Karlsruhe Unbekannter schießt auf AfD-Plakataufsteller

Von red/dpa 

Ein 36-Jähriger Plakataufsteller der AfD ist am Samstagabend von einem Unbekannten beschossen worden. Der 36-Jährige wurde nicht verletzt, die Hintergründe der Attacke sind noch unklar.

In Karlsruhe ist ein AfD-Plakataufsteller beschossen worden. (Symbolbild) Foto: dpa
In Karlsruhe ist ein AfD-Plakataufsteller beschossen worden. (Symbolbild)Foto: dpa

Karlsruhe - Mit Mütze und Schal maskiert hat ein Unbekannter in Karlsruhe auf einen Plakataufsteller der Alternative für Deutschland (AfD) geschossen. Der Mann konnte unverletzt davonfahren, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die Hintergründe der Attacke waren zunächst unklar. Nach Darstellung des Kreisverbands der rechtskonservativen AfD forderte der Mann den 36-Jährigen auf, zu verschwinden. Der Plakatierer setzte sich laut Polizei daraufhin in seinen Lieferwagen um loszufahren, doch der Unbekannte zog eine Pistole aus einer Tasche und schoss von außen durch das geschlossene Beifahrerfenster. Dabei verfehlte er den Fahrer. Nach dem Vorfall am Samstagabend suchte die Polizei zunächst vergebens nach dem Schützen.

Das Opfer, laut AfD Mitarbeiter einer Karlsruher Werbeagentur, wollte ein Plakat mit der Aufschrift „Erfolg der Energiewende: Siehe Stromrechnung!“ an einen Laternenmast anbringen.

Der Lieferwagen wurde nach dem Schuss von der Spurensicherung untersucht, die Ergebnisse standen am Sonntag zunächst nicht fest. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verdachts der versuchten Tötung.

27 Kommentare Kommentar schreiben

Statt Vorverurteilungen: Erst einmal abwarten, was die polizeilichen Ermittlungen ergeben! In Frage könnte ja auch irgend ein anderweitig Durchgeknallter kommen, siehe die Schäuble- und Lafontaine-Attentäter.

Oh Gru(ü)ner: wie naiv sind sie eigentlich???

Naiv: Ist es naiv, sich an den rechtsstaatlichen Grundsatz der Unschuldsvermutung zu halten und skeptisch gegenüber vorschnellen Schuldzuweisungen zu sein? Verdachtsmomenten nachzugehen ist Aufgabe der ermittelnden Polizei und dort ist Diskretion oberstes Gebot - im Interesse der Ermittlung ebenso wie zum Schutz eventuell zu Unrecht Verdächtigter.

Das sollten sich : die guten Menschen künftig bei Bränden in Unterkünften, in denen Illegale untergebracht sind oder bei Tötungsdelikten, bei denen ein illegaler Migrant zu Schaden kommt, ebenfalls gehörig hinter die Ohren schreiben.

Richtig: Gleiches Recht für alle.

Volle: Zustimmung.

Mut zur Wahrheit über die AFD: Die AFD ist ohne Zweifel eine rechtsradikale Partei. Das lässt sich nicht leugnen. Sie ist mit Republikanern und Nazis in Führunspositionen besetzt. Diese Attacke zeigt doch deutlich, was in Deutschland passiert, sollten die AFD-Nazis wieder an die Macht kommen. Eine Partei, die zurück in die 1930 Jahre will, die die Einführung von Prügelstrafen für Schülerinnen und Schüler an Schulen unterstützt, die für die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht plädiert und die sich gegen die Aufgabenverteilung zwischen Bund und Ländern ausspricht, darf niemals Platz in einem Parlament nehmen. http://www1.wdr.de/daserste/monitor/videos/videooffenerrassismusdieunaufhaltsameradikalisierungderafd100.html

Da sollten Sie Ihren: Behauptungen schleunigst die entsprechenden Belege und Beweise folgen lassen, sonst könnte es eines Tages wirklich sein, dass Sie Post von einer Staatsanwaltschaft bekommen. Unglaublich, was die Redaktion hier so durchgehen lässt. Hier werden die Grenzen der freien Meinungsäußerung bei weitem überschritten.

Laut: dem Bundesinnenminist ist ja jeder, der bei Pegida und Co. demonstriert mitverantwortlich für Brandanschläge auf Unterkünfte für Migranten. Im Umkehrschluss muss dann ja nach seiner eigenen Definition der Bundesinnenminister also auch mitverantwortlich für vermutliche Mordanschläge auf politische Gegner sein.

Na Toll.: Nach den ersten drei Kommentaren scheint der Fall ja schon geklärt. Einschließlich politischer Herkunft und Motiv des Schützen. Ich hoffe, die professionellen Ermittler halten sich eher an die Fakten. Incl. der obligaten Frage: Cui bono....

So ähnlich ist es: doch auch immer, wenn eine Unterkunft, in der illegale Einwanderer untergebracht sind, brennt. Da stehen der oder die Täter von vorneherein fest.

Schuld daran haben alle Marktschreier, die die AfD als Rechte abkanzeln, OHNE sich darüber Gedanken zu machen, warum die AfD diesen Zulauf hat. Schuld sind AUCH Politiker, die mit der AfD NICHT REDEN wollen, letztes Beispiel von heute: http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.tv-debatten-auch-kraft-will-nicht-mit-afd-politikern-auftreten.c57362ef-dd91-405d-9fbc-0199fb073af2.html#comments-form __ Und noch was: wenn ein Linker oder Grüner Plakataufsteller beschossen worden wäre, oder gar einer der SPCDU - wir wären bereits von Sondersendungen erschlagen. Für AfD reicht ein Zweizeiler. __ Wo sind die ganzen Marktschreier, die das jetzt verurteilen???????

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