Kinder-Uni
So ist das mit den Chips
Tanja Volz,
06.02.2011 14:51 Uhr
Bei der Chips-Verkostung Joschka und seine Mitschüler verschiedene Sorten probiert. Ohne leckere Gewürze wie beispielsweise Paprika schmecken die Chips nicht. Gewonnen hat die Sorte mit den meisten Zutaten und zusätzlichem Geschmackverstärker. Foto: Heiss
Stuttgart - Machen Chips süchtig? Über diese und weitere Fragen der Ernährungsexperte Hans Konrad Biesalski im Rahmen der Kinder-Uni an der Uni Hohenheim Auskunft gegeben.
Chips machen nicht süchtig, auch wenn das manchmal den Anschein hat, weil man einfach nicht mehr aufhören kann, die salzigen Teile zu essen. Zur Sucht gehören aber beispielsweise Entzugserscheinungen. Diese entstehen, wenn man den Stoff nicht bekommt. Dann fühlt man sich sehr elend. Das trifft auf die Chips eindeutig nicht zu. Daher hat der Professor die Vorlesung umbenannt und den Nachwuchsstudenten erklärt, warum wir Chips so gerne essen.
Wenn man sich vor dem Spiegel selbst die Zunge herausstreckt und diese genau anschaut, kann man eine ziemlich raue Oberfläche erkennen. Tausende von Geschmackspapillen bedecken die Zunge. Diese Papillen enthalten die Geschmacksknospen, und diese wiederum bestehen aus vielen, winzigen Rezeptorzellen. Das sind die Andockstellen für den guten oder schlechten Geschmack. Man unterscheidet dabei verschiedene Geschmacksrichtungen: süß, sauer, salzig, bitter kennt jeder. Es gibt aber auch noch einen fünften Geschmack: umami. Ein Japaner hat diesen Geschmackssinn entdeckt und den Begriff erfunden. Übersetzt heißt das soviel wie "wohlschmeckend".
Die Andockstellen für umami werden durch die sogenannte Glutaminsäure gereizt. Das ist ein Baustein, der vor allem in vollreifen Tomaten, Fleisch oder Käse vorkommt. Eine Pizza oder Spaghetti mit Tomatensauce reizt diese Knospen, die dann freudige Signale Richtung Gehirn senden. Das Salz dieser Glutaminsäure nennt man Glutamat. Dieser Stoff wird auch in vielen Lebensmitteln als Geschmacksverstärker eingesetzt - beispielsweise auch in den meisten Chipssorten. Und das schmeckt die Zunge und meldet: "wohlschmeckend".
Beim guten Geschmack spielt nicht nur die Zunge eine Rolle. Die ganze Bandbreite der verschiedenen Aromen kann man nur mit freier Nase genießen. Wer sich die Nase zuhält oder Schnupfen hat, schmeckt fast nichts oder nur wenig. Das haben die Nachwuchsstudenten selbst ausprobiert: Die Chips schmecken ohne Nase eher nach Papier als nach Paprika. Auch die Ohren hören mit: Kartoffelchips oder auch Kekse mag man nur, wenn sie entsprechend knistern und knacken. Und natürlich isst auch das Auge mit: Blaue oder grüne Chips (die gibt es tatsächlich) finden die Nachwuchsstudenten eklig. Die meisten wollen das nicht essen, wie eine Umfrage des Professors zeigt.
Nicht alle Lebewesen mögen Chips. Affen beispielsweise kann man damit nicht anlocken. Affen sind Frugivoren (Fruchtfresser) und lieben damit die süßen Früchte. Salzige Chips spucken sie sofort wieder aus. Raubkatzen sind Carnivoren (Fleischfresser). Sie mögen weder Süßes noch Chips. Der Mensch hingegen gehört zu den Omnivoren (Allesfresser). Er ist nicht wählerisch und mag so ziemlich alles: Obst, Gemüse, Fleisch, Käse und allerlei leckere Naschereien.
Machen Chips süchtig?
Chips machen nicht süchtig, auch wenn das manchmal den Anschein hat, weil man einfach nicht mehr aufhören kann, die salzigen Teile zu essen. Zur Sucht gehören aber beispielsweise Entzugserscheinungen. Diese entstehen, wenn man den Stoff nicht bekommt. Dann fühlt man sich sehr elend. Das trifft auf die Chips eindeutig nicht zu. Daher hat der Professor die Vorlesung umbenannt und den Nachwuchsstudenten erklärt, warum wir Chips so gerne essen.
Wie schmecken wir?
Wenn man sich vor dem Spiegel selbst die Zunge herausstreckt und diese genau anschaut, kann man eine ziemlich raue Oberfläche erkennen. Tausende von Geschmackspapillen bedecken die Zunge. Diese Papillen enthalten die Geschmacksknospen, und diese wiederum bestehen aus vielen, winzigen Rezeptorzellen. Das sind die Andockstellen für den guten oder schlechten Geschmack. Man unterscheidet dabei verschiedene Geschmacksrichtungen: süß, sauer, salzig, bitter kennt jeder. Es gibt aber auch noch einen fünften Geschmack: umami. Ein Japaner hat diesen Geschmackssinn entdeckt und den Begriff erfunden. Übersetzt heißt das soviel wie "wohlschmeckend".
Was steckt hinter dem fünften Geschmack?
Die Andockstellen für umami werden durch die sogenannte Glutaminsäure gereizt. Das ist ein Baustein, der vor allem in vollreifen Tomaten, Fleisch oder Käse vorkommt. Eine Pizza oder Spaghetti mit Tomatensauce reizt diese Knospen, die dann freudige Signale Richtung Gehirn senden. Das Salz dieser Glutaminsäure nennt man Glutamat. Dieser Stoff wird auch in vielen Lebensmitteln als Geschmacksverstärker eingesetzt - beispielsweise auch in den meisten Chipssorten. Und das schmeckt die Zunge und meldet: "wohlschmeckend".
Welche anderen Sinne essen mit?
Beim guten Geschmack spielt nicht nur die Zunge eine Rolle. Die ganze Bandbreite der verschiedenen Aromen kann man nur mit freier Nase genießen. Wer sich die Nase zuhält oder Schnupfen hat, schmeckt fast nichts oder nur wenig. Das haben die Nachwuchsstudenten selbst ausprobiert: Die Chips schmecken ohne Nase eher nach Papier als nach Paprika. Auch die Ohren hören mit: Kartoffelchips oder auch Kekse mag man nur, wenn sie entsprechend knistern und knacken. Und natürlich isst auch das Auge mit: Blaue oder grüne Chips (die gibt es tatsächlich) finden die Nachwuchsstudenten eklig. Die meisten wollen das nicht essen, wie eine Umfrage des Professors zeigt.
Wer isst was?
Nicht alle Lebewesen mögen Chips. Affen beispielsweise kann man damit nicht anlocken. Affen sind Frugivoren (Fruchtfresser) und lieben damit die süßen Früchte. Salzige Chips spucken sie sofort wieder aus. Raubkatzen sind Carnivoren (Fleischfresser). Sie mögen weder Süßes noch Chips. Der Mensch hingegen gehört zu den Omnivoren (Allesfresser). Er ist nicht wählerisch und mag so ziemlich alles: Obst, Gemüse, Fleisch, Käse und allerlei leckere Naschereien.
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