Klett, Rommel, Schuster Drei Männer haben Stuttgart geprägt
Theresa Schäfer, 07.01.2013 10:00 UhrStuttgart - Nur drei Oberbürgermeister haben Stuttgart seit 1945 geführt - umso stärker prägten Arnulf Klett, Manfred Rommel und Wolfgang Schuster mit ihrem jeweils ganz eigenen Stil die Politik und das Leben in der Landeshauptstadt.
Unter Arnulf Kletts Ägide wurde das vom Krieg gezeichnete Stuttgart wieder aufgebaut (die eine oder andere Bausünde fällt auch in die Verantwortung des parteilosen Juristen). Manfred Rommel führte die Stadt durch die schwierige Zeit des Deutschen Herbstes und sorgte dafür, dass Stuttgart über Stammheim, Schleyerentführung und Mogadischu seine schwäbische Liberalität nicht verlor. Wolfgang Schuster wurde für das Kunstmuseum und die neue Stadtbibliothek gelobt und für Stuttgart 21 von vielen verteufelt.
Mit der Amtseinführung des neuen Stadtoberhaupts Fritz Kuhn ist es auch Zeit zurückzublicken - in unserer Bildergalerie begeben wir uns auf eine Zeitreise.






Leser-Meinung unerwünscht
In der gestrigen StZ-Leser-Umfrage erhielt Ex-OB Schuster von 60 % der Teilnehmer die Schulnoten 5 bzw. 6. Was tut diese 'Zeitung' daraufhin? Sie löscht das Ergebnis kommentarlos und ersetzt die Umfrage durch eine andere. Was für ein Armutszeugnis.
Schuster war sich darüber im Klaren, was in den nächsten Jahren ans Licht der Öffentlichkeit kommen wird -
Es wächst sozusagen vom Killesberg über das Gerber bis zum sogenannten Milaneo - das Dorotheenquartier mit dem Breuninger nicht zu vergessen. Dazwischen unhübsche Bürobauten und unter allem das Tunnelsystem der Bahn mit dem quer zum Nesenbach liegenden unterdimensionierten Bahnhöfle des Herrn Ingenhoven im Andhydrit. dann die fehlende bürgermeisterliche Sorge für Kinder, Alte, Kranke und solche, die nicht so viel Geld haben. Insgesamt also ein mieses Resümee. Gockelprojekte wie Olympia und der Trumpp-Tower am Prag, S 21, Ausbau der Rennbahnen durch Stuttgart und die Abholzung des Schloßgartens - dafür steht dieser OB mitsamt seinem abnickenden Gemeinderat. Schuster weiß, weshalb er geht.
Es liegt an uns Frauen, einen guten OB zu wählen
Frau Wilhelm scheidet daher aus. Sie ist blass und meinungsschwach, und bietet keine Schwerpunkte und Konzepte, um Veränderungen einzuleiten, Weichen zu stellen und Stuttgart nach vorne zu bringen und für die Zukunft zu rüsten. Andere Kandidaten wie Loewe oder Rockenbauch haben da mehr Ideen. Frau Wilhelm steht für Stillstand - sie würde verwalten, nicht gestalten. Dafür hat sie einen unbändigen Willen zur Karriere. Das reicht aber nicht und ist einem OB eher abträglöich (siehe Schuster).