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Kindertagesstätte in Ludwigsburg Bahn frei für Seepferdchen
Ludwig Laibacher, 25.01.2012 13:36 Uhr
Neue Foto: dpa
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Ludwigsburg - Auch wenn die Räume für die Seepferdchen-Tagesstätte noch gar nicht gebaut sind: die vom Träger Klett Schütte GmbH auf dem Bleyle-Areal in der Weststadt geplante Einrichtung ist schon jetzt in den Bedarfsplan für die Ludwigsburger Kindergärten aufgenommen worden. Dort sollen 55 Plätze entstehen, 45 davon für die Betreuung der unter Dreijährigen. Für die Stadt ist das ein weiterer wichtiger Baustein beim Ausbau der Kleinkinderbetreuung. Bis Mitte 2013 sollte die Stadt Betreuungsplätze für 34 Prozent der ganz Kleinen anbieten können, aktuell reichen die Räume aber nur für 23 Prozent: 854 Plätze sind nötig, 274 fehlen noch.

Erster Betriebskindergarten in Ludwigsburg

Der Tagesstätte Seepferdchen kommt noch in anderer Hinsicht eine Sonderrolle zu: mit dem Ja zur städtischen Förderung hat der Bauausschuss den Weg für den ersten Betriebskindergarten in Ludwigsburg geebnet. „Die Arbeitgeber tun sich schwer“, sagt der Erste Bürgermeister Konrad Seigfried. Häufig fehle in den Firmen das nötige Knowhow, so dass falsche Rechnungen aufgestellt würden. Nicht zuletzt, weil Sachbearbeiter in den Personalabteilungen davon ausgingen, die Unternehmen könnten alles allein schultern. Am Ende scheiterten die guten Absichten an den enormen Kosten, so der Bürgermeister weiter.

Stadt finanziert kräftig mit

Das Vorhaben am Bleyle-Areal sei zustande gekommen, weil die Stadt den Löwenanteil der Finanzierung trage, sagt Seigfried. Demnach steuert Ludwigsburg 68 Prozent der Kosten für die unter Dreijährigen und 63 Prozent der Kosten für die Drei- bis Sechsjährigen bei. Diese Ansätze entsprechen den vom Städte- und Gemeindetag ermittelten Pauschalen. Im Jahr 2013 muss die Stadt knapp 120 000 Euro, 2014 dann 476 000 Euro zahlen.

Fördermittel fließen zeitverzögert

Ein Teil dieser Aufwendungen erstattet zwar das Land, aber nur zeitverzögert. Da die Fördermittel erst zwei Jahre später fließen, vermindern sich die Kosten für die Tagesstätte erst im Jahr 2015 auf 28 550 Euro. Das Konstrukt hat für die Stadt den Vorzug, dass keine Investitionskosten anfallen. Die Baukosten übernimmt der Investor, und die Firma D² Real Estate holt sich Fördermittel von einer halben Million beim Bund.

Zu diesen 45 Plätzen für Kleinkinder am Bleyle-Areal kommen weitere 130, deren Bau schon in die Wege geleitet wurde: In der Wilhelm-Nagel-Straße sind 10 Plätze vorgesehen, im Kinder- und Familienzentrum (KiFaZ) Poppenweiler 30, im KiFaZ Sonnenberg 10, in der Uhlandstraße 20, an den Bäderwiesen 10 und an der Kurfürstenstraße ebenfalls 10 sowie jeweils 20 in den Stadtteilen Hoheneck und Oßweil.

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