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Stuttgart - "Wir haben Eltern, die brauchen für ihre Kinder eine Betreuung von 6.30 Uhr an, und andere, die brauchen sie bis 20 Uhr“, sagt Michael Walter. Doch zum Jahreswechsel musste der Leiter des Kinderhauses Regenbogen im Stuttgarter Westen den Eltern eine bedauerliche Mitteilung machen. Von 1. April an könne die Kita erst um 7 Uhr öffnen und müsse ihr Regelangebot bereits um 17 Uhr statt wie bisher um 17.30 Uhr beenden. Und für die zwölf Krippenkinder unter drei Jahren sei künftig nur noch eine achtstündige Öffnungszeit möglich – statt wie bisher elf Stunden. Zudem müssen alle Eltern künftig mit 23 Schließtagen im Jahr zurechtkommen – statt wie bisher mit sechs. Der Grund dafür sind die neuen Richtlinien des Landes zur Kitaförderung und die vom Gemeinderat beschlossene Deckelung der geförderten Öffnungszeiten auf maximal zehn Stunden.
Der Großteil der Eltern wird von der neuen Regelung profitieren, denn sie schreibt nicht nur einen besseren Betreuungsschlüssel in den Tagesstätten vor, sondern erlaubt den Trägern auch, das geförderte Betreuungsangebot künftig von acht auf zehn Stunden aufzustocken. Allerdings gilt diese Möglichkeit nur für Ganztagsgruppen mit Drei- bis Sechsjährigen sowie für altersgemischte Gruppen mit Null- bis Sechsjährigen – nicht aber für reine Kleinkindgruppen. Diese Ungleichbehandlung wird von den Trägern mit Verwunderung und von den Eltern mit Unverständnis zur Kenntnis genommen.
Viele Kinder sind noch nach 17 Uhr da
„Es macht keinen Sinn, unterschiedliche Öffnungszeiten anzubieten“, sagt Walter im Blick auf Geschwisterkinder. Dennoch muss er es jetzt tun. Denn die bisherige elfstündige Öffnungszeit für alle sei schon deshalb nicht mehr möglich, weil die Stadt dem Kinderhaus die seit sieben Jahren gewährte Sonderförderung zum vergangenen Jahresende gekündigt habe und eine Mischfinanzierung mit anderen Kitagruppen aufgrund des neuen Mindestpersonalschlüssels nicht mehr möglich sei.
Das bringe nicht nur die Mutter in die Bredouille, die um 7 Uhr an ihrer Arbeitsstelle in der Krankenhauswäscherei antreten muss, sondern auch Eltern, die im Einzelhandel oder bei internationalen Firmen bis in den Abend hinein arbeiten. Als ergänzende Betreuung können die Eltern von 17 Uhr an (vorher 17.30 Uhr) zwar das Angebot des Kooperationspartners I.S.AR. München gGmbH buchen – allerdings zum Preis von fünf Euro die Stunde. Das sei für die alleinerziehende Friseurin oder die im Schichtbetrieb arbeitende Küchenhilfe finanziell nicht leistbar, sagt Walter, dessen Einrichtung vom Kuratorium Kinderfreundliches Stuttgart 2005 für ihr passgenau buchbares Betreuungsangebot aus den Händen von OB Schuster den ersten „Stuttgarter Innovationspreis für Kindertagesstätten“ verliehen bekommen hatte. Doch gerade auch nach 17 Uhr seien an manchen Tagen noch 40 Kinder da.


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Verkommen
Das gesamte System der Kinderbetreuung ist bei uns in Baden-Württemberg (wahrscheinlich auch in Deutschland) bürokratisch so verkommen, dass sich die Regierung nicht um den ebenso verkommenen Länderfinanzausgleich kümmern sollte, sondern auch um den bürokratisches Irrwitz, der hier stattfindet. Sehr schnell könnten die Probleme der Eltern gelöst werden, wenn nicht an jeder Ecke irgendein Problem aufgebaut würde. Wer da nicht alles mitmischt: die Ministerien, die Regierungspräsidien, die Landratsämter, der KVJS, die Stadtverwaltungen ... es ist ein Wunder, dass überhaupt etwas funktioniert. Wenn aber mal irgendetwas schief läuft, will es keiner gewesen sein. Höchste Zeit, mit dieser unsinnigen, eltern-, kinder- und letztlich wirtschaftsfeindlichen Bürokratie aufzuräumen!
eine neue Märchengeschichte der Politik!!!
Wie schön die rosigen und blumigen Worte der politischen Verantwortlichen, bei der Neuregelung mit den Kindergartenplätze doch geklungen haben. Nur leider waren es doch nur die übligen leeren Versprechungen der Politiker, der konservierenden und rückwärtsgewandten Denkweise. Die christliche Denkweise scheint aus Ihrer Sackgasse des Denkens nicht heraus zukommen. Wir sollten die ewig rückwärts gewandten politischen Taktiker endlich des Feldes verweisen. Der Rückschritt ins geistige Mittelalter zementierte sich nach der Wende, durch rückschrittlich mittelalterlich geprägte Parteien, die eigentlich der vergiftete Stachel im Fleisch der Gesellschaft sind. Eines hatten die DDR Oberen aber schon mal schneller erkannt: Das man auch Frauen an der gesellschaftlichen Teilhabe unterstützen bzw. fördern muß. Die "Wiedervereinigung" war eindeutig für die Frauen ein Rückschritt ins Mittelalter, dank christlicher Nächstenliebe. Wenn man aber mal den jungen Menschen von den Regelungen mit den Kitaplätzen und den Haushaltstag erzählt, kommt es wie ein Märchen vor. Aber unsere Kinder und Zukunft, sind halt keine Banken und haben keine Lobby. Aber bei unser Frauenpersonal in der Landes- und Bundespolitik ist doch schnell der Beweis erbracht, daß das Frauenwahlrecht doch schlecht ist.
Betreuungszeiten
Sehr geehrter Herr Bruno Pfeifle, wir haben mit unseren Arbeitgebern unsere Arbeitszeiten auf das Betreuungsangebot unserer Kita abgestimmt. Durch das neue Konzept der Stadt fehlt uns ab der Umstellung abends eine Stunde Betreuung für unsere Tochter. Die einzige Hoffnung, die uns bleibt, ist, dass unsere Arbeitgeber so flexibel sind, dass wir eine alternative Lösung (weniger arbeiten, geänderte Arbeitszeiten) finden können. Oder dürfen wir unsere Tochter bei Ihnen vorbeibringen? Da Sie die ganze Aufregung ja nicht nachvollziehen können, wäre das von Ihnen doch ein tolles Angebot, die betroffenen Eltern zu unterstützen.