Kommentar zur Landtagswahl Unberechenbares Bündnis
Thomas Maron, 05.09.2011 07:11 Uhr
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Angela Merkel (CDU) kann mit dem Ergebnis der Wahl nicht zufrieden sein. Foto: AP
Angela Merkel (CDU) kann mit dem Ergebnis der Wahl nicht zufrieden sein. Foto: AP

Schwerin - Die Wahl in ihrem Heimatland Mecklenburg-Vorpommern hat für Kanzlerin Angela Merkel das Regieren noch schwerer gemacht. Zwar ändert sich an den Machtverhältnissen in dieser Republik nach dem Urnengang im Norden objektiv nicht viel. Für den Bundesrat hat das Ergebnis keine relevante Bedeutung. Aber die Nervosität in Merkels verunsichertem Regierungsbündnis wird nach dem für Schwarz-Gelb abermals ernüchternden Ergebnis weiter zunehmen.

Die Entwicklung in der FDP ist ohnehin nur noch schwer zu kalkulieren. Die CSU ist nicht minder unberechenbar, jetzt, wo dem Ministerpräsidenten Horst Seehofer mit dem Münchner SPD-Oberbürgermeister Christian Ude ein ernst zu nehmender Konkurrent erwuchs.

Ausrutscher kann zum Problem werden

Die Euro-Krise zwingt die Bundesregierung ausgerechnet jetzt zu Entscheidungen von enormer Bedeutung für Deutschland und den Euroraum. FDP und CSU laufen jedoch Gefahr, aus innerparteilichen Gründen ihr Heil in einer zunehmend europaskeptischen Haltung zu suchen, auch die CDU ist anfällig. Die schlechten Nachrichten aus Griechenland über die mangelnde Bereitschaft Athens, sich den Sparvorgaben zu fügen, tun ihr Übriges, um die Stimmung in der Koalition zu verfinstern.

Vor diesem Hintergrund kann sogar ein Ausrutscher in Mecklenburg-Vorpommern für Merkel zum größeren Problem werden.

 

Kommentare (10)
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SEP
06
Ferdinand Hauser, 21:10 Uhr

Unbelehrbar

Das Schlimme ist: Man könnte Mutti jeden Sonntag eins mit der Bratpfanne überziehen - sie würde nur kurz die Backen aufblasen, danach aber ungerührt mit ihrer besinnungslosen Politik weitermachen.

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SEP
05
Ferdinand Hauser, 20:31 Uhr

Blind wie ein Maulwurf

Ich fasse es nicht! Da macht sich IM Maulwurf - nomen est omen - doch in seinem Kommentar tatsächlich Sorgen um das Überleben der FDP! Ist der eigentlich noch zu retten? Die FDP ist es jedenfalls nicht mehr - und das ist gut so.

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SEP
05
A. Geddon, 13:44 Uhr

Gewinner sind die Wahlverweigerer

Bei einer Wahlbeteiligung von gerade mal knapp über 50% heißt der klare Wahlgewinner: Die Partei der Nichtwähler und Politikverdrossenen. Die angeblichen "Gewinner" der Wahl wurden so gerade einmal von nur 18 Prozent aller Wahlberechtigten gewählt. Das ist nicht einmal jeder Fünfte! Knapp 50% der Wahlberechtigten sind parteiübergreifend von der Politik im Allgemeinen enttäuscht und frustriert. Eine schallende Ohrfeige für die deutsche Poltiker-Kaste, die jeden Bezug zur Realität verloren hat. Alle Parteien (auch die "Gewinner") sollten sich fragen, was sie eigentlich falsch gemacht haben.

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