""Kein Mensch hat sich bei uns gemeldet und über die Kürzungen gesprochen.""
Sebastian Kruggel, Fachvorstand des Vereins für Jugendhilfe
Leonberg - "Wir lassen uns nicht in die Tonne klopfen", haben am Montagnachmittag rund 250 Jugendliche auf dem Weg durch die Innenstadt Leonbergs (Kreis Böblingen) skandiert. Sie demonstrierten für die Erhaltung ihrer Jugendhäuser.
Hintergrund der Aktion ist die geplante Schließung aller fünf Leonberger Jugendhäuser. Dadurch will die Stadt mehr als eine halbe Million Euro jährlich einsparen. "So etwas gibt es ja nicht einmal in Sindelfingen. Kein Mensch hat sich bei uns gemeldet und über die Kürzungen gesprochen", sagt Sebastian Kruggel, der Fachvorstand des Vereins für Jugendhilfe. "Wir wären natürlich verhandlungsbereit. Aber das ist schwierig, wenn die andere Seite einfach nicht mit einem reden will", sagte er. Die Vorwürfe, dass die bessere Sozialarbeit auf der Straße stattfinde, lässt Kruggel nicht gelten. "Natürlich müssen wir mobiler werden – aber wohin wollen wir die Jugendlichen einladen, wo sollen sie einen Platz finden?".
Der Gemeinderat will den Haushaltsentwurf, der die Schließung der Jugendhäuser vorsieht, schon im April beschließen.