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Stuttgart - Nun sind sie nur noch einen Antrag von der Realisierung entfernt: Aller Voraussicht nach wird es im Herbst im Südwesten 34 Gemeinschaftsschulen geben. Die Erwartungen an die neue Schulart sind hoch - vor allem bei den Regierungsfraktionen und ihren Anhängern. Die Gemeinschaftsschule steht für längeres gemeinsames Lernen, für individuelle Förderung, für neue Lernformen und für ein anderes Schulklima. Sie ist als Prestigeprojekt der Landesregierung zum Erfolg verpflichtet. Grüne und SPD werden das ihrige dazutun.
Man kann sicher sein, dass die 34 ausgewählten Schulen die besten Voraussetzungen für einen Erfolg des Prestigevorhabens der neuen Regierung mitbringen. Bei allem vielversprechenden pädagogischen Überbau wird aber erst die Nachfrage erweisen, ob die Gemeinschaftsschule eine Alternative zu anderen Schulformen werden kann. Spannend wird sein, wie viele Eltern ihre Kinder dort anmelden und eben nicht an Realschule oder Gymnasium. Wenn sich die Zusammensetzung der Schülerschaft nicht ändert, dann könnten Gemeinschaftsschulen die gleichen Akzeptanzprobleme bekommen wie die Werkrealschulen.
Prüfstein für die Kultusministerin
Ebenso interessant wird es im Herbst werden, wenn sich weitere Gemeinden um die Einrichtung von Gemeinschaftsschulen bewerben können. Die erste Runde haben Schulen unter sich ausgemacht, die seit Jahren spezielle pädagogische Wege gegangen sind und diese jetzt quasi legalisiert bekommen. In der zweiten Runde wird es darum gehen, den Kreis auf Schulen auszudehnen, die sich neu auf die Materie einlassen. Dann werden konkretere Vorgaben für die pädagogischen Konzepte ebenso notwendig werden wie regionale Schulentwicklungspläne.
Dann wird sich die Regierung nicht länger darauf beschränken können, die Reformen "von unten wachsen zu lassen". Das wird auch ein Prüfstein für die Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer werden. Auch die SPD-Ministerin ist zum Erfolg verpflichtet. Ihr Start ins Amt war holprig. Von Anfang an schlug der früheren Mannheimer Schulbürgermeisterin Skepsis entgegen. Zweifel an ihrer Sachkenntnis bestätigte sie noch dadurch, dass sie sich in Details ihres vielfältigen Aufgabengebiets als nicht sattelfest erwies.
Mehrfach musste sie öffentliche Ankündigungen zurücknehmen, lange blieb sie bei angekündigten Reformen den Beteiligten und Interessierten detaillierte Konzepte schuldig. Das schaffte Unmut in den eigenen Reihen und im eigenen Haus. Das Kultusministerium hat viel gearbeitet. Vier Gesetze wurden bereits auf den Weg gebracht: die Werkrealschule wird geändert, das neunjährige Gymnasium wieder ermöglicht, die Grundschulempfehlung ist abgeschafft - und nun kommt die Gemeinschaftsschule.
Unmut im Kultusministerium
Damit sind formal einige zentrale Wahlversprechen eingelöst. Doch die Ministerin konnte dies bisher nicht in zählbare Erfolge für sich und ihr Haus ummünzen. Ihre Kritiker erwarten, sie müsse sich stärker gegen das Finanzministerium behaupten, das inhaltlich in ihre Gesetzentwürfe hineinregiere. Im Ministerium selbst hat sich ein weiterer Brandherd aufgetan. Ein Abteilungsleiter hat die Arbeitsweise und die Kommunikation öffentlich kritisiert. Das Kultusministerium gilt als ein Haus mit ausgeprägter hierarchischer Struktur.
Entsprechend tief hat es wohl die leitenden Beamten getroffen, dass zur Umsetzung des Projektes Gemeinschaftsschule eine eigene Stabsstelle eingerichtet wurde. Das wurde der Amtsspitze als Misstrauen ausgelegt. Die Beschäftigten bewerteten auch die Wahl der neuen Amtschefin als nicht gerade glücklich. Die Ministerin hat den Unmut im eigenen Haus offenbar zu spät bemerkt. In Zukunft will sie die Abteilungsleiter stärker einbinden. Die Erkenntnis kommt spät. Kommunikation nach innen ist das eine. Überzeugendes Auftreten in der Sache nach außen das andere. Bei beidem muss nachgearbeitet werden.


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Fassungsloses zuschauen
Zum Kommentar IM Maulwurf möchte ich noch einiges Hinzufügen. Dr. M., der Kinderarzt, gibt da noch viel schlimmere Dinge von sich. Zum Thema Inclusion meint Dr. M, der Kinderarzt, man müsse jetzt noch konsequenter die Sonderschulen ausbauen. Dr. M. ist das wohl Schrechlichste, was den Menschen in Baden Württemberg passieren kann. Warum hat man nur der SPD das KM überlassen! Der zweite Grausame ist der Hr. Z., Sonderschullehrer, in Friedrichshafen vom Volk abgewählt bekommt er in Stuttgart eine Stabstelle zu finanziellen Konditionen, die er als Sonderschullehrer nie erhalte würde. Von was hat der denn eine Ahnung? Was für eine Ironie für den Bürger! Jetzt zu dem Thema Maulwurf. Der eigentliche Maulwurf ist doch die Amtschefin Fr. Dr. R. von der CDU unterstützt, ins Regierungspräsidium al DIE Frau berufen (da die SPD keinen hat....), hat sie den Blödsinn der Bildungswegekonferenzen entwickelt und ist die eigentliche Gegnerin der Gesamtschulen, siehe frühe Artikel von Ihr. Ich bin der Überzeugung, dass Sie der Maulwurf ist und nach wie vor mit der CDU zusammenarbeitet und das Netzwerk zu den RPs und Schulämtern aufrechterhält auch als Informatin. Sie ist aus meiner Sicht dazu da, das alte System zu sichern bzw. abgesichert am Leben zu erhalten! In 35 Landkreisen von BW gibt es nur 34 Vorschläge! Was ist denn das? Willi Witzig kennt keine Grenzen? Dann zum weiteren Thema: BW ist das einzige Bundesland, dass bis heute (Pflicht ab 2009!) nicht die Inklusion umgesetzt hat, sondern beharrlich auf die Sonderschulen pocht. Man tut alles um das zu verhindern, voraus das "magische Dreieck (Dr. R, Dr. M sowie Hr. Z.)", in dem sind sie sich einig, teils aus Berechnung, vielleicht auch aus Naivität, um die Inklusion zu verhindern. Wetten! Das neue Schulgesetzt beschreibt nur sehr oberflächlichd die Umsetzung und dann nur, "der der will, möglichst dort wo alle wollen. Man überläßt es der Mehrheit ob Artikel 3 des Grundgesetzes gilt. Dieser billige Scheinliberalismus in unserem Land ringt die Entwicklung unserer Kinder zu Grunde!
@IM Maulwurf
Letzte Woche konnte ich die Ausführungen von einem Staatssekretar aus dem Kultusministerium "geniessen". Der gute Mann ist eigentlich ein Kinderarzt, und jetzt ist er ein "Bildungsexperte". Seine bildungspolitischen Ausführungen hat er mit der Huldigung der NATO-Terrorangriffe gegen Libyen gestartet ("jetzt müssen wir uns auf noch mehr Flüchtlinge aus der arabischen Welt vorbereiten": Ohne NATO-Agression hätten wir praktisch keine (oder sehr wenige) Flüchtlinge aus diesem Gebiet), dann ksm die Huldigung von Fukushima, usw. Es hat sich herausgestellt, dass der gute Mann nach 7 Monaten immer noch nicht weiss, wieviele Schulen überhaupt in BaWü gibt. Die Vorstellung war wie die Clowns im Zirkus in der Pause zwischen zwei Tiervorstellungen. Und solche Dilettanten wollen jetzt "Wunderkonzepte" auf die Kinder und deren Eltern aufdrücken. Und was zeigen die Zahlen: 34 Schulen aus mehr als 4500. Auf gut Deutsch, weniger als ein Prozent. Dann stellt sich sofort die Frage: Wedelt der Schwanz der Hund oder umgekehert? Die Politik sollte die überwiegenden Mehrheiten, und nicht irgendwelche Splittergrüppchen vertreten, und das Geld sollte auch auf dieser Basis verteilt werden. Der Politclown aus Mannheim hat es noch die Grundschule detailliert erzählt: Ungefähr die Dorfschule mit dem Pfarrer aus dem XIX. Jahrhundert kombiniert mit der sowjetischem Schulsystem damals. Und diese Konzepte heisst "revolutionär". Nun sollte der gute Mann vielleicht an die Oktoberrevolution, und die Opfer und die Pleite denken. Er hat auch erzählt, dass die Beamten in Kultusministerium erzählt haben, dass der Vorhaben (nur das Durchlaufen über die verschiedenen Gremien) minimum sech Monate brauchen würde. Er hat diese Aussagen als "Wiederstand der alten Filz" bezeichnet. Später hat er erzählt, dass der Vorhaben nach 7 Monaten ca. bei 60% wäre, Dann hat jemend vom ihm gefragt, dass der "Filz" vielleicht noch zu optimistisch war... Dann kam nur das grosse Schweigen. Gott bewähre uns von solchen selbsprofilierenden Clowns und Dilettanten. Man trifft selten einen solchen Dummkopf, und er ist jetzt Staatssekretär...
@ Gegen Rot-Grün
Was glauben Sie, warum wir im Schloßpark noch ein paar schöne, stabile Bäume bewusst stehen lassen werden...? :-)