Kaisersbach Im Affenzahn in Richtung Affenhaus

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Der Waverunner ist die neuste Attraktion im Schwabenpark bei Kaisersbach. Die Fahrgäste sausen auf einer 60 Meter langen Rutsche in Schlauchbooten ins Ziel.

So mancher kann von der Wasserrutsche nicht genug bekommen. Foto: Gottfried Stoppel
So mancher kann von der Wasserrutsche nicht genug bekommen.Foto: Gottfried Stoppel

Kaisersbach - Oben auf der Startplattform in rund zwölf Metern Höhe geht’s los. Einfach eines der Schlauchboote schnappen, die vom Förderband hinauf transportiert werden. Dann das Bootle auf die Startrampe stellen und einsteigen. Sobald die kleine Ampel grün zeigt, auf den Startknopf drücken: die Rampe hebt sich langsam, dann saust das Schlauchboot, in dem maximal zwei Personen Platz nehmen dürfen, mit einem Affenzahn ins Ziel.

Alles geht blitzschnell. Wasser spritzt seitlich weg, manch Fahrgast meint, sein Herz rutsche ihm in die Hose. Nach gefühlt zwei Sekunden ist der Spaß auch schon wieder vorbei. Sobald das Boot den leicht ansteigenden, mit Gummimatten gepolsterten Auslauf erreicht hat, nimmt die Geschwindigkeit abrupt ab. Ein Ruck und der Untersatz steht still. Angekommen. Eine penetrante Computerstimme gibt Anweisungen: „Bitte legen Sie das Boot aufs Förderband und verlassen Sie die Bahn.“

Eintritt für 1,50 Mark

Waverunner haben die Hudelmaiers ihre neueste Errungenschaft getauft. Kürzlich wurde die 60 Meter lange Wasserrutsche im Schwabenpark in Kaisersbach-Gmeinweiler vom TÜV abgenommen. „Der Waverunner kommt sehr gut an“, sagt der Juniorchef des Parks, Thomas Hudelmaier. Sein Vater Sieghard Hudelmaier hätte sich bei der Eröffnung des Schwabenparks vor 40 Jahren vermutlich nicht einmal im Traum vorstellen können, dass er einmal solch gewaltige Summen investieren würde. Angefangen hat er ganz klein, mit ein paar Tieren und einem Eintrittspreis von 1,50 Mark, rund 75 Cent.

400 000 Euro investiert

Der Waverunner, der neben dem Affenhaus steht, hat ihn und seine beiden Söhne Thomas und Guido rund 400 000 Euro gekostet. Die Konstruktion aus Kunststoff und Stahl ist zwar die neueste Anschaffung, die teuerste war sie aber nicht. Thomas Hudelmaier erzählt, dass die vor zwei Jahren eröffnete Achterbahn rund drei Millionen Euro gekostet habe. Man müsse den Gästen Jahr für Jahr neue Angebote machen, sagt der Geschäftsführer. Das Jahr 2011 sei sehr gut gelaufen: rund 220 000 Besucher, was im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 18 Prozent bedeute. An diese Zahlen würden die Hudelmaiers gerne anknüpfen – wichtig seien neue Fahrgeräte und das Wetter, das aber noch nicht optimal mitgespielt hat. An diesem Nachmittag ist im Schwabenpark nicht viel los. Die meisten Stationen sind verwaist, im Restaurant ist es gähnend leer. Die Dame an der Kasse hat nicht sonderlich viel zu tun. Der neue Waverunner allerdings wird von ein paar Besuchern getestet. Der achtjährige Silas und sein vier Jahre älterer Bruder Samuel können gar nicht genug bekommen vom Fahren. Die beiden rennen immer wieder laut schnaufend die Treppe hinauf zur Startrampe und sausen die bewässerte Bahn hinunter.

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Tiere im Schwabenpark: Es wäre gut, wenn StZ nächstes Mal auch ein paar Worte über die Tierhaltung im Schwabenpark schreiben könnte. Die Tiergehege sind nämlich grausam: kein Bisschen grün, kein Schatten, nur Schotter. Oder über den Lärm, den die Spielgeräte machen und seinen Einfluss auf die nebenan eingesperrten Tiere. Es wäre viel sinnvoller, die Tiere woanders unterzubringen und einen reinen Vergnügungspark zu Es wäre gut, wenn StZ nächstes Mal auch ein paar Worte über die Tierhaltung im Schwabenpark schreiben könnte. Die Tiergehege sind nämlich grausam: kein Bisschen grün, kein Schatten, nur Schotter. Oder über den Lärm, den die Spielgeräte machen und seinen Einfluss auf die nebenan eingesperrten Tiere. Es wäre viel sinnvoller, die Tiere woanders unterzubringen und einen reinen Vergnügungspark zu machen.

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