Kommentar zum Islam in Deutschland Wulffs Ringparabel
Armin Käfer, 08.10.2010 15:01 Uhr
 Foto: dpa
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Stuttgart - Es gibt da ein berühmtes Gleichnis. Es stammt noch aus einer Zeit, als niemand auf die Idee gekommen wäre zu behaupten, der Islam gehöre zu Deutschland.

Damals wirkte gewiss noch der Schrecken nach, den die Nachricht ausgelöst hatte, die Türken stünden vor Wien. Heute leben viele Türken in Wien und auch in Berlin, in Stuttgart – allerorten in Deutschland. Jenes Gleichnis also kündet von Toleranz und von der Überzeugung, dass die großen Weltreligionen letztlich eine gemeinsame Wurzel hätten – ein gemeinsames Wertefundament, um es in aktuelle Politikersprache zu übersetzen. Die Rede ist von der Ringparabel aus Lessings Drama "Nathan der Weise".

Bundespräsident Christian Wulff hat sich an einer Neuauflage der Ringparabel versucht. Die Reaktionen auf seine Rede zeigen: so tolerant wie der Aufklärer Lessing denken auch 231 Jahre später noch nicht alle in unserem Land. Wulff hat nichts anderes verkündet, als dass er sich als Präsident auch den Muslimen verpflichtet fühle, die hier leben. Ebenso wie das Christentum und das Judentum, die unsere Geschichte prägten, gehöre nach seiner Ansicht der Islam "inzwischen auch zu Deutschland".

Wulffs Rede war aufklärerisch und verschleiernd zugleich


Gehört der Islam wirklich zu Deutschland? An dieser Frage scheiden sich die Geister. Widerworte kommen gerade aus der Partei, die Wulff zum Kandidaten für das höchste Amt im Staate erhoben und nach drei Anläufen auch gewählt hat. Die Kanzlerin fühlt sich bemüßigt, die Deutungshoheit über Wulffs Bekenntnis zu reklamieren.

Ihre nachgelieferten Interpretationen zeugen von der Befürchtung, hier könnte eine Debatte vollends aus dem Ruder laufen, die der Union ohnehin schon Ungemach bereitet. Wulffs Worte wirken wie Öl ins Feuer der Erregung, die der Muslimkritiker Sarrazin entfacht hat, obwohl man dem Präsidenten unterstellen darf, dass er das Gegenteil hat erreichen wollen.

Die programmatische Rede war aufklärerisch und verschleiernd zugleich – aufklärerisch in der Absicht, verschleiernd im Ausdruck. Die aufklärerische Botschaft lautet: Es hilft nichts, die Augen vor der Realität zu verschließen, dass vier Millionen Muslime in Deutschland leben. Viele haben einen deutschen Pass. Alle genießen Religionsfreiheit. Vor dem Hintergrund stelle sich das Problem der deutschen Einheit neu.

Kommentare (5)
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OKT
09
Heinrich Ratgeb, 18:49 Uhr

Islam-Deutschland, Rede des Präs. Wulff

Der neue Präsident Christian Wulff am Wiedervereinigungstag 03.10.2010: "ja, der Islam gehört jetzt zu Deutschland!" Seit bald vor 50 Jahren sind zuerst muslim. Gastarbeiter nach Westdeutschland gekommen, um dann muslimische Migranten zu sein, die über Familienzusammenführung und Asylantrag massenweise den Islam besonders nach 1990,ff. nach Deutschland brachten. Jetzt sind es 4 Millionen Muslime und davon sind mehr als 70% türk. Ursprungs und 2% davon leben in Osdeutschland in den neuen Ländern. Allgemein ist heute gegenüber den Muslimen eine Bringschuld zur Integration abgefordert, sich in die Deutsche Mehrheitsgesllschaft zu integrieren, um ein gedeihliches Zusammenleben zu befördern und Parallelgesellschaften zu mindern und sich mit Deutschland, der neuen Heimat zu indentifizieren. Wie soll man sich aber integrieren, wenn es keine Leitkultur in Deutschland geben soll? Vor ca. 10 Jahren wurde die Diskussion über eine Leitkultur in Deutschland von Politik und Medien abgewürgt. 4 Millionen Muslime davon rd. 80.000 auf dem Territorium der alten "DDR". Die 3,9 Millionen in Muslime in Westdeutschland sind das Problem insbesondere in den Metropolen, wo in prekären Verhältnissen geschlossene Parallelwelten sich massiv entwickelt haben - 3-4 Mal größer ist die türk.Migrantenquote der Hartz4-Bezieher wie die Quote der einheimischen Deutschen (17,4% : 4,4%) - Berlin-Neukölln/Kreuzberg und Duisburg-Marxloh sind allseits unrühmlich bekannt. Zur Islamrealität in Deutschland gehören: - Zwangsheirat/Familienehre - Ehrenmorde/Familienehre - Politisches Kopftuch - offensiver Moscheebau - Radikale Fundamentalisten in Ulm; Köln; Hamburg,.. - Terroristengefahr: Zug-Bomber; Sauerlandgruppe; Atta-Gruppe; Al Qaida/Quds-Moschee in Hamburg und MilliGurüs-Moscheen in Köln...... - Freitagsgebet; Fastenmonat und Halal -Schächten der Lämmer- - Deutschfeindlichkeit der muslim. Jugendlichen - insbesondere gegenüber Frauen - Muslim. Intensivtäter (Richterin Heisig) und jugendliche Gewalt - Boykottierte Bildung (Thilo Sarrazin) 40% der männl. muslim.Jugend sind ohne Schulabschluss und fast 1400 Jahre permanente Kriege zwischen der abendländisch-westlichen Welt und der IslamischenWelt bis heute: Al Qaida, Afghanistan, Irak, Iran, Palesina, etc. Ist ein nicht-reformierbarer Islam und Integration in ein abendländisch-aufklärerisches Deutschland und Europa denkbar und kompatibel? Die Hoffnung stirbt zuletzt, Herr Präsident! Die Verantwortung für die Realität tägt die Politik! P.S.: Aber wir sind ja ein besiegtes Volk! -

OKT
08
Huhuhu, 19:23 Uhr

Wir leben nach der UN-Menschenrechtskonvention - oder was auch immer.

"So reden wir uns das schön!" Haben Sie vergessen hinzuzufügen, denn wir führen "Krieg". Wir diskriminieren ganze Länder. Wir lügen, wie es uns gerade passt. Wir haben das "Primat der Politik über die Wirtschaft" aufgegeben. Wir sind im Prozess der Aufklärung "hängengeblieben". Das "christliche Weltbild" wird bei uns so gelebt, dass man "seine eigenen Fehler munter auf die andere Seite projizieren darf". Das ist Versagen auf der ganzen Linie. Es muss uns ein Spiegel vorgehalten werden, da wir selber nicht in der Lage sind, unsere Verblendung zu erkennen. Asalamu Alleikum. So, wie in Ihrem Tendenzbeitrag: SCHWARZ - WEISS.

OKT
08
Norbert Utz, 16:41 Uhr

Moslems in Deutschland

Wer differenziert, tut dies zunächst zwischen Moslems (das ge-Gender-te Muslime und Muslima lasse ich an der Stelle in der Abfalltonne, wo es hingehört) und dem Islam. Moslems aller Herkunftsländer sind Menschen, die hier inzwischen in 2.,3. oder gar 4. Generation leben. Diese Menschen haben Anspruch auf Toleranz, Mitgefühl und faire Chancen. Es ist ein Fehler welcher unseren Politikern anzulasten ist, dass nach wie vor keine Zuwanderungspolitik betrieben wird, welche den Namen verdient und welche die reine Zuwanderung in die Sozialsystem unterbindet. Der Islam jedoch, dass allzeit gültige Wort des Wüstengottes Allah und seines Propheten Mohammed, ist mehr als eine zusammengebastelte Religion - er ist eine politische Ideologie - ausgerichtet auf die Weltherrschaft. In sich widersprüchlich (z.B. 3 versch. Versionen der Genesis) aber in der Kernaussage auf Unterdrückung (von Ungläubigen generell und innerhalb des Systems der Frauen und Mädchen), Vernichtung (Juden - Israel - Christen - Atheisten etc.), Landnahme (für die Umma), Willkürlichkeit und Herrschaft ausgerichtet. Dabei kommt der Abrogation eine besondere Bedeutung zu. Nach dieser Regel ersetzen die späteren medinesischen Suren die früheren mekkanischen Suren, d.h. die kriegerischen Suren ersetzen die friedlichen Suren. Allah ist der größte Listenschmied - entsprechend wird die Taqiyya fröhlich gelebt und unsere Gutmenschen säuseln dazu. Der gelebte Islam hat sich in Andalusien, dem Balkan bis vor Wien, in Italien und Südfrankreich seit jeher der Eroberung von Europa gewidmet - warum sollte dies heute anders sein ? Der gelebte Islam hat als politische Ideologie in Deutschland und Europa nichts verloren. Jede(r) Moslem(in) ist eingeladen sich zu den freiheitlichen, christlichen Grundwerten des Grundgesetzes zu bekennen. Der Zentralrat der Moslems, namentlich Herr Mazyek hatte dies in der 1. Islamkonferenz abgelehnt. In unserem Land leben wir nach der UN-Menschenrechtscharta - die Menschenrechtscharta der Islamischen Staaten von 1990 (Kairoer Erklärung) hat hier nichts verloren, da alle Lebensbereiche unter Scharia-Vorbehalt gestellt werden. Wo sind eigentlich die ganzen Feministinnen hin ? Wo sind eigentlich die ganzen Tierschützer (Stichwort: Halal) hin ?

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