Kommentar zum Kultusetat Chance nicht genutzt
Renate Allgöwer, 11.02.2012 09:10 Uhr
Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer braucht klare Strukturen. Foto: Leonie Hemminger
Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer braucht klare Strukturen. Foto: Leonie Hemminger
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Stuttgart - Bildung ist die große soziale Frage unserer Zeit. Bildung ist das Herzstück der Landespolitik. Diese Thesen beschwören Grüne und SPD unermüdlich. Seit sie regieren, beten sie häufig den Koalitionsvertrag nahezu wörtlich herunter. Zweifellos überzeugen sie viele Bürger mit ihren Vorstellungen vom längeren gemeinsamen Lernen, von der individuellen Förderung und von dem Ziel, mehr soziale Gerechtigkeit in das Bildungswesen zu bringen. Doch nun ist es Zeit, Fakten zu schaffen und konkret darzulegen, wie die Ziele erreicht werden sollen.

Die Erwartungen sind gerade im Bildungsbereich besonders hoch. An Aktivitäten lässt es die Landesregierung nicht fehlen. Enthusiastisch etabliert das Kultusministerium erste Gemeinschaftsschulen. Emsig soll das Wahlversprechen eingelöst werden, zwei Geschwindigkeiten zum Abitur zuzulassen, flugs wurde die Grundschulempfehlung abgeschafft.

Die Diskussion des Kultusetats wäre eine gute Gelegenheit gewesen, eine Zwischenbilanz vorzulegen und die offenen Fragen zu beantworten, die immer drängender werden. Diese Chance konnte die Kultusministerin nicht nutzen. Ihrem Vortrag fehlte die Struktur und die Konkretisierung. Nach fast einem Jahr Regierungszeit reicht es nicht mehr aus, die hehren Ziele aus dem Koalitionsvertrag zu repetieren. Nun gilt es, deutlich zu werden, und klar zu sagen, was notwendig ist, um die Reformen zu verwirklichen. Wenn alles im Ungefähren bleibt, drohen sogar die Erfolge unterzugehen, die die Regierung bereits erzielt hat. Dazu zählt sicher der Pakt mit den Kommunen zur Kinderbetreuung.

Kommentare (6)
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FEB
13
Revilo, 10:36 Uhr

wird sich dank Tourismus schnell amortisieren

??? Genau, jetzt kommen schon extra Touristen um nen Tunnel zu sehen. Das wird hier ja immer grotesker...

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FEB
13
IM Maulwurf, 07:33 Uhr

Stuttgarter Bürge

Sie sind ein Demagoge der Premiumklasse, weil Sie ganz genau wisse, daß diese beiden Etats nichts miteinander zu tun haben. Die Baden-Württemberger waren vielmehr zu blöd, zu erkennen, was ihre Wahl für persönliche Konsequenzen haben wird. Aber wissen Sie, wie`s endet? Dieser Bahnhof wird gebaut, allein schon um euch Halbblinden eins überzubraten, vom Nutzen ganz zu schweigen und EURE Kinder dürfen in SPD-Schulen nach Modellen verdoofen, die noch nirgendwo gewirkt haben!

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FEB
12
albrecht schuette, 22:21 Uhr

Das ewige Geschwätz von der Milliarde für den Tunnel

In zehn Jahren investiert das Land 900 Millionen für S21. Im Schnitt werden also pro Jahr 90 Millionen von 38 900 Millionen Landesetat für S21 ausgegeben. Warum das einen signifikanten Einfluss auf den Bildungsetat von 9 000 Millionen hat, versteht kein Mensch.

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