Karlsruhe Zusammenstoß von Pegida-Gegnern und Polizei

Von dpa/lsw 

Am Dienstagabend gingen erneut Anhänger der Pegida-Bewegung in Karlsruhe auf die Straßen, dort trafen sie auf mehrere hundert Gegendemonstranten und Polizeikräfte. Zwischen Letzteren kam es zu Zwischenfällen.

Demonstranten gegen die Pegida-Bewegung protestierten bereits am 28. April 2015 in Karlsruhe Foto: dpa
Demonstranten gegen die Pegida-Bewegung protestierten bereits am 28. April 2015 in KarlsruheFoto: dpa

Karlsruhe - Am Rande des Aufzugs der rechtsgerichteten Pegida in Karlsruhe ist es am Dienstagabend zu Zusammenstößen zwischen Polizeikräften und Gegendemonstranten gekommen. Beamte setzten Tränengas und Schlagstöcke ein, um Pegida-Gegner daran zu hindern, Absperrungen zu überwinden. Ob es Verletzte gab, war zunächst unklar.

Bei der Auftaktkundgebung mit etwa 70 Pegida-Anhängern kündigte ein Sprecher an, weiter im Zwei-Wochen-Rhythmus demonstrieren zu wollen. „Wir machen keine Sommerpause.“

Es war bereits das neunten Mal seit Ende Februar, dass Anhänger der Pegida-Bewegung Parolen gegen den Islam und Armutsflüchtlinge auf die Straßen der Karlsruher Innenstadt trugen. Die Polizei trennte ihre Versammlung von mehreren hundert Gegendemonstranten. Diese stellten sich mit Straßentanz, Seifenblasen und Trillerpfeifen den Deutschlandfahnen des Pegida-Aufzugs entgegen. Am Sonntag waren bei Protesten gegen die erste Pegida-Kundgebung in Stuttgart sechs Polizisten verletzt worden.

Der Karlsruher Gemeinderat verabschiedete kurz vor dem Pegida-Aufzug eine Resolution „gegen alle Bestrebungen, die Nationalismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit propagieren“. Unter den Teilnehmern und Rednern der Pegida-Versammlungen seien auch zahlreiche Rechtsradikale. Als Sitz des Bundesverfassungsgerichts und des Bundesgerichtshofs sehe sich die Stadt Karlsruhe in besonderer Verantwortung, „an der Verwirklichung und Sicherung unserer demokratischen Werte und der Menschenrechte mitzuarbeiten“.

Für den kommenden Samstag hat die Stadt zu einem Aktionstag für Toleranz und Vielfalt aufgerufen.

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10 KommentareKommentar schreiben

Dem unteren Statement von Herrn Gruner gibt es im Grunde nichts mehr hinzuzufügen: Das ist der vernünftigste Beitrag zu diesem Thema, den ich hier bisher gelesen habe. Inklusive meiner Wenigkeit.

Herr Bogunovic: Danke für die Blumen!

Tim Weiler: Wann wurde eigentlich beschlossen, dass Nationalisms etwas Schlechtes sei, das es zu vermeiden gilt? Ist die zierende Schrift "DEM DEUTSCHEN VOLKE" am Reichstagsgebäude in der politkorrekten Interpretation bereits Nationalismus? In der Schwurformel des Bundespräsidenten, die in Art. 56 des GG festgehalten wird, steht: "Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe." Die Pegida Demonstranten fordern dieszu recht ein und werden dafür medial und von der Politik beleidigt und geächtet. Oder glaubt ernsthaft jemand, dass eine Masseneinwanderung kulturferner, mehrheitlich ungebildeter junger Männer aus den muslimischen Ländern diesem Land wirklich zu Blüte und Reichtum verhelfen wird?!

Mir kommen gleich die Tränen: "Die Pegidademonstranten werden beleidigt und geächtet". Soll ich Ihnen hier mal die Beleidigungen auf Plakaten und aus den Mäulern dieser Pegidademonstranten aufzählen und aufschreiben. Da wird es einem übel. Und die Formel, die der Bundespräsident aufsagen muß, von der Sie da schreiben, betrifft das "Deutsche" Volk und nicht das "Rechte".

Zu PEGIDA : haben viele eine Meinung, oder dürfen es zumindest frei äussern. Zum Thema Flüchtlinge hat niemand was zu sagen, sieht man nach den Zahl der Forumsbeiträge. Oder dürfen sich nicht dazu frei äussern?

Antwort auf Herrn Philip Müller: Herr Müller sagen Sie doch wem Sie als Fllüchtling bezeichnen. Meinen Sie die ca. 86% Wirtschaftsflüchtlinge die laut UNO nach Europa gebracht werden ? Oder die 14% angebliche Kriegsflüchtlinge? Sicher aber haben Sie Herr Müller an die angeblichen Flüchtlinge gedacht, die für den massiven schwarzen Rassismus gegen Europäer verantwortlich sind, oder doch die von der IS nach Europa eingschleusten islamischen Kämpfer.

Gewaltsame Ausschreitungen: Und immer wieder das gleiche Spiel bei einer Pegida - Demo, von linken Gegendemonstranten, welche die Grundregeln einer Demokratie nicht akzeptieren "wollen oder können"..Hat doch ein jeder das Recht, friedlich, seine Meinung in Wort und Schrift zu äußern..Von einer freien Versammlungsfreiheit ganz zu schweigen, solange diese nicht gegen die Grundwerte dieser Republik verstoßen..

Gemeinderat protestiert gegen Pegida: Erstaunlich das in Deutschland eine Minderheit von Bürgern von der Polizei geschützt werden muss, weil sie das Recht auf freie Meinung friedlich in Anspruch nehmen möchten. Die Haltung des Gemeinderates der offensichtlich alles untersagen möchte, was nicht marxistisch - leninistischen Ursprung ist, wirft viele Fragen auf. Zusammenfassend kann nur gefragt werden ob solche Leute überhaupt in der Lage sind als Gemeinderäte tätig zu sein und witzigerweise dafür noch vom Staat ( Bürger ) bezahlt werden. Im Grunde protestiert somit der Staat gegen Bürger !!!

Ich : bin der Überzeugung, dass keinesfalls eine Minderheit der Zuwanderung kritisch gegenüber steht. Pegida wird demgegenüber von einer MINDERHEIT über die Medien "diffamiert" und auch - siehe Demos - körperlich attackiert. Was "rechts" sein soll, wenn rechtschaffene Staatsbürger eine Überfremdung befürchten und auf die Straße gehen, sollten die Journalisten, die solcherlei tendenziöse Berichterstattung betreiben, versuchen zu erklären. Bin ganz Ihrer Meinung Herr Neumann

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