Klinikum in Stuttgart Harter Wettbewerb um Pflegekräfte

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Das Klinikum in Stuttgart wirbt erstmals um Altenpfleger, es gibt mehr Stellenangebote als Bewerber. Die Heimträger sind darüber verärgert.

Im Krankenhaus können auch Altenpfleger gut eingesetzt werden. Foto: Achim Zweygarth
Im Krankenhaus können auch Altenpfleger gut eingesetzt werden.Foto: Achim Zweygarth
Stuttgart - Das städtische Klinikum sucht für sein Zentrum für Innere Medizin nach Altenpflegern. Was auf den ersten Blick wie eine unbedeutende Nachricht erscheinen mag, birgt durchaus Sprengstoff. Denn das Klinikum betritt mit seiner Personalpolitik Neuland in Zeiten, in denen der Arbeitsmarkt für Krankenpfleger leer gefegt ist und alle Kliniken nach Wegen suchen, Fachkräfte zu werben. Bei den Trägern der Altenhilfe kommt der Vorstoß jedenfalls nicht gut an.

Bernhard Schneider, der Vorsitzende des Trägerforums Altenpflege Stuttgart und Hauptgeschäftsführer der evangelischen Heimstiftung, warnt davor, sich auf dem Arbeitsmarkt Konkurrenz zu machen. "Es kann nicht sein, dass wir uns gegenseitig die qualifizierten Leute wegfischen." Er plädiert stattdessen dafür, gemeinsam nach Wegen zu suchen, wie man junge Menschen ganz generell für die Pflege gewinnen kann.

Ausbildung von Kranken- und Altenpflegern hat Gemeinsamkeiten


Schneider begrüßt deshalb auch die derzeitige Initiative des Bundesgesundheitsministeriums, die Pflegeausbildungen mit der nächsten Reform zusammenzulegen. "Es gibt bei der Ausbildung von Kranken- und Altenpflegern einige Überschneidungen. Bestimmte Module könnten schon jetzt gemeinsam unterrichtet werden", findet auch Schneider. Er hat sich deshalb schon vor Monaten - noch als Chef des städtischen Eigenbetriebs Leben und Wohnen (ELW) - an das Klinikum gewandt mit dem Vorschlag, Ideen zu entwickeln, wie die Krankenpflegeschule des Klinikums und die Altenpflegeschule des ELW zusammenarbeiten könnten. Gehör gefunden hat er nicht, umso ärgerlicher findet Schneider jetzt den Vorstoß der Klinikleitung.

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hat wohl ca. EUR 600.000.000 'auf die Seite gelegt'. So funktioniert das.: 'Auf die Seite gelegt' heißt hier: in einer Stiftung in Österreich steuerschonend geschützt. Deutschland, die Adligen und die 'Junker', die neuen Feudalherren 'Politiker', 'Wirtschaftsführer' und andere 'Machthaber und Kungelrunden' - genau so wie FRÜHER. Nur heute mit 'DSDS', 'iphone', 'Ei-Pot', TV und Auto. Sonst nix neues. Ich bin für eine neue Gemeinsamkeit, ein neues Miteinander, ohne lügende und betrügende Eliten. Am besten freiwillig. Das wäre dann 'Einheit' - zwischen den Menschen.

Altenpfleger: Jedem, der dies gut heisst, wünsche ich, dass er, oder ein Familienmitglied, baldmöglichst von billigeerem Nicht-Krankenpflegefachpersonal behandelt wird. Wissen sie denn nicht, dass sie als Kassenpatient sowieso schon das billigere Kontrastmittel oder Narkosemittel bekommen, Nebenwirkungen inklusive? Also auch das billigere Nicht-Fach-Personal. Statt dem Elektriker tut es doch auch ein Klemptner, der sich auskennt?

Altenpfleger im Krankenhaus: Während für Milliarden ein Bahnhof verbuddelt und rückständig wird (intergraler Taktbahnhof nicht möglich bei S 21), werden jetzt billigere Altenpfleger im Klinikum eingesetzt. Gab es da nicht einmal eine Ausbildung zur Krankenschwester? Wundern sie sich also nicht, wenn sie im Krankenhaus gewaschen und gepflegt werden, dafür aber den Verbandswechsel, die Infusion, die Medikamente, die Schmerzmittel von unqualifiziertem Personal verabreicht bekommen. Das zwar eingelernt wurde, aber die Hintergründe wie multiresistente Keine, Aspiration, Erkennen von Herzinsuffizienz , Atemnot bei Überwässerung, Atemdepression bei Schmerzmittelüberdosierung und tausend andere Dinge eben nicht erkennen wird! Und erzählen sie einmal als frischoperierter Patient einem schlecht deutsch sprechenden, indischem Pfleger etwas von diffusen Schmerzen, Schwindel, Kreislaufproblemen. Herzschmerzen. Die Missachtung der Arbeit des qualifizierten Pflegepersonals ist weiterhin unglaublich! Fachausbildungen für Intensiv und Anästhesie, Nephrologie, Psychiatrie, Onkologie, Palliativmedizin, das alles ersetzt doch ein billigerer Altenpfleger! ALs Patient sollten sie dann gleich ins Altenheim gehen und sich vom Hausarzt operieren lassen. Auch das kommt die Allgemeinheit billiger. Dann können doch gleich Altenpfleger als Kinderkrankenschwester arbeiten. Was soll es denn, Frühgeborene oder 9o -jährige! Ist doch egal. Ein Beatmungsgerät kann doch jeder einstellen... Das können doch auch Ein-Euro-Mütter? Und eine Intensivschwester für 10 Frühgeborene, das muss dann reichen! Was war das für ein Kampf 1984, als man als Kinderkrankenschwester noch energisch dafür eintrat, dass eine Krankenschwester eben nicht so einfach Frühgeborene oder Kinder wie Erwachsene behandelt. Schaffen wir doch die Ausbildung der Kinderkrankenschwester ab, vielleicht können wir ja auch Kinderärzte einsparen. Altenpfleger als Grundausbildung, Hausärzte statt Fachärzte reicht für alles! Auch Hausärzte können Patienten durch das MRT schieben lassen. Dafür brauche ich doch keinen teuren Spezialisten!

.: Solange in der Pflege teilweise Hungerlöhne bezahlt werden, Überstunden nicht vergütet werden, es in kirchlichen nicht einmal das Betriebsverfassungsrecht gilt - solange wird sich die Personelle Situation zurecht nicht ändern.

Hilfe - Deutsche Facharbeiter rennen dem Arbeitsangebot davon!!!!: Wir brauchen mehr Fachkräfte!!!!! Do Brüllt Mutti Merkel und Co. und so brüllen nun auch die Chef´s in den Kliniken! Recht so, das Personal rennt den bornierten Ärzten mit den Minigehäldern davon! Klasse, der Karren ist doch mehr als an die Wand gefahren! Dieser Art der Politführung fehlt doch jede Balance. Gerechtigkeit sieht doch normal anders aus. Die Fachkräfte von uns könnt ihr z.B. in Schweden finden. Die haben alle die Schnauze voll von den miesen Arbeitsbedingungen. Holt ruhig die Mädels aus Thailand, oder von den Philippinen! Die arbeiten gerne für ein Nasenwasser. Wenn ich wenig Verdienst gewohnt bin und dann nach Deutschland kommen darf, oder gar mit dem goldenen Tablett am Airport abgeholt werde, dann ist der Verdienst hier gesehen ein Vermögen! Hilfe, Deutschland und die Arbeitspolitik ist nur noch ein Brechmittel! Bei Risiken oder Nebenwirkungen fragen Sie ihren Arzt oder Rösler

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