Interview mit Pro-Stuttgart-21-Manager Zur Person Bernhard Maier
Thomas Braun und Jörg Nauke, 09.11.2011 14:13 Uhr
Bernhard Maier will sich nicht weiter ärgern, sondern fertig bauen. Foto: Heinz Heiss
Bernhard Maier will sich nicht weiter ärgern, sondern fertig bauen. Foto: Heinz Heiss
"Das Land würde zum Synonym für die Missachtung von Verträgen."
Maier über das Ausstiegsszenario

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Manager: Der 66-jährige Bernhard Maier leitet zusammen mit Bernhard Bauer und Raimund Gründler die landesweite Kampagne der Initiative Pro Stuttgart 21. Maier war von 1974 bis 2000 Bürgermeister in Renningen und zwischen 2000 und 2008 Landrat für den Kreis Böblingen. Er gehört den Freien Wählern an und sitzt seit 1995 in der Regionalversammlung. Dort ist er stellvertretender Vorsitzender des Verkehrsausschusses und Sprecher seiner Fraktion zum Thema Verkehr. Maier hat sich nach anfänglicher Skepsis inzwischen zu einem uneingeschränkten Befürworter des Bahnprojekts entwickelt.

Kampagne: Die Aktionen für ein Nein zum Ausstieg des Landes aus der Mitfinanzierung von Stuttgart 21 werden von dem Verein Pro Stuttgart 21 getragen. Im Vorstand des Vereins sitzen unter anderem Ex-Ministerpräsident Lothar Späth, Stuttgarts OB Wolfgang Schuster (beide CDU), Ulms OB Ivo Gönner und der SPD-Fraktionschef im Landtag, Claus Schmiedel (beide SPD). Der nicht gemeinnützige Verein finanziert die Kampagne über Spenden und stellt Flugblätter, Plakate und Werbemittel zu Verfügung, die Interessierte über seine Homepage erwerben können.

Kommentare (214)
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NOV
18
Michael Best, 03:21 Uhr

► Bahn-Großprojekte in der Endabrechnung meist zwei- bis dreimal so teuer wie geplant! ◄

Ein Paradebeispiel für völlig aus dem Ruder gelaufene Kosten ist z.B. die Neubaustrecke Ingolstadt – Nürnberg: ► 1992 (Bundesverkehrswegeplan): 1534 Mio € ► 1998 (vor Baubeginn): 2300 Mio € ► 2006 (Endabrechnung): 3578 Mio € ► Fazit: Die Strecke wurde 2,3 mal so teurer wie anfangs prognostiziert – und 1,6 mal so teuer wie direkt vor Baubeginn berechnet! Wer sich über die Fehlplanungen der Deutschen Bahn informieren will, der sollte den Artikel "Schönrechnen mit System" der Frankfurter Rundschau lesen, der auf "Die zehn größten Fehlplanungen der Bahn" eingeht: ► http://www.fr-online.de/mobilitaet/fehlplanung-der-deutschen-bahn-schoenrechnen-mit-system,1473636,2679164.html ◄ Man kann aus diesen Erfahrungen nur eins lernen: Bei der Deutschen Bahn kann oder will man nicht seriös rechnen. Alle Zahlen, die aus dem Hause Grube (und seiner Vorgänger) stammen, sind Phantasiezahlen! Die von der Bahn behaupteten "Ausstiegskosten" des Kellerbahnhofs sind reine Forderungen, deren Berechtigung erst vor Gericht geprüft werden müsste. SPD-Justizminister Stickelberger hält es für gut möglich, dass ÜBERHAUPT KEIN Schadensersatz gezahlt werden muss: ► http://www.badische-zeitung.de/efringen-kirchen/fruehschoppen-zu-landespolitik--51339543.html ◄ Die Vernunft spricht für ein JA! zum Ausstieg!

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NOV
17
Info-Offensive Stuttgart 21, 01:36 Uhr

§§§ Befürworter-Argumente genau geprüft: §§§ Kellerbahnhof = Fortschritt?

Kellerbahnhof-Befürworter sagen: Wer für den Fortschritt ist, muss für den Kellerbahnhof sein! Stimmt das? NEIN! „Fortschritt“ ist ein dehnbarer Begriff – man kann jeden Unsinn als „Fortschritt“ bezeichnen. Im Iran z.B. wird das dortige Atomprogramm als „Fortschritt“ gefeiert. In der Frühindustrialisierung galt jede Fabrik, die eine mörderische Giftbrühe in die Flüsse leitete, als „Fortschritt“. Und jeder Staubsauger-Vertreter preist sein Produkt als den „Fortschritt“ an, der in jedem Haushalt nicht fehlen darf. Wann immer etwas als „Fortschritt“ angepriesen wird, sollte man genau prüfen, ob es sich wirklich um eine gute Sache handelt, oder ob die Rede vom „Fortschritt“ missbraucht wird.

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NOV
15
HAULKA, 17:04 Uhr

Info an Klartext

Meine Aussagen stützen sich auf diverse Presseberichte. Habe mal grob mein Archiv durchgesehen und folgende Informtionen gefunden: StZ 21.9.10: Bahn-Aufsichtsrat erhält kritischen Bericht erst, als Projekt bereits beschlossen ist----StZ 8.12.10 Bahn behielt Wissen um Kostenexplosion für sich ( es geht um den im April 2009 geschlossenen Verteg )----StZ 15.12.10 Finanzierungsvertrag basiert auf veralteten Zahlen----StZ 19.09.11 Geheimvertrag belegt Mehrkosten der SSB-Bauten ( für S21 ) STERN Nr.40/10 Angst vor der Grube Es gibt noch eine Vielzahl ähnlicher Berichte, anhand derer ich mir meine Meinung gebildet habe, zumal diese nicht gegenteilig belegt werden konnten. Ich denke, das ist eine gute Basis. Und dann gibt es zum Thema "Finanzierung" ja noch auf YOUTUBE den Video-Bericht "Wer zahlt S21?" Ich hoffe nur, dass sich noch viele Bürger dieses ansehen, damit sie erfahren, dass Hauptgewinner die Bahn ist und nicht die Bürger. Hat leider etwas gedauert, aber vielleicht lesen Sie meine Ausführungen doch noch.

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