Kinderpornografie
Immer mehr Fälle im Land
StZ,
11.03.2010 17:02 Uhr
Stuttgart - In Baden-Württemberg sind weitere Missbrauchsfälle an kirchlichen Einrichtungen bekanntgeworden. An der evangelischen Internatsschule Schloss Gaienhofen am Bodensee wurden Kinder und Jugendliche in fünf Fällen sexuell missbraucht. Auch bei der katholischen Diözese Rottenburg-Stuttgart sind in den vergangenen Wochen mehrere Hinweise auf Missbrauchs-Fälle eingegangen.
Die Fälle an der evangelischen Internatsschule im Kreis Konstanz lägen bis in die 60er Jahre zurück, teilte die Schulträgerin, die Evangelische Landeskirche Baden, am Donnerstag in Karlsruhe mit. Fünf Heimerzieher beziehungsweise Lehrkräfte seien wegen Fällen von sexuellem Missbrauch entlassen worden, erklärte Oberkirchenrat Christoph Schneider-Harpprecht. In einem Fall sei es um den Besitz von Kinderpornografie gegangen. In zwei Fällen hätten die Betroffenen Anzeige erstattet. Die Schule hat rund 500 Schüler.
Schneider-Harpprecht hob hervor, dass in allen bislang bekannten und bearbeiteten Fällen im Bereich der evangelischen Landeskirche rechtlich gegen die Täter vorgegangen worden sei. "Wir haben klare Leitlinien, die eine frühe Einbindung der Justizbehörden vorsehen." Die Landeskirche schreibe zudem die ehemaligen Schülerinnen und Schüler aller bestehenden und schon geschlossenen Internate an. Die Fälle, die in der katholischen Kirche in Württemberg seit Mitte Februar angezeigt worden sind, liegen nach Angaben der Diözese viele Jahre oder Jahrzehnte zurück. Am 18. März soll sich die Kommission Sexueller Missbrauch der Diözese mit den Vorwürfen beschäftigen.
Der Bischof sagte, alle eventuell betroffenen Stellen seien von ihm angewiesen worden, in ihrer Vergangenheit nach Fällen von sexuellem Missbrauch zu suchen. Um alle Fälle aufklären zu können, sei die Kirche aber darauf angewiesen, dass sich Betroffene meldeten. Bisher ist in der Diözese ein konkreter Verdachtsfall von sexuellem Missbrauch öffentlich bekannt. Drei frühere Heimkinder hatten der Diözese erklärt, sie seien in einem früheren Kinderheim der kirchlichen Stiftung Piuspflege in Attenweiler missbraucht worden.
Die Evangelische Landeskirche in Württemberg will eine Missbrauchskommission einsetzen. Sie soll sich mit möglichen Fällen beschäftigen, die angezeigt werden, sagte ein Sprecher des Landeskirche am Rande der Frühjahrstagung der Landessynode. Es sei eine Vorsichtsmaßnahme, um möglichen Anzeigen begegnen zu können. Bisher hätten Opfer und Zeugen drei Verdachtsfälle gemeldet. Bei zwei Fällen zeichne sich ab, dass kein Anlass zum Handeln bestehe.
Die Fälle an der evangelischen Internatsschule im Kreis Konstanz lägen bis in die 60er Jahre zurück, teilte die Schulträgerin, die Evangelische Landeskirche Baden, am Donnerstag in Karlsruhe mit. Fünf Heimerzieher beziehungsweise Lehrkräfte seien wegen Fällen von sexuellem Missbrauch entlassen worden, erklärte Oberkirchenrat Christoph Schneider-Harpprecht. In einem Fall sei es um den Besitz von Kinderpornografie gegangen. In zwei Fällen hätten die Betroffenen Anzeige erstattet. Die Schule hat rund 500 Schüler.
"Frühe Einbindung der Justizbehörden
Schneider-Harpprecht hob hervor, dass in allen bislang bekannten und bearbeiteten Fällen im Bereich der evangelischen Landeskirche rechtlich gegen die Täter vorgegangen worden sei. "Wir haben klare Leitlinien, die eine frühe Einbindung der Justizbehörden vorsehen." Die Landeskirche schreibe zudem die ehemaligen Schülerinnen und Schüler aller bestehenden und schon geschlossenen Internate an. Die Fälle, die in der katholischen Kirche in Württemberg seit Mitte Februar angezeigt worden sind, liegen nach Angaben der Diözese viele Jahre oder Jahrzehnte zurück. Am 18. März soll sich die Kommission Sexueller Missbrauch der Diözese mit den Vorwürfen beschäftigen.
Der Bischof sagte, alle eventuell betroffenen Stellen seien von ihm angewiesen worden, in ihrer Vergangenheit nach Fällen von sexuellem Missbrauch zu suchen. Um alle Fälle aufklären zu können, sei die Kirche aber darauf angewiesen, dass sich Betroffene meldeten. Bisher ist in der Diözese ein konkreter Verdachtsfall von sexuellem Missbrauch öffentlich bekannt. Drei frühere Heimkinder hatten der Diözese erklärt, sie seien in einem früheren Kinderheim der kirchlichen Stiftung Piuspflege in Attenweiler missbraucht worden.
Die Evangelische Landeskirche in Württemberg will eine Missbrauchskommission einsetzen. Sie soll sich mit möglichen Fällen beschäftigen, die angezeigt werden, sagte ein Sprecher des Landeskirche am Rande der Frühjahrstagung der Landessynode. Es sei eine Vorsichtsmaßnahme, um möglichen Anzeigen begegnen zu können. Bisher hätten Opfer und Zeugen drei Verdachtsfälle gemeldet. Bei zwei Fällen zeichne sich ab, dass kein Anlass zum Handeln bestehe.
Weitere Artikel


23 Mal Stuttgart – wir stellen Ihnen alle 23 Stadtbezirke vor >>


Gibt es da nicht einen Unterschied?
Es erinnert sehr an Boulevard-Journalismus, wenn ein Artikel über die aktuell bekannt werdenden Missbrauchsfälle mit "Kinderpornografie - Immer mehr Fälle im Land" überschrieben wird. Kinderpornografie: "Der Begriff Kinderpornografie bezeichnet die ... Darstellung sexueller Handlungen von und an Kindern. Der Begriff der Kinderpornografie ist auf prinzipiell alle Medien anwendbar, bezieht sich in der Praxis aber meist auf Foto- oder Filmmaterial." (Wikipedia) Sexueller Missbrauch von Kindern: "Sexueller Missbrauch von Kindern bezeichnet willentliche sexuelle Handlungen mit, an oder vor Kindern. Typischerweise spielt dabei ein Macht- oder Wissensgefälle zwischen dem Täter und seinem kindlichen Opfer eine zentrale Rolle." (Wikipedia) Das so zu vermischen, weil es in einem (!) Fall um den Besitz von Kinderpornografie ging ist sensationsheischend, und schlichtweg falsch.