Weitere Kreise
 
 
Kino in Ludwigsburg Damit Kinder einmal ein Kino von innen sehen
Ludwig Laibacher, 26.01.2012 14:10 Uhr
Schülern soll das Kino schmackhaft gemacht werden. Foto: dpa
Schülern soll das Kino schmackhaft gemacht werden. Foto: dpa
"Die Mischung muss stimmen"
Melanie Hoffmann vom Verein Kinokult

Ludwigsburg - Inzwischen müssen Kinder an das Kino herangeführt werden wie ans Lesen. Eine Analyse hat jüngst ergeben: nur ein Drittel der Schüler bis 16 Jahre hat schon einmal ein Kino von innen gesehen. Die Landesmedienzentrale (LMZ ) hat daraus die Konsequenz gezogen und die Schulkinowoche ins Leben gerufen.

In diesem Jahr wird sie schon zum sechsten Mal organisiert. In Ludwigsburg werden wie im Vorjahr das Kino Central und der Verein Kinokult kooperieren. Im Lichtspieltheater am Schillerplatz wie auch im Scala werden vom 5. bis 9. März je zehn Filme für Schulklassen gezeigt. Zu buchen sind die Vorstellungen nur für Klassenverbände, die Anmeldefrist läuft schon. Die Vorstellung des Films „Willi und die Wunder dieser Welt“ am 9. März im Central ist bereits ausverkauft. Doch die Kinos sind flexibel: Bei entsprechend großer Nachfrage gibt es eine zweite Vorstellung. Für die Vorauswahl des Programms lässt sich die Landesmedienzentrale vor allem von drei Kriterien leiten: die Filme müssen schon erfolgreich gelaufen sein, sie sollten den Schulfächern Deutsch, Fremdsprachen oder Menuk (Mensch, Natur und Kunst) und sie sollten den Jahrgangsstufen eins bis acht zugeordnet werden können. „Die Mischung muss stimmen“, sagt Melanie Hoffmann vom Verein Kinokult.

Der Gewinn liegt in der Zukunft

In Ludwigsburg werden unter anderem „Vorstadtkrokodile“, „Drachenzähmen leicht gemacht“, „Kuddelmuddel bei Pettersson und Findus“, „Serengeti“, „Tom Sawyer“, „Karate Kid“, „Taste the Waste“ und „The Social Network“ gezeigt. Im Vorjahr hatte „Der kleine Nick“ alle Besucherrekorde geschlagen, darum wurde der Film auch in diesem Jahr noch einmal ins Programm aufgenommen. Jeder Schüler muss drei Euro für den Kinobesuch aufbringen. „Damit bewegen wir uns an der absoluten Untergrenze“, sagt Claus Wollenschläger. Unter finanziellen Gesichtspunkten lohne der Aufwand nicht, sagt der Besitzer des Central. Der Gewinn liege in der Zukunft: „Auf diese Weise können wir viele Kinder – und vielleicht auch deren Eltern mal wieder – für das Kino begeistern.“ Was den Lichtspieltheatern die Teilnahme versüße, sei das LMZ-Engagement, sagt Rainer Storz von Kinokult. „Die machen die ganze Werbung, bringen eine Broschüre heraus und sie machen die Buchung für alle Vorstellungen.“ Die Verleiher verzichten auf die übliche Garantiesumme von 150 Euro pro Vorführung. Die Veranstaltung kann nicht von einzelnen Schülern, sondern nur von Lehrern gebucht werden.

// Weitere Informationen im Internet unter www.schulkinowoche.lmz-bw.de
Kommentare (0)
Autor*
Betreff*
Ihr Kommentar*
Optionale Felder
Die Redaktion veröffentlicht ausgewählte Kommentare auch in der gedruckten Ausgabe der Stuttgarter Zeitung. Voraussetzung ist, dass der Beitrag mit Namen, Postanschrift und E-Mail (Adressen werden nicht veröffentlicht) vorliegt.
Email-Adresse (wird nicht veröffentlicht)
Anschrift