KommentarKommentar zu EnBW-Sparkurs Frank Mastiaux setzt ein Zeichen

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Frank Mastiaux legt die Details seines Kürzungsprogramms vor. Aber Sparen alleine reicht nicht. Der EnBW-Chef muss die Lähmung seines Unternehmens überwinden, kommentiert Michael Heller.

Frank Mastiaux führt die EnBW seit etwa drei Monaten. Foto: dapd
Frank Mastiaux führt die EnBW seit etwa drei Monaten.Foto: dapd

Stuttgart - Frank Mastiaux, der neue EnBW-Vorstandschef, hat sich bisher rar gemacht. Seit fast genau drei Monaten ist der Neue im Amt, aber bisher hat er die Belegschaft des Energiekonzerns und die Öffentlichkeit darüber im Unklaren gelassen, wohin die Reise gehen soll. Die Details des Sparprogramms geben jetzt einen Fingerzeig. Allem Anschein nach werden die Zügel angezogen, wofür es freilich auch gute Gründe gibt. Denn eigentlich ist es niemandem zuzumuten, dass ein Sparprogramm verabschiedet wird, dessen Auswirkungen aufs Personal dann geschlagene zwölf Monate offen bleiben. Kurz vor Weihnachten mit einer solchen Nachricht für die Beschäftigten aufzuwarten, zeugt nicht von übermäßig großer Sensibilität, mag aber auch als Ansage verstanden werden: Es kommen harte Zeiten.

Personalabbau alleine ist aber noch kein Programm für die Zukunft. Das weiß sicher auch Mastiaux, der die Lähmung überwinden muss, die den Konzern im letzten Amtsjahr von Vorgänger Hans-Peter Villis befallen hat. Der neue Mann muss vor allem Antwort auf die Frage geben, wie die EnBW mit der Energiewende umgehen will. Er muss aber auch im Konzerngeflecht einiges ändern, zum Beispiel die Strukturen vereinfachen. So sind gut 150 Tochtergesellschaften einfach zu viel, um einen Konzern vernünftig führen zu können.

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6 KommentareKommentar schreiben

Wer hat recht?: Die offizielle Pressemitteilung der EnBW vom 21.12.2012: 'Effizienzprogramm FOKUS: Einigung zum Maßnahmenpaket mit Arbeitnehmern erzielt' (http://www.enbw.com/content/de/presse/pressemitteilungen/2012/12/pm_20121221_fokus_cu_mw01/index.jsp) Herr Heller hat also die Angaben der EnBW korrekt wiedergegeben. Doch was erwartet die Mitarbeiter nach Weihnachten? Mastiaux macht ernst, wenn nicht, wird er seinen Platz nicht halten können.

schlechter kommentar: 'Kurz vor Weihnachten mit einer solchen Nachricht für die Beschäftigten aufzuwarten'.... wissen wir doch alles längst. ursprünglich sollten doch 1600 stellen abgebaut werden. 1350 ist neu.

schlecht informiert: gebe meinem Vorschreiber recht! Zudem wird weniger Personal abgebaut als ursprünglich geplant, also eher gute Nachrichten für die Belegschaft. Der Artikel kommt zu spät und mit falschen Fakten!

Schlecht recherchiert....: Guten Tag Herr Heller, dieser Kommentar ist sehr schlecht recherchiert. Sie sind nicht im Bilde, was in diesem Unternehmen seit einem Jahr unternommen wird. Die Mitarbeiter sind schon seit einerm Jahr informiert und wissen sehr genau wo die Reise hingeht. Bitte erst richtig recherchieren bevor Sie einen solchen Bericht verfassen! Vielen Dank im Voraus für die zukünftigen besseren Kommentare. Ein EnBW-Mitarbeiter

Strompreiserhäöhung: Wenn ich die für 2013 erklärten Strompreiserhöhungen für mein Unternehmen und die Begründungen dafür anschaue, kann ich nur zu dem Schluß kommen, daß es sich bei der EnBw schon fast um eine kriminelle Vereinigung handelt, die auch noch von der Politik und der Politik nachestehenden Organisationen subventioniert wird. Soll die EnBw doch endlich einmal die Gehaltsstruktur des Managements bis zur Ebene 4 offenlegen, um die exorbitanten Preiserhöhungen zu rechtfertigen. Ich jedenfalls kann nicht erkennen, daß Arbeitsplätze abgebaut werden sollen und das Management sich mit Preiserhöhungen die Taschen füllt. Das die Dummheit und Unfähigkeit von Poilitkern dieses Verhalten noch sanktioniert, zeigt doch die zumindest geistige Korruption in diesem Land. Manchmal frage ich mich, Welche Beträge an Politiker gezahlt werden, damit diese sich in Schweigen hüllen

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