KfZ-Innung Stuttgart
Großer Ärger über neuen Kraftstoff
Thomas Faltin,
14.02.2011 18:28 Uhr
Das Umweltministerium geht davon aus, dass zehn Prozent der Autos kein E 10 tanken dürfen. Foto: dapd
Stuttgart - Schon Anfang Januar hätte der Biokraftstoff E 10 an die Tankstellen kommen sollen, erst in diesen Tagen rüsten nun die ersten in der Region Stuttgart um. Aral und OMV seien die Vorreiter, sagt Bernhard Schäufele von der KfZ-Innung der Region Stuttgart. Bis Ende März wollen die anderen Konzerne nachziehen.
Doch der Ärger ist bereits groß. Aral will den Preis für das bisherige Super (mit fünf Prozent Ethanol) um fünf Cent anheben und verkauft E 10 (mit zehn Prozent Ethanol) dann zum derzeitigen Super-Preis. Bernhard Schäufele hält dies für Abzocke: Wessen Auto E 10 nicht verträgt, müsse nun deutlich mehr für das gleiche Benzin bezahlen. Auch Raimund Elbe, der Sprecher des ADAC in Stuttgart, sieht in dieser Preispolitik eine Frechheit: "Wir haben den Eindruck, dass die Unsicherheit der Autofahrer genutzt wird, um eine neue Preisrunde einzuläuten." Aral sieht dies anders. E 10 sei in der Herstellung teurer als herkömmliches Super, sagte der Aral-Vorstand Stefan Brok. Man biete den Biosprit zum bisherigen Superpreis an, um die Autofahrer zum Umsteigen auf den ökologischen Treibstoff zu bewegen. Da ein Auto mit E 10 einen zwei Prozent höheren Verbrauch hat, kommen auch auf E 10-Tanker höhere Ausgaben zu.
Aufregung gab es daneben um eine falsche Beschilderung: Der ADAC hat bei Prüfungen in Bayern festgestellt, dass Aral an E 10-Zapfsäulen Benzin verkauft, das teils unter fünf Prozent Ethanol enthielt. Aral begründete dies mit der Umstellungsphase, in der E 10 in die noch teilweise gefüllten Lagertanks nachgegossen werde.
Daneben ist die Unsicherheit bei den Menschen, ob ihr Fahrzeug E 10 verträgt, weiter gewaltig: Laut einer Umfrage des ADAC wissen zwei Drittel der Autobesitzer nicht Bescheid. Bernhard Schäufele rät allen Fahrern dringend, sich bei ihrer Werkstatt, beim Hersteller oder im Internet zu erkundigen. Das Umweltministerium geht davon aus, dass zehn Prozent der Autos kein E 10 tanken dürfen; es drohen Motorschäden. Schäufele nennt für Stuttgart einen Anteil von 30 Prozent, da hier sehr viele ältere Fahrzeuge angemeldet seien.
Zunehmend wird auch über die Sinnhaftigkeit des Biosprits diskutiert. Ziel ist es, so weniger Kohlendioxid zu produzieren - da Ethanol aus nachwachsenden Rohstoffen besteht, hat es eine neutrale Ökobilanz. Raimund Elbe fragt sich aber, ob die Gesamtbilanz der Produktion auch positiv ist: "Das müssen wir noch beobachten."
Nähere Informationen finden Sie hier ».
Doch der Ärger ist bereits groß. Aral will den Preis für das bisherige Super (mit fünf Prozent Ethanol) um fünf Cent anheben und verkauft E 10 (mit zehn Prozent Ethanol) dann zum derzeitigen Super-Preis. Bernhard Schäufele hält dies für Abzocke: Wessen Auto E 10 nicht verträgt, müsse nun deutlich mehr für das gleiche Benzin bezahlen. Auch Raimund Elbe, der Sprecher des ADAC in Stuttgart, sieht in dieser Preispolitik eine Frechheit: "Wir haben den Eindruck, dass die Unsicherheit der Autofahrer genutzt wird, um eine neue Preisrunde einzuläuten." Aral sieht dies anders. E 10 sei in der Herstellung teurer als herkömmliches Super, sagte der Aral-Vorstand Stefan Brok. Man biete den Biosprit zum bisherigen Superpreis an, um die Autofahrer zum Umsteigen auf den ökologischen Treibstoff zu bewegen. Da ein Auto mit E 10 einen zwei Prozent höheren Verbrauch hat, kommen auch auf E 10-Tanker höhere Ausgaben zu.
Aufregung gab es daneben um eine falsche Beschilderung: Der ADAC hat bei Prüfungen in Bayern festgestellt, dass Aral an E 10-Zapfsäulen Benzin verkauft, das teils unter fünf Prozent Ethanol enthielt. Aral begründete dies mit der Umstellungsphase, in der E 10 in die noch teilweise gefüllten Lagertanks nachgegossen werde.
Ziel ist es, weniger Kohlendioxid zu produzieren
Daneben ist die Unsicherheit bei den Menschen, ob ihr Fahrzeug E 10 verträgt, weiter gewaltig: Laut einer Umfrage des ADAC wissen zwei Drittel der Autobesitzer nicht Bescheid. Bernhard Schäufele rät allen Fahrern dringend, sich bei ihrer Werkstatt, beim Hersteller oder im Internet zu erkundigen. Das Umweltministerium geht davon aus, dass zehn Prozent der Autos kein E 10 tanken dürfen; es drohen Motorschäden. Schäufele nennt für Stuttgart einen Anteil von 30 Prozent, da hier sehr viele ältere Fahrzeuge angemeldet seien.
Zunehmend wird auch über die Sinnhaftigkeit des Biosprits diskutiert. Ziel ist es, so weniger Kohlendioxid zu produzieren - da Ethanol aus nachwachsenden Rohstoffen besteht, hat es eine neutrale Ökobilanz. Raimund Elbe fragt sich aber, ob die Gesamtbilanz der Produktion auch positiv ist: "Das müssen wir noch beobachten."
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grauenhaft
Wer diese Ethanol-Scheisse tankt, dem ist nicht zu helfen. Schädlich für Motoren und erheblich höherer Verbrauch, tolle Entwicklung, Respekt. Man sollte lieber endlich mal diesem unsäglichen EU-Wahnsinn stoppen. Der deutsche Abzockerstaat kassiert wieder kräftig mit und der Bürger ist der Dumme, weil er der Dumme sein will, statt endlich mal auf die Strasse zu gehen und die rote Karte zu zeigen. Die kriminelle Verwahrlosung dieses Staates gegenüber seinen Bürgern wird immer zügelloser. Wenn dieser Schwachmatenstaat sich schon nicht mehr selbst regieren kann und sich nur noch dem EU-Irrsinn unterwirft, dann sollte er wenigstens die immens hohen Steuern auf den Sprit absenken, damit wieder ein halbwegs vernünftiger Preis herauskommt. Doch das wollen ja unsere bürgerfeindlichen Politiker gar nicht. Immer schön auf dem Rücken der Bürger Kasse machen, bis der Bogen mal gänzlich überspannt ist.
E10 Sprit
Dies ist wieder mal eine Riesenabzocke die von unseren Politikern eingeläutet wird mitsamt den Eurokraten. Aber da verdient man ja gerne mit, da man mit dem Dienstfahrzeug, ab Daimler S-klasse ja zum Nulltarif fährt, soll doch das dumme Wahlvieh bezahlen. Dafür werden die Wälder in Südamerika abgeholzt und zu Biosprit verarbeitet. Die Spritkonzerne passen den Preis dann gerne nach oben an die teuerste Sorte an. Jetzt sind wir erst bei E !0, da ist bis E100 noch genügend Spiel- und Verdienstraum.
Sinnvoll
Hier genau dasselbe wie bei S21. Erst mal durchdrücken, im Glauben, etwas Sinnvolles zu tun, um hinterher festzustellen, dass die Idee zwar gut war, die Realisierung aber nicht. Sollte S21 kommen, werden das auch noch viele feststellen müssen. Wetten, dass...!