Karlsruhe Angela Merkel bei OB-Wahlkampf in Karlsruhe

dpa/lsw, 26.10.2012 18:00 Uhr

Karlsruhe - Mit dem Badnerlied und Seitenhieben gegen die grün-rote Landesregierung hat die CDU am Freitag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die heiße Phase des OB-Wahlkampfes in Karlsruhe eingeläutet. Karlsruhe als Stadt des Rechts und der Wissenschaft sei eine „Perle“, die in eine gute Zukunft geführt werden müsse. Den CDU-Kandidaten Ingo Wellenreuther unterstütze sie deshalb bei seinem „ehrgeizigen Vorhaben“. Den rund 1000 Besuchern rief Merkel zu: „Lassen Sie die Wahlentscheidung so ausgehen, dass Karlsruhe eine tolle Stadt in Deutschland bleibt.“

Den Kommunen sicherte sie Spielraum zu. „Wir wollen nicht alles nach Berlin geben und auch nicht alles nach Stuttgart - seit da Grün-Rot regiert schon gar nicht“, so Merkel unter viel Beifall. Auch Wellenreuther betonte: „Die Bedeutung der Wahl ist sehr groß.“ Eine grün-rote Landesregierung und ein grüner OB in Stuttgart - „Ich glaube, das reicht auch.“

In der ehemaligen badischen Residenz wird am 2. Dezember ein neuer Oberbürgermeister gewählt. Wellenreuther will die Nachfolge von Heinz Fenrich antreten, der aus Altersgründen ausscheidet. Der SPD-Politiker und Kultusstaatssekretär Frank Mentrup sieht hingegen die Chance, die CDU nach mehr als 40 Jahren Herrschaft vom Thron zu stoßen. Er wird auch von den Grünen unterstützt.

Merkel war schon zur Unterstützung Turners nach Stuttgart gereist

Merkel war schon zur Unterstützung des Stuttgarter OB-Kandidaten Sebastian Turner in den Südwesten gereist. Damals vergeblich: Er war am vergangenen Sonntag klar gegen den Grünen-Bundestagsabgeordneten Fritz Kuhn unterlegen. Wellenreuther betonte jedoch: „Wir wählen eigenständig.“

Nach dem spektakulären Wahlsieg des Grünen Fritz Kuhn bei der Stuttgarter OB-Wahl wittern SPD und Grüne in Karlsruhe Morgenluft. Die CDU hat hingegen erkannt, dass sie ein Problem in Großstädten hat. So meinte CDU-Landeschef Thomas Strobl nach der Stuttgart-Wahl: „Die großen Städte sind für die CDU insgesamt ein schwieriges Pflaster geworden.“

Für die SPD will Kultusstaatssekretär Mentrup am 2. Dezember zeigen, dass noch mit den Sozialdemokraten zu rechnen ist. Die Grünen haben in der drittgrößten Stadt Baden-Württembergs darauf verzichtet, einen eigenen Kandidaten aufzustellen und unterstützen seine Wahl. Mentrup setzt neben den Grünen auch auf die Karlsruher Liste und die Piraten.

Wellenreuther bereitet sich indessen auf den nächsten hohen Besuch vor: Am Sonntag hat er seinen Parteifreund und Bundesumweltminister Peter Altmaier nach Karlsruhe eingeladen, um mit ihm ein Unternehmen zu besuchen, das ein neuartiges Verfahren entwickelt hat, bei dem Biomüll zu hochenergetischer, CO2-neutraler Biokohle umgewandelt wird.

 
 
Kommentare (17)
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DEZ
02
sam.boskop, 22:37 Uhr

Herzlichen Glückwunsch

Herzlichen Glückwunsch aus Stuttgart. Es zeigt sich immer mehr, Frau Merkel ist keine Hilfe für Kandidaten in BW. Es bewahrheitet sich, Ihr (da oben) kriegt uns (den Souverän) nicht los. Jetzt muß nur noch eine andere Politik gemacht werden.

DEZ
02
deMonStranT, 20:07 Uhr

Hurra, es ist geschafft!!!

Danke Frau Merkel für ihren Besuch. 55 % für den SPD-Kandidat Frank Mentrup, für Wellenreuther 35 % Das ist deutlich!!!! Dank an die Karlsruher Wähler, die dem 'schwarzen Spuk' ein Ende bereitet haben.

DEZ
01
volkmar, 10:12 Uhr

.. U wahl und merkelbesuch

wenn diese für die ..u dadurch genau so 'erfolgreich ' wird, wie die in schuttgart, dann bin ich absolut dafür , das die euronanny auch in KARLSRUHE den untergang der SCHWARZEN vorantreibt !!! zu etwas anderem SINNVOLLEN ist diese VEREINSKANZLERIN ja nicht nütze !!!

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