Jamaika-Koalition FDP kritisiert Ablauf der Sondierungsgespräche

Von red/dpa 

Die FDP hat Kritik am Ablauf der Sondierungsgespräche geübt. CDU, CSU und Grüne wollen laut der Partei mit zu großen Teams an den Sondierungsgesprächen zu einer Jamaika-Koalition teilnehmen.

Christian Lindner, Bundesvorsitzender und Spitzenkandidat bei der Bundestagswahl 2017 sitzt vor FDP-Plakaten. Foto: dpa
Christian Lindner, Bundesvorsitzender und Spitzenkandidat bei der Bundestagswahl 2017 sitzt vor FDP-Plakaten. Foto: dpa

Berlin - Die FDP hat die Größe der Teams kritisiert, mit denen CDU, CSU und Grüne in die Sondierungsgespräche zu einer Jamaika-Koalition gehen wollen. Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki sagte in einem am Mittwoch veröffentlichten Gespräch dem Magazin „Focus“: „Ich halte es für einen Kardinalfehler, in den Verhandlungsrunden in Kompaniestärke anzutreten. Das ist nicht vertrauensbildend und keine Grundlage für gute und vertrauliche Verhandlungen.“ Kubicki, der in Schleswig-Holstein im Frühjahr eine Jamaika-Koalition mitverhandelt hat, betonte, nötig seien „Sondierungsgespräche im kleinen Kreis. Sonst wird es schwer, eine vernünftige Grundlage für erfolgreiche Verhandlungen zu finden“.

CDU und CSU wollen in die nächste Woche beginnenden Sondierungsgespräche insgesamt 28 Politiker entsenden, die Grünen 14. Die FDP will dagegen lediglich mit einem halben Dutzend Personen teilnehmen.

Sehen Sie im Video: Wie zwei Stuttgarter in ihrer Wohngemeinschaft die Jamaika-Koalition erproben:

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