Interview mit Jens Keller "Der Druck war gewaltig"
Thomas Haid, 15.02.2011 07:18 Uhr
Jens Keller hat beim VfB Stuttgart stürmische Zeiten erlebt. Foto: Baumann
Jens Keller hat beim VfB Stuttgart stürmische Zeiten erlebt. Foto: Baumann
""Die enorme Medienpräsenz ist unglaublich. Diese Erfahrung hat mich weitergebracht.""
Jens Keller, Ex-Trainer des VfB

Im Dezember wurde Jens Keller nach nur zwei Monaten als VfB-Trainer entlassen. Sein Fazit lautet, dass ein junger Coach wie er immer kritischer beobachtet wird als ein erfahrener Mann.

Herr Keller, seit dem 12. Dezember sind Sie nicht mehr Trainer beim VfB Stuttgart. Seitdem hat man nicht mehr viel von Ihnen gehört. Was haben Sie in den vergangenen Wochen alles gemacht?


Zunächst einmal habe ich die Öffentlichkeit zwei Monate lang komplett gemieden, um etwas Ruhe und Abstand zu gewinnen. Denn die Zeit beim VfB war unheimlich intensiv und anstrengend. Da ist meine Familie zu kurz gekommen. Deshalb habe ich mich danach speziell um sie gekümmert.

Wie nahe sind Sie dann noch dran an der Entwicklung in Stuttgart?


Im Stadion war ich seitdem nicht mehr, aber ich verfolge alles im Fernsehen und stehe auch noch mit einigen Leuten in Verbindung - beispielsweise mit den Managern Fredi Bobic und Jochen Schneider und mit den Physiotherapeuten. Allerdings habe ich diese Kontakte zuletzt ein bisschen eingeschränkt. Denn der VfB hat gerade genug zu tun.

Hatten Sie auch schon mal Kontakt zu Ihrem Nachfolger Bruno Labbadia?


Wir haben zwei Gespräche geführt, eines im Dezember und eines Ende Januar. Dabei habe ihm auch angeboten, dass er mich jederzeit anrufen kann, wenn er Fragen hat. Da stehe ich gerne zur Verfügung.

Hat das Telefon bereits geklingelt?


Bisher noch nicht. Ich glaube, dass Bruno Labbadia momentan 24 Stunden am Tag mit seinem Job beschäftigt ist.

Das war bei Ihnen kaum anders. Welche Erkentnisse nehmen Sie aus Ihrer Ära mit?


Ich habe eine Menge gelernt. Es gab viele Dinge, die gut waren, aber auch einige, die ich mit dem Wissen von heute vielleicht nicht mehr so machen würde.

Was genau?


Ins Detail möchte ich dabei nicht gehen, aber man darf nicht vergessen, dass die Lage schon sehr bedrohlich war, als ich das Amt übernommen habe. Auf dieser Grundlage musste ich sofort handeln. Viel Luft, um große Pläne zu machen, blieb da nicht.

Kommentare (27)
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FEB
17
Gilberto, 08:18 Uhr

VfB-Trainer

Wieso interviewt die STZ eigentlich nicht auch Christian Groß ? Seine Aussagen würden viel mehr Einblicke in das VfB-Chaos bringen als die von seinem Lehrling.

FEB
16
Robert, 14:49 Uhr

Jens Keller

Der VFB braucht doch jezt Ruhe nach außen ,der Jurnalist müßte sofort beim VFB Hausverbot erhalten.Wenn herr keller das so gesagt hat wie beschrieben,dies in der derzeitigen Situation des Vereins muß ihn die volle härte treffen und die sofortige Entlassung wegen Nestbeschmutzung ausgesprohen werden!! Aber wer von den Weicheier beim VFB macht das schon? Auch ein Grund, für den desolaten Zustand des VFB!!!

FEB
16
Monika, 11:45 Uhr

Gross wieder holen

Meine Lösung wäre Trainer Gross wieder zu holen Bobic soll gehen weil der steht ja für " Bald Ohne Bundesliga in Cannstatt" sowie auch Hundt und Staudt zu schmeisen, Gross hätte den Job von Bobic besser selber gemacht, wie kann man nur soo einen Laien einem vorsetzen, Gross hat gewußt das es mit Bobic nicht funktioniert deshalb hat er es auch so laufen lassen.

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