Kabinettsbildung Wölfle wird nicht Minister
Mathias Bury, 02.05.2011 12:17 Uhr
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Werner Wölfle wird"s nicht. Foto: dpa
Werner Wölfle wird's nicht. Foto: dpa
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Stuttgart - Im Wettlauf, wer von den Grünen in der künftigen neuen Landesregierung an der Spitze des Verkehrsressorts stehen wird, macht offenbar der Tübinger Bundestagsabgeordnete Winfried Hermann das Rennen. Nach Informationen der Stuttgarter Zeitung wird der Stuttgarter Grüne Werner Wölfle den Posten jedenfalls nicht erhalten. Offiziell wird der designierte Ministerpräsident Winfried Kretschmann das Personaltableau der Regierungskoalition am Mittwoch bekanntgegeben.

Dass die Entscheidung zugunsten des Tübingers Hermann fallen könnte, kommt nicht ganz überraschend. Angesichts der schwindenden Chancen von Werner Wölfle erinnerten Fraktionskollegen im Stuttgarter Gemeinderat kürzlich daran, dass der derzeitige verkehrspolitische Sprecher der Landtagsfraktion einer der Architekten des Stuttgart-21-Widerstandes und damit auch des Erfolgs der Grünen in der Landeshauptstadt sei.

Wichtige Vorarbeit für die Landtagswahl

Wölfle wiederum kann sich gutschreiben, dass er einen wesentlichen Beitrag zu den guten Ergebnissen der Grünen bei den Kommunalwahlen und damit wichtige Vorarbeit für die Landtagswahl geleistet hat. Schließlich war es auch Wölfle, der in schwieriger Lage mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Wolfgang Drexler den Stuttgart-21-Kompromiss für die künftige Regierungskoalition gezimmert hat.

Dies alles scheint Wölfle am Ende nichts genutzt zu haben. Winfried Hermann kann für sich verbuchen, ein ausgewiesener Kenner der Verkehrspolitik zu sein. Von 1984 bis 1988 gehörte er dem Landtag an, seit 1998 sitzt er für die Grünen im Bundestag, dort ist er Vorsitzender des Verkehrsausschusses. Innerparteilich kommt ihm offenbar die Lager-Arithmetik zugute: Winfried Hermann wird dem linken Flügel der Grünen zugerechnet, der bei der Postenvergabe bedacht werden muss. Der 58-Jährige ist nicht nur ein eingefleischter Gegner von Stuttgart 21, er hat auch große Vorbehalte gegen die ICE-Strecke nach Ulm.

 

Kommentare (35)
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MAI
07
Karl W., 01:35 Uhr

Intrigen?

Die Wasseroberfläche der Grünen ist mir zu ruhig - ich ahne und höre auch, dass da unter der Oberfläche mächtig intrigiert und gefightet wird. Anders lässt sich wohl kaum vernünftig erklären, warum keiner der Stuttgarter Direktmandats-Winner in verantwortliche Stellung kommt. Eine Ohrfeige für die Stuttgarter Grünen - aber zu wessen Gunsten???? Das verstehe ich noch nicht ganz.

MAI
03
PIUS 4, 20:31 Uhr

05:36 Uhr, geschrieben von best1964 Kabinettsbildung

Sie schreiben u.a.:....................... Aber ohne zwingende Veränderungen gibt es keinen Fortschritt. Und der ist nunmal zweifellos Grün................... Ganz genau das sieht man ja an S 21 !

MAI
03
Rolf Zimmermann, 16:44 Uhr

Kabinettsbildung....

...17:35 Uhr, geschrieben von Manfred. - Hallo "Herr Manfred", ich dachte Sie haben sich nach Bayern abgesetzt? Was denn nun, ja oder doch nicht, vielleicht oder mal abwarten? Sind Sie einer dieser Komiker, die immer zuerst dagegen hetzen und, wenn es dann gut läuft, die ersten vorne dran sind und absahnen wo´s nur geht? Ihre Kommentare quälen einem nur noch ein müdes Lächeln hervor, pure Demogagie! Wenn die neue Regierung, die nun halt mal (noch nicht!) gewählt ist, versagt, wird sie wieder abgewählt! Jetzt sollte man ihr einfach eine reelle Chance geben, oder nach Bayern oder sonst wohin abhauen! Punkt!

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