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Kindergärten in Nürtingen Frierende Kinder und klagende Eltern
Wolfgang Berger, 07.02.2012 10:35 Uhr
Wenn es draußen so kalt ist, muss es drinnen warm sein. Foto: dpa-Zentralbild
Wenn es draußen so kalt ist, muss es drinnen warm sein. Foto: dpa-Zentralbild
"Ich halte es für dringend erforderlich, eine Art Masterplan für unsere Kindertagesstätten zu erstellen"
Oberbürgermeister Otmar Heirich

Nürtingen - Die Beschwerden von Eltern im Rathaus von Nürtingen (Kreis Esslingen) haben zugenommen. Demnach zieht es in manchen Kindergärten, und es wird nicht richtig warm. Teilweise ist die Beleuchtung schummrig. Die Klagen hängen laut Siegfried Pantel vom Schul- und Sportamt mit dem Orientierungsplan zusammen, der im Spätsommer 2009 überall im Land eingeführt worden ist.

Ein Schwerpunkt des Plans ist der Übergang zur offenen Arbeit. Die Gruppen sind nicht mehr so starr wie früher, die Kinder können weitgehend frei wählen, wo und was sie spielen. Damit einher geht eine Umwandlung von Räumen in Funktionsräume mit Themenschwerpunkten. Durch Kreativzimmer, Bewegungs- oder Forscherräume ist aber der Raumbedarf gestiegen.

Neu genutzte Nebenräume

Um das pädagogische Konzept umzusetzen, muss der vorhandene Platz in Nürtingen wie in anderen Kommunen auch anders genutzt werden. Auch Nebenräume dienen nun dem Alltagsbetrieb. Das Kindergartenleben findet auch im Flur, im Foyer und an der Garderobe statt.

Zum Spielen ungeeignet

Das schafft Probleme in Kindergärten, die in den 1970er Jahren gebaut worden sind. Denn die technische Ausstattung der neu genutzten Nebenräume entspricht der Nutzung, die beim Bau des Gebäudes geplant gewesen ist. Das gibt der Chef des Eigenbetriebs Gebäudewirtschaft (GWN), Volkmar Klaußer, zu bedenken. Um solche Räume für den Kindergartenalltag tauglich zu machen, müsste etwa wie im Kindergarten Meersburger Straße die Heizung erweitert werden. Mehrere Kindergärten haben Steinfußböden im Eingangsbereich, die zum Spielen ungeeignet sind.

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