KommentarKommentar zum Fluglärm Staatsvertrag vor dem Aus

Von Wolfgang Messner 

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer will den deutsch-schweizerischen Fluglärmvertrag nachverhandeln. Das ist der Anfang vom Ende des Vertrages, meint Wolfgang Messner.

Im September unterschrieben Ramsauer und Leuthard den Vertrag. Foto: dpa
Im September unterschrieben Ramsauer und Leuthard den Vertrag.Foto: dpa

Stuttgart - Am Ende muss selbst ein Peter Ramsauer die Realitäten anerkennen. Der CSU-Politiker hatte den Südbadenern und den Schweizern mit seiner Amtskollegin Doris Leuthard nach jahrzehntelangem Stillstand mal zeigen wollen, wie fix zwei zupackende Politiker das Problem Fluglärm aus der Welt schaffen können. Von dieser Kraftmeierei ist heute nur noch wenig übrig geblieben. Ramsauer hat sich an dem Thema verhoben. Er verstand den Protest nie und ignorierte ihn selbst dann noch, als ihm längst die südwestdeutschen Bundestagsabgeordneten von CDU und FDP von der Fahne gegangen waren.

Peinlich nur, dass die Kritiker das Kleingedruckte in dem Fluglärm-Staatsvertrag offenbar besser lesen konnten als der Minister selbst. Denn das Abkommen enthält Verschlechterungen bei den Routen und den Höhen der Flieger. Südbaden würde nicht weniger, sondern mehr Lärm ertragen müssen. Die Frage ist nun: Hat Ramsauer das nicht gesehen, oder hat er es nicht sehen wollen? Nun muss er bei der Schweiz Nachverhandlungen erbitten. Aber da wird er lange bitten können. Die meisten Eidgenossen finden die Regelungen schon jetzt eine Zumutung. Sie werden keine weiteren Einschränkungen dulden. Ramsauers Idee, das Abkommen noch in dieser Legislaturperiode abzuschließen, ist kaum mehr als bloßes Wunschdenken.

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3 KommentareKommentar schreiben

Fluglärm: Ein tiefes Brummen, dann ein Pfeifen, der Himmel füllt sich mit dem Triebwerklärm der herannahenden Flugzeuge. Es ist wieder einer der vielen Zeitpunkte des Tages, wo sich der Himmel über Süddeutschland für die Landungen zum Flughafen Kloten schonungslos öffnet. Mächtige Maschinen steuern über unseren Hausdächern und Gärten vorbei in Richtung schweizer Zielflughafen. Für uns und viele andere Menschen ein Gefühl, als wären wir Teil des Flughafens Kloten und nicht Bewohner eines Wohngbietes in der idyllischen Landschaft am Hochrhein. Eine Maschine nach der Anderen donnert von Norden, Westen und Osten heran. Auch Maschinen aus dem Süden kommend, nehmen Landekurs über den deutschen Norden. Von den ca. 130.000 Flugbewegungen am Zürcher Airport werden jährlich mehr als 100.000 über Deutschland abgewickelt. Mit welchem Maß wird hier gemessen?

Das ist ganz einfach.: Die Antwort ist so schlicht wie schnell geschrieben: Ramsauer ist ein Totalausfall und hat den Vertrag natürlich nicht verstanden. Ein Blender vor dem Herrn sagt man auch gerne zu solchen Leuten.

Gerecht verteilen: Gerne nimmt die Schweiz Einnahmen von dt. Steuerhinterziehern und Schwarzgeldversteckern. Gerne gibt sie An- und Abfluglärm der v. Schweizer Airport fliegenden Flieger den 'Deitschen Piffkes'! So geht das nicht, ausser hier sind Ramsauers und Schäubles am Flickschustern. Was von der Schweiz startet/landet, muss das auch über der Schweiz tun und fertig!!!!!!!!

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