Nicolas Berggruen sieht in Karstadt eine Kultmarke. Foto: dpa
Stuttgart - Karstadt ist vorerst gerettet. Nach mehrmaliger Verlängerung der Verhandlungen haben sich der Investor Nicolas Berggruen und die Vermieter der Warenhäuser auf einen Mietnachlass geeinigt. Der Kaufvertrag, den der Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg mit Berggruen abgeschlossen hat, kann nun wirksam werden.Karstadt bleibt damit das Schicksal von Quelle erspart. Für den Versandhändler konnte Görg keinen Investor finden. Es blieb ihm nur, die Traditionsfirma zu schließen. Von dem Großkonzern mit über 100.000 Mitarbeitern, den Karstadt und Quelle 1999 schmiedeten, ist nur ein Rest mit 25.000 Beschäftigten und dem bekannten Namen Karstadt übrig geblieben.
Berggruen hat Karstadt als Kultmarke ausgemacht und versprochen, die noch verbliebenen 120 Waren- und Sporthäuser fortzuführen. Von der Gewerkschaft und den Beschäftigten bekam er dafür viel Vorschusslorbeeren. Nun muss er zeigen, dass er sie auch verdient. Leicht wird das nicht. Handelsexperten streiten darüber, ob in Deutschland zwei große Warenhausketten, Karstadt und Kaufhof, weiterhin nebeneinander und gleichzeitig profitabel bestehen können. Wenn Karstadt bleiben soll, muss es umgekrempelt werden. Die Beschäftigten hoffen dazu auf gute Ideen der neuen Führung. Eine Garantie für dauerhaftes Überleben können sie von Berggruen jedoch nicht erwarten.
1740,00 € / Miete
0 Zimmer, 120 m²
70173 Stuttgart
Sehr gute Innenstadtlage in der Fußgängerzone der oberen Königstraße zwischen Schlossplatz und Schulstraße. Die S-Bahn- und Stadtbahn-U-Haltestellen sind in wenigen...
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