Kameras im Test Sony Alpha 6300 – ist sie das Nonplusultra?

Von Oliver Rauls 

Wer die Sony Alpha 6000 seine Eigen nennt, wird sich eventuell fragen, ob sich der Umstieg zur Sony Alpha 6300 lohnt. Und wer sich eine Systemkamera zulegen möchte, wird um Sony nicht mehr herumkommen. Ist die Sony DIE Kamera, die man nicht mehr missen möchte?

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Die Sony Alpha 6000 ist schon eine tolle Kamera, die mit sehr guter Ausstattung glänzt. Doch mit der Sony Alpha 6300 wird das noch getoppt. Und zwar easy. So easy, dass man sich als Fotograf fragt, ob man dafür auf eine Vollformat-Kamera verzichten kann.

Doch schauen wir uns die Sony an. Kühl und schwer liegt sie in der Hand. Haptisch perfekt, ergonomisch geformt und wie gesagt, kühl. Dieser Effekt ist der Magnesiumlegierung geschuldet, die sich wunderbar anfühlt. Doch das ist nicht die einzige Neuerung. Sie wurde endlich Staub- und Spritzwassergeschützt und wird so zu einem Begleiter bei Wind und Wetter. Apropos Wind und Wetter.

Wir nehmen noch Licht in dieses Thema und erkennen sehr schnell, dass der Autofokus auch bei schwachem Licht superschnell ist. Geben wir recht hohe ISO-Werte frei, können wir locker bis ISO 6400 gehen, ohne großartig Rauschen im Bild zu erkennen. Selbst in der 1:1 Ansicht ist das noch völlig im grünen Bereich. Das bietet uns mehr Freiheit in der Bildgestaltung und wäre für mich ein wichtiges Kaufargument.

Ausführliche Technische Daten gibt es hier

Gestalte ich ein Bild, benutze ich hierfür den Sucher oder den Live-View am klappbaren Display der Sony. Hier war ich sehr überrascht, denn der elektronische Sucher ist fast so gut wie ein optischer. Die Bildwiederholrate ist deutlich kürzer als bei anderen Modellen. Das gefällt ausgesprochen gut. Und das große Display ist perfekt abzulesen, ist äußerst klar und hoch aufgelöst. Lediglich die fehlende Touch-Funktion des Displays ist ein Manko. Dies wäre ein weiteres interessantes und wünschenswertes Merkmal bei einem eventuellen Nachfolger.

Auch für die Videografen unter uns ist die Sony Alpha 6300 ein interessantes Modell. In Ultra-HD werden knackscharfe und detailreiche 30 Bilder pro Sekunde auf die Karte geschrieben. Da empfiehlt sich allerdings dann eine schnelle Karte. Die wird auch dringend empfohlen von Sony. 64GB und UHS-I Class 3 muss die Karte liefern können, um die vollen videografischen Möglichkeiten zu nutzen Integriert in die Kamera ist nämlich auch die Möglichkeit der schnellen Dateibearbeitung.

Auf die nahezu perfekten Fotografie-Ergebnisse muss ich nicht sonderlich eingehen. Schneller Autofokus, eine deutlich bessere und deutlich schnellere Serienaufnahmenfunktion gegenüber der Sony Alpha 6000, der neue, superscharfe Sucher und die rauscharmen Resultate überzeugen auf ganzer Linie.

Und machen die Sony Alpha 6300 zur momentan besten DSLM-Kamera.

Zur Videoansicht der Sony Alpha 6300