ExklusivInterview mit Willy Oergel „Breuninger wächst zweistellig“

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Der Breuninger-Chef Willy Oergel will die Einkaufszentren in Ludwigsburg und Sindelfingen vergrößern – auch wenn die Regionalpolitik bislang bremst. Und er nennt erstmals Zahlen zur Unternehmensentwicklung.

Willy Oergel beschreibt die Expansionspläne von Breuninger. Die Bildergalerie gibt einen Überblick zur Entwicklung des Unternehmens. Foto: Lichtgut/Piechowski 9 Bilder
Willy Oergel beschreibt die Expansionspläne von Breuninger. Die Bildergalerie gibt einen Überblick zur Entwicklung des Unternehmens.Foto: Lichtgut/Piechowski

Stuttgart - Kaufhäuser müssen schließen, während der Onlinehandel stetig wächst. Trotzdem will das Stuttgarter Handelsunternehmen Breuninger sowohl in den Ausbau des digitalen Geschäfts als auch in neue Warenhäuser investieren, sagt Breuningerchef Willy Oergel im Gespräch mit der Stuttgarter Zeitung.

Herr Oergel, der stationäre Einzelhandel tut sich schwer. Wie haben sich die Geschäfte bei Breuninger entwickelt?
Der Markt, in dem wir uns bewegen, ist in den vergangenen fünf Jahren um 1,6 ­Prozent pro Jahr gewachsen. Das ist ­bestenfalls eine flache Entwicklung, denn darin ist das Wachstum im Bereich des ­Onlinehandels bereits mit eingerechnet. Auf der bestehenden Fläche spricht man daher von einem Minus von zwei bis vier Prozent. Breuninger ist im vergangenen Jahr hingegen zweistellig gewachsen. Wir haben ­etwas mehr als zehn Prozent im ­Gesamtunternehmen zugelegt.
Wo wird dieses Wachstum erwirtschaftet?
Das kommt in erster Linie von unserem neu eröffneten Haus in Düsseldorf – dort sind wir auch in diesem Jahr zweistellig ­gewachsen – und unserem Bereich Online. Wir haben uns auch in unseren ­anderen Häusern ordentlich entwickelt. Zu den Umsätzen einzelner Standorte oder des digitalen Geschäfts nennen wir keine Details.
Was bedeutet dieses Umsatzplus in absoluten Zahlen?
2012 haben wir einen Bruttoumsatz von 612 Millionen Euro erwirtschaftet, 2013 waren es 640 Millionen und im vergangenen Jahr 706 Millionen Euro. Und auch im laufenden Jahr entwickeln wir uns wieder deutlich besser als der Markt. Das ist für uns die entscheidende Bezugsgröße.
Wie sieht die Situation in Stuttgart aus?
Wir haben in unserem Stammhaus flächenbereinigt, das bedeutet ohne die Flächen, die etwa von den Juwelieren Christ und Tiffany betrieben werden, um knapp zwei Prozent zugelegt. Angesichts wachsender Konkurrenz ist das eine sehr erfreuliche Entwicklung.
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2 Kommentare Kommentar schreiben

Preise: Ein zweistelliges Wachstum ist schon erstaunlich, denn wenn ich sehe, dass Kleidungsstücke bei Breuninger nicht selten einige hundert Euro kosten, wohlgemerkt pro Kleidungsstück, dann weiß ich nicht, woher die vielen Kunden kommen, die sich das leisten können. Ich vermute einmal, dass viele dieser Kunden ihr Geld nicht durch eigene Arbeit verdienen müssen und dass viele dieser Kunden Gegner eines Mindestlohnes sind. Überigens gibt es bei Breuninger Jacken, da würde noch nicht einmal der gesmate Monatsverdienst eines Mindestlohnverdieners ausreichen, um auch nur eine Jacke zu kaufen. Nur so Überlegungen am Samstagmorgen.

Qualität: kostet halt ein bisschen mehr, wer sich das nicht leisten kann für den wurden Milaneo, H&M oder kik ins Leben gerufen

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