|
|
Bild 1 von 2 |
|
zum Thema
Christian Lindner wollte die Verengung auf Wirtschaftsthemen auflösen. Sie gelten als liberal-konservativ, alte Schule. Wohin wollen Sie die Partei programmatisch führen?
Wir diskutieren gerade über ein neues Grundsatzprogramm, und diesen Prozess werde ich zu Ende führen. Im Grundsatz bleibe ich aber dabei: die liberale Partei in Deutschland muss sich nicht neu erfinden. Wir haben ein Grundsatzprogramm, das in weiten Teilen seine Aktualität nicht verloren hat. Wir werden weiter als einzige Partei sagen: Privat vor Staat. Eine neue Positionierung ist da nicht erforderlich. Wir werden in Ergänzung des aktuellen Programms allerdings Antworten geben müssen auf neue Fragen, etwa die Weiterentwicklung der digitalen Welt, den Klimawandel oder den internationalen Terror.
Stört es Sie, als konservativ zu gelten?
Ich bin ein klassischer Liberaler, nicht konservativ oder links. Liberal reicht. Dass ich die Wirtschaftsthemen stark in den Blick nehme, liegt sicher daran, dass ich selbst Unternehmer bin. Aber deshalb sind mir die Bürgerrechtsthemen nicht fremd. Solche Befürchtungen stammen aus einer Zeit, in der wir noch mehrere Flügel hatten, die sich gerne befehdeten. Ich glaube, der FDP ist gut bekommen, dass sie in der Zeit unter Guido Westerwelle ihr Flügeldenken abgelegt und mit einem geschlossenen, starken Corpus agiert hat.


23 Mal Stuttgart – wir stellen Ihnen alle 23 Stadtbezirke vor >>


Unterschied wie Tag und Nacht
Zwischen Christian Lindner und Walter Döring - pardon - Patrick Döring besteht ein Unterschied wie Tag und Nacht. Mit dem neuen Generalsekretär hat sich die FDP zum Selbstabschuss freigegeben. Für den "neuen" gilt: hättest Du geschwiegen, wärest Du ein Philosoph!