Investitionen in baden-württembergische Straßen A 8 wird weiter ausgebaut

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In Baden-Württemberg werden mehr Bundesstraßen neu gebaut als in allen anderen Bundesländern. Für 15 Projekte im Land stellt Bundesverkehrsminister Dobrindt mehr als 500 Millionen Euro bereit – auch die A 8 profitiert vom Investitionsprogramm.

Die Verkehrsminister Alexander Dobrindt und Winfried Hermann haben im Juni 2015 ein Teilstück der A 8 eingeweiht, nun soll die Enztalquerung bei Pforzheim kommen. Foto: dpa
Die Verkehrsminister Alexander Dobrindt und Winfried Hermann haben im Juni 2015 ein Teilstück der A 8 eingeweiht, nun soll die Enztalquerung bei Pforzheim kommen.Foto: dpa

Berlin/Stuttgart - Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat Wort gehalten. Bei der Einweihung des sechsstreifigen Ausbaus der Autobahn zwischen Karlsbad und Pforzheim-West vor vier Wochen hob er ausführlich die Bedeutung von zwei weiteren Bauprojekten der Region hervor. Zum einen die Enztalquerung zwischen Pforzheim-Nord und Pforzheim-Süd samt einer Erweiterung auf sechs Fahrspuren. Damit wäre der Ausbau der sehr stark belasteten Verkehrsachse zwischen Stuttgart und Karlsruhe komplett. Zum anderen erwähnte Dobrindt die Pforzheimer Westtangente, die die Stadt vom Güter und Ausflugsverkehr entlasten soll. Im Juli könne er mehr sagen, sagte der Minister mit einem Augenzwinkern.

Am Montag hat er seine Liste mit 72 Baufreigaben in Deutschland vorgestellt. 15 davon betreffen Baden-Württemberg, darunter sind auch die von Dobrindt bereits erwähnten: Für den Ausbau der Autobahn bei Pforzheim mit einer 380 Meter langen „Einhausung“ zu Gunsten des Lärmschutzes stellt der Bund 147 Millionen Euro bereit. Für die Pforzheimer Westtangente (B 463) sind 20 Millionen Euro vorgesehen. Dobrindt hat bei der Auswahl der Baufreigaben darauf geachtet, dass alle Projekte in ihrer Planung so weit fortgeschritten sind, dass rasch mit ihrer Realisierung begonnen werden kann. Die Länder werden nun die Bauarbeiten vergeben.

Mancher Spatenstich noch 2015

Der größte Posten der insgesamt knapp 2,7 Milliarden Euro geht nach Bayern (621 Millionen Euro), gefolgt von Baden-Württemberg (537 Millionen Euro) und Hessen (390 Millionen Euro). Der Bundesminister rechnet damit, dass der Termin für manchen Spatenstich noch 2015 angesetzt werden kann. Dobrindt betonte, dass bei allen Investitionsentscheidungen das Prinzip „Erhalt vor Neubau“ galt. Das hat sein Stuttgarter Kollege Winfried Hermann (Grüne) schon gleich nach seinem Amtsantritt 2011 zur Maxime erklärt. In den von Dobrindt vorgelegten Zahlen ist diese Priorisierung zu Gunsten des Bestands noch nicht zu erkennen. Von den 2,7 Milliarden Euro sollen 500 Millionen Euro in den Erhalt und die Modernisierung fließen.

Grundsätzlich begrüßte Winfried Hermann die Investitionsoffensive des Bundes. „Dass jetzt 15 der von uns angemeldeten 16 Projekte darin aufgenommen wurden, liegt auch daran, dass wir für diese Projekte in den letzten Jahren das Baurecht geschaffen haben“, sagt Hermann. Auch der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Guido Wolf, sprach von „sehr guten Nachrichten für Baden-Württemberg“. Er reklamierte für sich, dass die CDU dazu entscheidend beigetragen habe: „Unsere Gespräche waren erfolgreich!“.

„Lärm und Gestank haben bald ein Ende“

Wie bei solchen Erfolgsmeldungen üblich, argumentieren viele Parteienvertreter in den mit neuen Straßen bedachten Regionen ähnlich. Vor Ort zählt, dass nach oft jahrelangem Warten die Bagger zum Einsatz kommen. So wie beim Neubau der B 28 zwischen Tübingen und Rottenburg, wo die Planfeststellung seit 1999 vorliegt. Ortschaften im Neckartal werden von der 27-Millionen-Euro-Investition profitieren. „Lärm und Gestank haben bald ein Ende“, sagt Tübingens Landrat Joachim Walter.

Das Geld für die Enztalquerung ist bewilligt

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13 KommentareKommentar schreiben

Was fehlt, sind Straßen: Es ist gut, dass die CSU Geld für den Sraßenbau ins Land bringt. Auch der grüne Minister freut sich samt CDU, SPD und FDP.

Zum Wesentlichen: "Der größte Posten der insgesamt knapp 2,7 Milliarden Euro geht nach Bayern (621 Millionen Euro), gefolgt von Baden-Württemberg (537 Millionen Euro) und Hessen (390 Millionen Euro)."( Zitat aus STZ-Artikel s.o. ). Ein Bundesverkehrsminister setzt schlicht um, was in den Etats seines Ressorts längst beschlossen war und " verkauft " die Aktion als großen Wurf bzw. als gleichsam hochherrschaftlich -gönnerösen Akt. Dabei wird die eigene ,regionale Klientel - wie seit 60 Jahren üblich - von dem von der CSU wie in Erbpacht gehaltenen Ressort reichlich bedacht in der Hoffnung, daß manche mit einem Almosen zufrieden sind, ohne sich der optimalen Straßenverhältnisse im weiß-blauen Reich der schwarzen " Kiini " zu erinnern. Seit 17 Jahren baureife Projekte umzusetzen zeugt nicht von politischer Aktivität, sondern von Organisationsversagen.

Zum Wesentlichen: "Der größte Posten der insgesamt knapp 2,7 Milliarden Euro geht nach Bayern (621 Millionen Euro), gefolgt von Baden-Württemberg (537 Millionen Euro) und Hessen (390 Millionen Euro)."( Zitat aus STZ-Artikel s.o. ). Ein Bundesverkehrsminister setzt schlicht um, was in den Etats seines Ressorts längst beschlossen war und " verkauft " die Aktion als großen Wurf bzw. als gleichsam hochherrschaftlich -gönnerösen Akt. Dabei wird die eigene ,regionale Klientel - wie seit 60 Jahren üblich - von dem von der CSU wie in Erbpacht gehaltenen Ressort reichlich bedacht in der Hoffnung, daß manche mit einem Almosen zufrieden sind, ohne sich der optimalen Straßenverhältnisse im weiß-blauen Reich der schwarzen " Kiini " zu erinnern. Seit 17 Jahren baureife Projekte umzusetzen zeugt nicht von politischer Aktivität, sondern von Organisationsversagen.

Lebensfeindliche Rezepte der 1960er : Erlaubt die CSU neben einer erbärmlich geäußerten Flüchtlingspolitik und die Sache mit dem Betreuungsgeld nur noch Pseudo-Nostalgie? Da ist die CSU ned besser als die xxx-dias, AFD und nun auch Alfa; alles Zündelhubers. Die Dobrindt-Liste stellt den Grundsatz „Erhalt vor Ausbau“ auf den Kopf. Das ist wie bei jenem Häuslesbauer, dessen Dach undicht ist. Doch anstatt dieses zu reparieren, baut er lieber eine dritte Garage. Von 72 Vorhaben sind mehr als die Hälfte Ortsumgehungen. Von neuer Prioritätensetzung zur Beseitigung von Engpässen im Autobahnnetz also keine Spur. Bin ich froh, dass ich so gut wie nie Autofahren muss ;) Und, Monika Füller, über 5 Jahrzehnte Lebensgrundlage unserer Kinder verschrie(b)en hat welche Partei?

Antwort: Die CDU hat den permanenten Ausbau des Straßennetzes und damit die stetige Zunahme des Autoverkehrs in Gang gebracht. Die sogenannten Grünen unterstützen diese umweltschädliche Verkehrspolitik massiv. Anstatt den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs zu forcieren, wird dieser mit Unterstützung der grün-roten Landesregierung immer mehr gegen die Wand gefahren, nicht zuletzt durch die unkritisch-konstruktive Begleitung des Immobilienprojekts Stuttgart 21. Für diese autofreundliche Verkehrspolitik haben ich und viele andere die sogenannten Grünen garantiert nicht gewählt!!!

Schizophren: Da behauptet jemand einer sogenannten "grünen" Partei anzugehören, die sich laut eigener Definiton der Bewahrung des Planeten und damit die Erhaltung der Lebensgrundlage unserer Kinder verschrieben hat. Tatsächlich erschöpft sich das ganze Tun in der fast fünfjährigen Regierungszeit in der Unterstützung von immer neuen Straßenbauprojekten. Mehr Straßen, mehr Verkehr, mehr Umweltverschmutzung, mehr Zerstörung der Umwelt und der Lebensgrundlagen für unsere Kinder. Am 16. März 2016 hat dieser "grüne" Spuk hoffentlich ein Ende...

So ein Quatsch: Gehört zu Ihrer "Bewahrung des Planeten und damit die Erhaltung der Lebensgrundlage unserer Kinder" auch, dass die Menschen an den Ortsdurchfahrten weiterhin unter Lärm und Abgasen durch eine Bundesstraße zu leiden haben? "Mehr Straßen" bedeutet - wenn es die richtigen Straßen sind wie z.B. Ortsumfahrungen - WENIGER Verkehr, WENIGER Umweltverschmutzung, mehr Lebensqualität für viele Menschen. Was meinen, kann eine neue Regierung innerhalb von 4 Jahren an neuen Bahnstrecken erreichen, wenn von Planung bis Umsetzung mehrere Jahrzehnte vergehen? Bei einer "grünen" Regierung stimmt wenigstens die Zielrichtung, eine CDU Regierung kann in kürzester Zeit alles wieder kaputt machen. "Schwarzen Spuk" hatten wir lange genug, das Ergebnis ist z.B. Stuttgart 21, der Verkehrskollaps in und um Stuttgart, die schlechte Luft in Stuttgart, usw. - alles seit Jahrzehnten unter CDU Herrschaft entstanden und vorhanden!

Herr Hoch ...: ... Sie sprechen mir fast aus der Seele. Die Erkenntis und die Zielrichtung müssen stimmen. Ich mag keine stressgplagten Autofahrer in meinem Umfeld. Aber das merken die schon von ganz alleine und meiden mich; worüber ich recht frohe bin ... und diese staugplagte Spezies auch. Nach´nem "Anschiss" erinnern sich dann mein Freunde und Bekannte, dass sie nicht mehr auf der Piste sind und erkenne, dass es es Lebensqualität gibt und werden sozusagen "handzahm" ;)

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