Kleinspielfeld für Sportforum Vaihingen-West Eine Erfolgsstory erhält das i-Tüpfelchen

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Das Sportforum Vaihingen-West soll noch in diesem Jahr ein Kunstrasenkleinspielfeld bekommen. Dieses war bereits in der Gesamtplanung vorgesehen, bisher ist der Bau jedoch an der Finanzierung gescheitert. Nun ist das benötigte Geld da.

Bald existiert für den Fußball-Nachwuchs noch eine weitere Trainingsfläche auf dem gut besuchten Gelände des Sportforums Vaihingen-West. Foto: Archiv Kai Müller
Bald existiert für den Fußball-Nachwuchs noch eine weitere Trainingsfläche auf dem gut besuchten Gelände des Sportforums Vaihingen-West.Foto: Archiv Kai Müller

Vaihingen - Mit einem persönlichen Brief hat sich CDU-Stadtrat Jürgen Sauer dieser Tage Hilfe suchend an die Sportbürgermeisterin Susanne Eisenmann gewandt. Nicht nur in seiner Funktion als Betreuungsstadtrat von Vaihingen, sondern wohl noch mehr als Präsident des SV Vaihingen bittet er darum, dass das Kunstrasenkleinspielfeld auf dem Gelände des Sportforums Vaihingen-West baldmöglichst realisiert wird.

Im Juli 2010 ist das Gelände vom damaligen Oberbürgermeister Wolfgang Schuster seiner Bestimmung übergeben und vom eigens gegründeten Sportforum Vaihingen-West in Betrieb genommen worden. „Daraus entwickelte sich eine Erfolgsstory, die bis heute anhält und mittlerweile 13 Jugend- (darunter drei Mädchenmannschaften) sowie zwei aktiven Fußball-Mannschaften, der im Sportforum zusammengeschlossenen Sportvereine 1. FC Lauchhau-Lauchäcker 04 und Omonia GFV Vaihingen, eine Heimat bietet“, schreibt Sauer in seinen Brief.

Die Nutzerzahlen sprechen für sich

Auch mehrere Mannschaften des SV Vaihingen trainierten dort zweimal in der Woche. Aufgrund des großen Zulaufes habe der Vertrag mit dem SV Vaihingen unlängst jedoch nicht mehr verlängert werden können. „Als zweiter Bauabschnitt war vorgesehen, so bald wie möglich neben dem Kunstrasenfeld in östlicher Richtung auch noch ein Kleinspielfeld zu bauen“, heißt es in dem Brief weiter. Genau darum wolle er Eisenmann nun auch bitten, „denn die genannten Zahlen der dort nicht nur trainierenden, sondern auch ihre Punktspiele austragenden Mannschaften machen klar, wie dringend dieses Kleinspielfeld gebraucht wird“.

Bisher sei das Gelände unvollendet, verdeutlicht Sauer. „Als zentrales Schlussstück, als Krönung der Anlage fehlt noch das Kunstrasenkleinspielfeld.“ Allein im Wohngebiet Lauchäcker gebe es unter den 2200 Einwohnern rund 800 Kinder. „Nutzer gibt es also genug“, sagt er. Des Weiteren müsse man dafür sorgen, dass „Mitglieder wie Verantwortliche der im Sportforum zusammengeschlossenen Vereine nicht zum Opfer ihres eigenen Erfolges, sprich Zulaufes, werden“, betont er.

250 000 Euro stehen zur Verfügung

Günther Kuhnigk, der Leiter des Amts für Sport und Bewegung, kann auf Nachfrage mit guten Nachrichten aufwarten: „Wir haben vor, das Kunstrasenkleinspielfeld noch in diesem Jahr zu bauen“, kündigt er an. Es sei Bestandteil der Gesamtplanung und man wolle es nun realisieren. Bisher sei die Umsetzung an der Finanzierung gescheitert. Nun aber habe man 250 000 Euro aus der Investitionspauschale des Sportamtes angespart. Aus diesem Budget stemmt das Amt Sanierungen und kleinere Baumaßnahmen. „Wir haben die Prioritäten so gesetzt, dass dieses Jahr das Sportforum dran ist“, erklärt der Sportamtsleiter.

Die Gründe sprächen für sich: „Die Frequentierung des Sportforums ist ausgezeichnet. Es platzt quasi schon aus allen Nähten was die Belegung angeht“, so Kuhnigk. Man sei seit gut zwei Jahren mit den dortigen Vereinen im Gespräch. „Wir sehen die Dringlichkeit“, sagt er. Sobald der aktuelle Doppelhaushalt vom Regierungspräsidium endgültig genehmigt worden sei, werde man alles in die Wege leiten. Das Tiefbauamt schließe aktuell die Planungen ab, berichtet er. In Kürze schreibe man die Arbeiten aus.

Im Frühjahr soll es losgehen

„Im Frühsommer ist der Baubeginn angedacht. Die Bauzeit beträgt etwa vier Monate“, erzählt er. Das Kleinspielfeld werde 35 mal 25 Meter nutzbare Spielfläche haben und damit einen etwas anderen Umfang als normale Kleinfeldplätze, die üblicherweise 20 mal 40 Meter groß sind, schildert er. „Es kann als Trainingsfeld dienen und wird damit den großen Platz extrem entlasten“, sagt Kuhnigk. Darin sei man sich mit allen Nutzern einig.

Der Leiter des Amts für Sport und Bewegung äußert zudem sein Wohlwollen über den großen Erfolg des Sportforums Vaihingen-West: „Es ist das erste multifunktionale Sportgebiet in Stuttgart. Wir betrachten mit großer Freude, wie es sich entwickelt.“ Auf ihm seien Vereinssport, Freizeitsport, Spielplätze und Begegnungsmöglichkeiten, auch für Ältere, optimal gebündelt, erläutert er. Darauf dürfe man durchaus auch ein bisschen stolz sein.

Realisierung stand schon länger fest

Die Präsidentin des Sportforums Vaihingen-West, Roswitha Blind, zeigt sich erfreut über die Nachricht. Eine Neuigkeit sei dies aber freilich nicht, betont sie. „Es war schon länger klar, dass das Kleinspielfeld kommt. Der Brief von Herrn Sauer war daher eigentlich überflüssig“, sagt die SPD-Fraktionsvorsitzende.

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