Kampf gegen „Islamischen Staat“ Saudi-Arabien will Bodentruppen einsetzen

Von red/dpa 

Saudi-Arabien ist jetzt grundsätzlich dazu bereit, im Kampf die Terrormiliz „Islamischer Staat“ in Syrien Bodentruppen einzusetzen. Das hat ein Armeesprecher im arabischen Fernsehen mitgeteilt.

Saudi-arabische Soldaten im Einsatz gegen die Terrormiliz Islamischer Staat? Der saudische Staat ist dazu jetzt bereit. Foto: dpa
Saudi-arabische Soldaten im Einsatz gegen die Terrormiliz Islamischer Staat? Der saudische Staat ist dazu jetzt bereit.Foto: dpa

Riad - Saudi-Arabien hat seine Bereitschaft zur Beteiligung an Bodentruppen im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien erklärt. Das Königreich sei bereit, sich jeglicher Bodenoperation anzuschließen, auf die sich die internationale Koalition einigen würde, sagte der saudische Armeesprecher Ahmed Asiri am Donnerstag dem arabischen Nachrichtenkanal Al-Arabija. Mehrere Länder des von den USA geführten internationalen Bündnisses fliegen Luftangriffe gegen IS-Stellungen in Syrien und im Irak. Der Einsatz internationaler Bodentruppen gilt als unwahrscheinlich. Staaten wie die USA haben dies ausgeschlossen.

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7 KommentareKommentar schreiben

Saudis: "bekämpfen" den IS den sie zuvor jahrelang finanziert und aufgepäppelt haben und lehnen es ab auch nur einen Flüchtling aufzunehmen

Konfrontation: Die saudischen Bodentruppen und die Söldner der Saudis werden nicht in erster Linie gegen den IS kämpfen, sondern gegen die Kurden und gegen die schiitische Hisbollah. Aber die Saudis schätzen ihre militärischen Möglichkeiten nicht richtig ein. Die Saudis, ihre sunnitischen Verbündeten und ihre Söldner können nicht einmal die schlecht ausgerüsteten Huthi-Rebellen im Jemen trotz ihrer modernen amerikanischen Waffen besiegen. Die Hisbollah tritt in einer anderen Liga an, das nötigt sogar den Israelis Respekt ab. Außerdem wird Putin nicht zulassen, dass seine Verbündeten und strategischen Partner, dazu gehört auch die Hisbollah, militärisch Schaden nehmen. Zudem hat der iranische General Dschafari wiederholt deutlich gemacht, dass die Saudis einen blutigen Preis für ihre geopolitische Feindschaft mit dem Iran bezahlen müssen. Dschafari und die Gefolgschaft der Laridschanis warten schon lange auf eine günstige Gelegenheit, mit den Saudis abzurechnen. Die Gelegenheit ist für die Hardliner im Iran vor den Wahlen günstig, die Revolutionsgarden dürsten nach Rache.

Einsatz von Bodentruppen: Ausschließen sollte man in einem Krieg - nie etwas! Wie schnell wird das Realität, was gestern noch für "unmöglich" galt...Und mit Luftangriffen alleine, ist diese Terrormiliz nun einmal nicht zu besiegen..Dies dürfte mit Sicherheit, auch so manchen hohen Militär bewusst sein..Dürfte es diesbezüglich nur noch eine Frage der Zeit sein, bis eine Koalition von internationalen Bodentruppen, unter wessen Führung auch immer, gegen diese Krake IS vorgeht...

Na endlich : werden die sich auch mal ihrer Verantwortung in der Region bewußt. Schon komisch, daß der Westen allein alles militärisch in die Hand nehmen muß und sich die Saudis auch am Flüchtlingsproblem so gut wie gar nicht beteiligen. Im übrigen hätte man schon längst mit Bodentruppen angreifen müssen. Es gibt ein aufschlussreiches Interview mit einem hochrangigen Ex-General(inspekteur?) der Bundeswehr, in dem er schlüssig darlegt, warum der IS lang nicht stark ist wie man denkt und militärisch besiegt werden kann. IS ist nicht Afghanistan. Leider hab ich den Link nicht mehr.

Mal abgesehen davon,...: das schon die Amerikaner in Vietnam leidvoll erfahren durften, das gegen Guerillakämpfer nichts zu gewinnen ist, sehe ich solche Meldungen als das, was Sie sind. Ein weiterer Beleg dafür, das der Mensch mit Krieg Frieden schaffen will. Da denk ich an die Steinzeit und mir wir ganz blümerant im 21. Jahrhundert..

wie will er sonst frieden schaffen?: mit dem werfen von wattebäuschchen?

Hahaha Frau Theissen...: "Tausche Wattebäuschchen gegen ein Waffenembargo im arabischen Raum". Was ist oberste Verwaltungsmaxime im deutschen Apparat? Gehen wir dem Michel an den Geldbeutel dann haben wir diesen diszipliniert.

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