KommentarKommentar zum Frauenfußball Tschüss – bis zur WM 2015!

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Alle zwei Jahre wieder stehen die deutschen Fußballerinnen im Rampenlicht. Doch dazwischen passiert wenig bis nichts. Ein Kommentar von StZ-Sportredakteur Thomas Haid.

Stuttgart - Jetzt geht’s dann aber endlich mal richtig los mit Frauenfußball! Es stimmt ja, die Leistungen der Spielerinnen werden heute deutlich mehr wertgeschätzt als vor 20 oder 25 Jahren. Gab es beim EM-Titel 1989 für jede ein Kaffeeservice ­(1-b-Ware übrigens) bekommen sie jetzt – nein, keine 1-a-Waschmaschine, sondern 22 500 Euro. Das ist doch ein Fortschritt!

Um das zu dokumentieren, geben sich die Herren vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) auch alle Mühe. So ist eine Abordnung bereits zum Viertelfinale gegen Italien nach Schweden geflogen, um die Mannschaft auf der Tribüne moralisch zu unterstützen – schöne Bilder, die das Fernsehen gerne gezeigt hat. Und der Bundestrainer Joachim Löw hat schon zu dem Erfolg gratuliert, was via Bildschirm ebenfalls freudig transportiert worden ist.

Frauenfußball interessiert bei großen Turnieren

Alle zwei Jahre wieder kümmern sich die TV-Sender und die DFB-Männer so rührend um ihre Frauen – immer, wenn eine WM oder eine EM ausgetragen wird. Da spielen sie vor der Kamera den Doppelpass. Und dazwischen?

Da interessiert das außer dem alten Präsidenten Theo Zwanziger kaum einen. Doppelpässe finden höchstens auf dem Platz statt. Auf den Tribünen in der Bundesliga wird jedenfalls nur selten eine prominente DFB-Delegation gesichtet. Das Fernsehen überträgt die Begegnungen auch nicht. Es gibt maximal Absichtserklärungen, wie der Alltagsbetrieb besser in Szene gesetzt werden könnte – aber kein Konzept, wie seit 20 oder 25 Jahren nicht.

Ach ja, die Männer hätten bei einem EM-Sieg 2012 übrigens 300 000 Euro kassiert. Jetzt geht’s los mit Frauenfußball? Viel Glück. Tschüss und bis zur WM 2015!

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Mit gutem Beispiel voran!: Sehr geehrter Herr Haid, Sie beschweren sich, dass Frauenfussball zwischen den großen Tunieren nicht den Stellenwert hat, wie in dieser Zeit, ziehen sogar den Vergleich mit dem Männerfussball (Stichwort Prämien). Dann lassen Sie sich doch mal an den eigenen Worten messen. Der VfL Sindelfingen spielt in der Frauenfussball Bundesliga, wie viele Berichte hat Ihre Zeitung in den letzten zwei Jahren über diesen Verein veröffentlicht, z.B. über die aktuelle Situation oder einen Spielbericht? In der 3. Liga der Männer spielen die Stuttgarter Kickers, die haben auf ihrer Seite sogar einen eigenen Bereich bekommen! Bei wie vielen Fussballspielen waren Sie in den letzten zwei Jahren? Wie viele davon waren Frauenfussballspiele? Und haben Sie von diesen in ihrer Zeitung berichtet? Wie heißt es so schön, erstmal vor der eigenen Türe kehren? Allerdings ist es natürlich einfacher, gegen die Herren des DFB und das Fernsehn zu stänkern, als regelmäßig von der Frauenbundesliga zu berichten. Oder- geht's jetzt los mit Frauenfussball in der StZ?

Toller Kommentar: Ja so ist das, die Männer sind eindeutig überbewertet, sowohl im Fußball - zu hohe Gehälter für lahme Aktionen - als auch an der Heimatfront! Das Fernsehen überträgt doch nur, wegen den Werbemöglichkeiten! Lasst mal die Zahlerei an die FIFA und die UEFA, und die Korruptionsmichel wie Blatter etc. werden ganz schnell weggespült! Genauso die Einkaufstüte des Steuerhinterziehers aus München, mal sehen wo die dann bleiben! Deutsche Mannschaften sind das jedenfalls nicht mehr, wenn man sieht, dass gerade mal 6 Spieler der Bayern beim Championsleague Finale aus Deutsche waren, der Rest Legionäre die dem Geld nachrasen! Wie die Deutschen übrigenes und ein Herr Gomez zu den Bayern ging um sportlich nach vorne zu kommen, was hat er jetzt? Seinem Berater das Konto gefüllt und spielt beim Mittelklasseverein in Florenz, da hätte er auch in Stuttgart bleiben können! Aber die Kohle zieht halt die Vernuft aus den Köpfen!

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