VfB Elson nicht abgeben. (Heiko Hinrichsen)
Kommentare (4)
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JAN
28
13:27 Uhr, geschrieben von sami_28
contra schwachsinnsgerede
@robby:weißt du was noch schwerer ist als hart zu arbeiten um in bestform zu kommen?ständig annähernd bestform zu halten.und das gelingt eben spielern wie träschi und khedira die eben seit monaten konstan gut spielen,zusätzlich haben wir mit kuzmanovic jemanden,der den konkurrenzkampf weiter anheizen wird und sicherlich auch ein mann für die erste elf ist,nicht umsonst hat ihn gross damals aus der jugend hochgeholt und hält große stücke auf ihn(zurecht,eben auch ein kämpfer,die du ja so liebst) und dann kommt im sommer noch ein gentner der auch im defensiven spielen kann.ich mein wie deutlich muss man noch werden???danke hitze für die starke meistersaison aber jetz is finito.such dirn neuen verein sonst fährst du nicht mit zur wm! @jürgen:die goldgrube im defensiven mittelfeld hab ich ja schon erwähnt.das stehen ein träsch ein khedira und ein kuzmanovic ohne wenn und aber vor hitzlsperger.drum muss ich mich fragen wie du auf irgendeinen schwerwiegenden fehler der vereinsführung kommst hitze gehen zu lassen wenn das einfach die einzig logische schlussfolgerung ist,zumal sein vertrag ja ausläuft.und warum glaubst du denn bitte haben sie wie bei spielern die sie halten wollen nich auch hitze frühzeitig eine verlängerung angeboten??hmm..daran könnte man das ausmaß an seinen teils unterirdischen leistungen erkennen...und ja,ich halte auch was von träschi und kuzmanovic,weil du sie angesprochen hast,für mich ist zb ersterer der spieler mit der mit abstand besten entwicklung bei uns,absolutes juwel und fighter!!und du glaubst doch nich im ernst dass ein gebhart überragender spieler bei der u19-em war und nur schlecht bei uns ist...der wird schon noch kommen potential hat er,nur is er viel zu oft zu eigensinnig(siehe gg hoffenheim).lanig hat verletzungspech und hleb war nicht fit,die schlussfolgerung eines mehr als nur laschen trainings unter babbel.. zu deinem zitat "Vielleicht setzt der VfB auch auf ein längerfristiges Engagement von Alex H. ? Wenn es so kommt, wäre die Trennung von Hitzelsperger nachvollziehbar." is zu sagen dass erstens sich nich immer alle um hleb gedanken machen sollten sondern um die jetzige situation,alles andere entscheidet sich im april/mai,und zweitens haben hitze so oder so einige spieler den rang abgelaufen,sodass er das weite suchen sollte,weil gross bestimmt nich mit hitze im linken mittelfeld auf dauer plant. mfg
JAN
28
10:46 Uhr, geschrieben von Verabschiedender
Eine Nummer zu klein für den VfB
Was Hitzlsperger in den letzten Monaten geboten hat ist eine Nummer zu klein für den VfB. Der VfB ist kein Wohltätigkeitsverein sondern erfolgsorientiert. Und da passt Hitzlsperger nicht mehr hein. Danke für Alles und Tschüss Herr Hitzlsperger! Der VfB beginnt derzeit einen Neuanfang bei dem sie nicht mehr helfen können.
JAN
28
09:31 Uhr, geschrieben von Jürgen Stieglitz
Thomas H.
Heiliger Moses... Einen 51-maligen deutschen Nationalspieler so zu verabschieden, lässt genau die Schlüsse zu, die in der causa Markus B. thematisiert wurden: Die Vereinsleitung macht schwere Fehler. Nach den mir bekannten Fakten soll der Vertrag mit Thomas H. zum 30.06.2010 enden. Üblicherweise werden Vertragsgespräche frühzeitig so geführt, dass beide Seiten alternativen haben. Der VfB hat seine Karten bereits offengelegt. Und das kann niemandem, auch dem Spieler nicht, verborgen geblieben sein: Neue wurden geholt von denen sich die sportliche Leitung mehr verspricht ( Kuz, Hleb, Träsch, Gebhart, Lanig). Wenn sich der Spieler nicht selbst aufdrängt ,obwohl er sich bleibende Verdienste beim Verein erworben hat , sind andere Dinge in der ersten Saisonhälfte vorgefallen, als uns bekannt georden sind. Soll er der eigentliche Sündenbock für die verkorkste Saison sein? Vielleicht setzt der VfB auch auf ein längerfristiges Engagement von Alex H. ? Wenn es so kommt, wäre die Trennung von Hitzelsperger nachvollziehbar. Aus menschlicher Sicht ist es schade, aber: Der Bessere ist des Guten Feind. Und Thomas hätte sich rechtzeitig und vorsorglich selbst um Möglichkeiten um einen Verein bemühen müssen. Hier hat sein eigener Berater geschlafen und einen veritablen Kündigungsgrund geliefert.
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