Interview mit Judith Rakers
"Man polarisiert sowieso"
Daniel Hackbarth,
03.09.2010 17:06 Uhr
Neuerungen ja, aber behutsam: Judith Rakers will nicht nur Promis als Gäste ihrer Talkshow. Foto: dpa
Stuttgart - Als Rückkehr zu ihren Wurzeln empfindet die Nachrichtensprecherin Judith Rakers ihre neue Tätigkeit als Moderatorin der Talkshow "3 nach 9". Sie bringt eigene Ideen mit, die Sendung revolutionieren will sie aber nicht.
Dass das der Wahnsinn ist, total irre. Ich hatte gehofft, dass der Anruf kommen würde, aber es war nicht so, dass ich damit gerechnet hätte.
Hmm, davon habe ich noch nie gehört.
Wenn das stimmen würde, wäre Katrin Bauerfeind es doch auch geworden, oder? Ich kenne die Hintergründe im Einzelnen nicht, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass da was dran ist. Da müssten Sie eher den Redaktionsleiter fragen, nicht mich.
Für mich ist das so ein bisschen eine Rückkehr zu meinen Wurzeln. Ich komme ja aus der Moderation, habe das 15 Jahre lang gemacht. Insofern ist der Job bei "3 nach 9" nicht etwas völlig Neues für mich. Im Süden Deutschlands nimmt man mich wahrscheinlich in erster Linie als Nachrichtensprecherin der "Tagesschau" wahr, hier im Norden kennt man mich etwa auch als Moderatorin des "Hamburg Journal".
Die Redaktion lädt die Gäste ein, wobei Giovanni und ich auch ein Mitspracherecht haben. Drei Wochen vor der Sendung beginnt die Vorbereitung, wir bekommen eine Materialmappe zu den einzelnen Gästen, die wir durcharbeiten. In einem Vorgespräch mit den Gästen wird abgeklärt, ob jemand ein Thema hat, das ihm besonders am Herzen liegt, oder ob es etwas gibt, worüber er gar nicht sprechen möchte. Dieses Gespräch führen allerdings die Redakteure, nicht wir Moderatoren. Ich würde das auch gar nicht machen wollen, weil ich dann womöglich weniger gespannt auf die eigentliche Sendung und die Gäste wäre.
Ja natürlich, die Gefahr, dass etwas schiefläuft, besteht immer, das gehört dazu.
Frau Rakers, was war Ihr erster Gedanke, als Sie erfuhren, dass Sie die neue Moderatorin von "3 nach 9" werden?
Dass das der Wahnsinn ist, total irre. Ich hatte gehofft, dass der Anruf kommen würde, aber es war nicht so, dass ich damit gerechnet hätte.
Stört Sie es, wenn böse Zungen behaupten, Katrin Bauerfeind wäre eigentlich die erste Wahl gewesen?
Hmm, davon habe ich noch nie gehört.
Eine große Tageszeitung hat das zumindest geschrieben.
Wenn das stimmen würde, wäre Katrin Bauerfeind es doch auch geworden, oder? Ich kenne die Hintergründe im Einzelnen nicht, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass da was dran ist. Da müssten Sie eher den Redaktionsleiter fragen, nicht mich.
Wie sehen Sie denn Ihre künftige Rolle neben Giovanni di Lorenzo?
Für mich ist das so ein bisschen eine Rückkehr zu meinen Wurzeln. Ich komme ja aus der Moderation, habe das 15 Jahre lang gemacht. Insofern ist der Job bei "3 nach 9" nicht etwas völlig Neues für mich. Im Süden Deutschlands nimmt man mich wahrscheinlich in erster Linie als Nachrichtensprecherin der "Tagesschau" wahr, hier im Norden kennt man mich etwa auch als Moderatorin des "Hamburg Journal".
Wie bereiten Sie sich auf die Sendung vor?
Die Redaktion lädt die Gäste ein, wobei Giovanni und ich auch ein Mitspracherecht haben. Drei Wochen vor der Sendung beginnt die Vorbereitung, wir bekommen eine Materialmappe zu den einzelnen Gästen, die wir durcharbeiten. In einem Vorgespräch mit den Gästen wird abgeklärt, ob jemand ein Thema hat, das ihm besonders am Herzen liegt, oder ob es etwas gibt, worüber er gar nicht sprechen möchte. Dieses Gespräch führen allerdings die Redakteure, nicht wir Moderatoren. Ich würde das auch gar nicht machen wollen, weil ich dann womöglich weniger gespannt auf die eigentliche Sendung und die Gäste wäre.
Haben Sie nicht ein bisschen Angst davor, in Fettnäpfchen zu treten? Immerhin ist "3 nach 9" eine Livesendung.
Ja natürlich, die Gefahr, dass etwas schiefläuft, besteht immer, das gehört dazu.
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