Kommentar zu Rot-Grün im Südwesten Im Aufwind

Renate Allgöwer, 28.07.2010 07:05 Uhr
Stuttgart - Rot-Grün hat laut einer Umfrage zum ersten Mal in der Geschichte Baden-Württembergs eine Mehrheit vor dem bürgerlichen Lager aus CDU und FDP. Rechnet man die Linke dazu, kommt Rot-Rot-Grün im Südwesten in der neuen Erhebung auf satte 50 Prozent. Kein Wunder, dass die lange Zeit schwer gebeutelte SPD beschwingt in die Sommerpause geht und schon von einem Regierungswechsel nach der Landtagswahl im März träumt.

Der Wahlkampf in Baden-Württemberg hat jedoch noch gar nicht begonnen. Die Umfrage spiegelt vor allem den augenblicklichen Bundestrend wider. Die Sozialdemokraten mögen noch so fröhlich ihren Aufwind bejubeln, die 25 Prozent, die sie nun erreichen, entsprechen gerade einmal ihrem schlechtesten Landtagswahlergebnis im Südwesten. Allein mit Rückenwind aus Berlin lässt sich in Baden-Württemberg nicht gewinnen. Ob die Genossen zwischen Main und Mainau den Bundestrend aus eigener Kraft verstärken können, ist zu bezweifeln. Bisher lagen sie hier stets schlechter als im Bund. Kopfzerbrechen müssen die Zahlen dem CDU-Ministerpräsidenten Stefan Mappus bereiten. So souverän führt er sein Amt noch nicht, dass er dem Gegenwind aus Berlin leicht standhalten könnte. Die entscheidende Rolle könnten die Grünen spielen, die vom Bundestrend profitieren und im Land ohnehin stark sind.
 
 
Kommentare (16)
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JUL
28
Denker, 22:51 Uhr

Monoherrschaft

Die CDU ist in Baden-Württemberg bereits ununterbrochen länger an der Macht als es die NSDAP in Großdeutschland und die SED in Ostdeutschland zusammen waren. Es wird daher höchste Zeit für etwas frischen Wind im Lande! Ich hoffe die SPD kriegt die Kurve und bewegt sich inhaltlich soweit auf die Grünen und die Bürger zu das es möglich wird (Stichwort S 21).

JUL
28
jochen, 14:52 Uhr

...es ist schon erstaunlich...

..wei hier immer so getan wird, als sei BaWü ohne CDU/FDP auf dem Pleiteweg. Die CDU hat sicher zeitweise (beispielsweise zu Lothar Späths Zeit) eine gute Arbeit geleistet, das muss man anerkennen. Aber mal ehrlich, und das sage ich nicht als Linker oder Sozi: waren die letzten 10 Jahre in BaWü wirklich so überragend von schwarzgelb geführt worden, dass man nicht mal ernsthaft über eine Alternative sprechen darf, ohne dass einem gleich die Erzkonservativen hier im Portal eine Untergangstimmung verbreiten? Das was derzeit Herr Mappus und Herr Goll leistet, das ist eine einzige Katastrophe (anmerkend, ich bin auch eher der CDU zugewandt als der SPD!). Sind diese ewig gestrigen Ansichten und der damit verbundenen Anfeindungen gegen ökologisch modern denkende Personen (auch aus den eigenen Reihen, siehe gegen Hr. Röttgen) wirklich zu einem MP passend? Auch dieses sofortige NEIN ohne Nachdenken von Goll und Mappus gegen den Steuer CD Kauf ist doch auch mit einem Gschmäckle verbunden...(sie haben übrigends die Steuer CD nachher über Umwege in NRW beschafft!). Dann das NEIN gegen das Rauchverbot bzw. gegen ein Volksbegehren in BAWÜ, dann Goll's Waffenbesitz....und zu guter Letzt ein Stuttgarter Peinlichkeitsbürgermeister, der lieber in Zeiten klammer Stadtkassen einen Türkeibeitritt befürwortet und die so wichtige Trinkwasserversorgung im Land verzockt. All diese von Selbstherrlichkeit und Arroganz geprägten Herrschaften sollten sich mal eine Weile auf der Oppositionsbank einfinden und mal nachdenken, dass man so als Regierung nicht auftritt! Hoffentlich kapieren das die Wählerinnen und Wähler auch.

JUL
28
ein Schwabe, 14:12 Uhr

verbale Entgleisungen

ich hätte nicht gedacht, dass mein Kommentar solche Reaktionen auswirft. und dazu noch in verbal so agressiver weise. nichts desto trotz ein paar antworten, in einem vernünftigen Deutsch und Anstand. Ich bin kein elitärer Mitbürger. Ich habe zwei Jobs und kann mir damit meine Mietwohnung und einen gebrauchten PKW und einen kleinen Urlaub leisten. ich habe unter dem wirtschafts- und bildungssystem von BW meine Schule, Ausbildung und viele Jahre Arbeitskraft erbracht. Ich bin mit der Regierung von BW nicht immer zufrieden keine frage, aber insgesamt ist die Politik für uns Alle zusammenfassend positiv. Gute Bildungsstandards und niveau, geringe Arbeitslosigkeit, Infrastruktur und Kultur auf hohem Niveau. Klar gibt es viel zu Verbessern oder zu Optimieren, aber ein solcher Bruch in der Politik von Schwarz-Gelb zu Rot-Grün kann nur in einem Desaster enden. Wenn schon veränderung, dann kann man am ehesten auf die Splitterpartei Fdp verzichten. z.B. Nur zu Erwähnung, viele Bundesländer die die STudiengebühren und kostenlose Kiga-plätze haben sind SPD regiert, fast pleite oder werden gerade in die pleite geführt. Wenn ich in Schwierigkeiten bin, leiste ich mir doch diesen Luxus nicht oder. soviel auch zum Thema: soziales Wonnebettchen gelle und wollen wir uns den Luxus Rot-Grün leisten?... wenn wir in die Bedeutlungslosigkeit wollen dann ja...

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