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Stuttgart - Das kürzlich veröffentlichte Schreiben der Polizei ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Zum einen deswegen, weil die Polizeiführung in der Hahnemannstraße sich bisher mit der Kritik an den Projektgegnern zurückgehalten hatte. Polizeipräsident Thomas Züfle setzte darauf, um Verständnis bei den Gegnern des Tiefbahnhofs zu werben, etwa mit den vergrößerten Antikonfliktteams.
Über Zwischenfälle wie das Umkehren der Streifenwagen im Park hatte die Polizei nicht berichtet, wohl um die Stimmung nicht anzuheizen. Zum anderen sind die Äußerungen auch deshalb bemerkenswert, weil die Polizei eine Änderung der Einsatzstrategie andeutet. Das lässt ahnen, dass die Einsatzkräfte gegen Demonstranten womöglich härter durchgreifen werden. Dennoch gibt es keinen Grund daran zu zweifeln, dass sie bei der Linie der Deeskalation bleiben wird. Diesen Kurs hat sie in den zurückliegenden Monaten klar vertreten.
Der Ton ist schärfer geworden, nun jedoch auf beiden Seiten. Ein Wort wie „Hassbürger“ sollte die Polizei aus ihrem Wortschatz streichen, wenn sie im gleichen Schreiben den Umgangston mancher Projektgegner kritisiert. Sonst muss sie sich den gleichen Vorwurf gefallen lassen. Andererseits geht es zu weit, der Polizei vorzuhalten, sie würde damit die ganze Protestbewegung kriminalisieren. Die Polizei hat betont, dass sie die Radikalisierung nur bei einem kleinen Teil der Gegner sieht.
Molotowcocktail ist ein Alarmzeichen
Das ist die zentrale Botschaft, die Gegner wie Polizei beherzigen müssen, wenn die Bäume im Schlossgarten fallen sollen: es ist nur ein kleiner Teil einer überwiegend friedlichen Gruppe von Demonstranten, der über die Stränge schlägt. Ein Molotowcocktail ist jedoch ein Alarmzeichen, ebenso wie die Zerstörung der Verkehrskameras im Wagenburgtunnel. Beides belegt, dass die Polizei recht hat mit ihrer Einschätzung: es gibt radikalisierte Demonstranten – das bestätigen und verurteilen auch die Sprecher der Projektgegner.
Bleibt die Frage, ob sich die Polizei mit ihrem Schreiben einen Gefallen getan hat. Wohl kaum. Denn einerseits betont sie, dass es sich nur um wenige handelt, auf die sich die Einschätzung bezieht. Andererseits hat sie viele verärgert, die zwar nicht gemeint waren, aber sich ebenfalls getroffen fühlen. Das wird sich in der Stimmung am Bauzaun niederschlagen.


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Wer schützt die S21-Gegner gegen Radikale, die sich ja garantiert untermischen?
Wer hat die denn geholt als sie noch gebraucht wurden, liebe Rosanna (Autorin)? Richtig, die GRÜNEN! Damals hieß es alles noch "bunter Protest", mit Linksradikalen und Straftätern Seit` an Seit`. Sondert sie doch aus, ihr Friedliebenden -wenn ihr noch könnt, so unterwandert wie ihr seid!
Zauberwald
Der Schlossgarten ist schon ein merkwürdiger Zauberwald. Kastanien werden zu Pflastersteinen, Sprühregen führt zu schweren Augenverletzungen und Gartenfackeln werden zu Molotowcocktails. Das wäre ja alles noch ganz harmlos, wenn nicht brave Bürger zu Hassbürgern würden und der Freund und Helfer zum Kinderschläger. Vielleicht doch besser, wenn man schnell abholzt!
VerkehrTminister über Polizeipräsidenten
Unser VerkehrTminister Winnfried Hermann sagte im Landtag von Baden-Württemberg in der 6. Sitzung am Mittwoch, 29. Juni 2011 über Thomas Züfle:(Zitat) "Ich sage ganz offen: Ich habe alle Achtung vor Polizeipräsident Züfle, den ich übrigens schon lange aus Tübingen kenne.============= Das ist ein exzellenter Experte für zivilisierende Polizeieinsätze, (Abg. Helmut Walter Rüeck CDU: Was heißt das? Gibt es auch andere?), sodass von der Polizei selbst eine Wirkung auf diejenigen, die gewaltbereit sind, dergestalt ausgeht, dass sie keine Gewalt ausüben. Das ist das Entscheidende an einer Deeskalationsstrategie. (Beifall bei den Grünen – Zurufe von der CDU.=========== Ich will auch ganz klar sagen: Diejenigen, die behauptet haben, die Polizei hätte Gewalt sozusagen provoziert – – dafür haben wir keinerlei Anhaltspunkte. Das ist eine pure Spekulation – insofern auch dazu eine klare Zurückweisung – von einigen aus dieser Protestbewegung, die versucht haben, das, was geschehen ist, zu relativieren." Quelle: http://www.landtag-bw.de/WP15/PlP/15_0006_29062011.pdf