Kommentar zur Opel-Sanierung Nichts aus den Fehlern gelernt
Klaus Dieter Oehler, vom 10.02.2010 07:42 Uhr
Nick Reilly, Vorstandsvorsitzender des Automobilherstellers Opel erläutert am Dienstag die Pläne für eine Sanierung des angeschlagenen Konzerns. Dabei setzt der Aufsichtsrat weiter auf staatliche Unterstützung. Foto: dpa
Frankfurt - Nick Reilly und seine Kollegen schwärmten in den höchsten Tönen. Opel, so verkündete der Chef der europäischen Tochter von General Motors, sei einer der führenden Automobilhersteller der Welt, setze Meilensteine und habe eine glänzende Zukunft. So könnte man die Aussagen des neuen Opel-Lenkers zu dem am Dienstag vorgestellten "umfassenden Zukunftsplan" zusammenfassen. Elf Milliarden Euro will das Unternehmen in die fast komplette Erneuerung seiner Produktpalette investieren. Dazu müssen zwar zuerst einmal rund 20 Prozent der Produktionskapazität (und damit auch der Arbeitsplätze) abgebaut werden, doch dann steht nach Ansicht des Managements dem neuen Aufschwung nichts mehr im Wege.
Opel, oder besser die alte und neue Mutter General Motors, hat zwar das Management ausgewechselt, doch die neuen Manager haben offenbar nicht viel aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Sie versprechen viel, doch sie gehen nicht wirklich auf die Probleme ein. Natürlich muss man einen Plan haben, wenn man ein notleidendes Unternehmen sanieren will. Der Knackpunkt aber ist die Umsetzung dieses Planes, das räumt auch Reilly ein. Und gerade da sind Zweifel nach wie vor angebracht. Woher sollen die Milliarden für den Umbau kommen? Was passiert, wenn die Länder mit Opel-Standorten nicht bereit sind, Garantien oder gar Kredite über 2,7 Milliarden Euro zu geben? Warum wird General Motors als Eigentümer nicht stärker in die Pflicht genommen? Selbst wenn diese Fragen geklärt wären, woher sollen dann die elf Milliarden für die angekündigten Investitionen kommen? Antworten bleibt Reilly noch immer schuldig.
Schon vor zwei Jahren hatte der damalige Europachef von General Motors, Carl-Peter Forster, ein ähnlich ehrgeiziges Investitionsprogramm vorgestellt - geblieben ist davon nur die Beinahepleite von Opel. Die Mitarbeiter, die seit mehr als einem Jahr um ihr Unternehmen und ihre Jobs zittern, haben ein Recht darauf, endlich konkrete Fortschritte zu sehen. Mit Luftschlössern ist ihnen nicht gedient.
Es war doch klar, dass sich GM das Sagen bei Opel nicht aus der Hand nehmen lassen will und weiterhin von den Ingenieursleistungen aus Deutschland profitieren will- sie haben doch nicht viel, was auch ausserhalb der USA konkurrenzfähig wäre. Und wenn es bei dieser Zahl von Entlassungen bleiben soll, dann wird der deutsche Steuerzahler wohl zuschießen müssen, ob er will oder nicht. Fragt sich nur, ob in Zukunft dann auch wirklich alles besser wird. Oder ob man die Firma nicht besser hätte pleitegehen lassen .
FEB
10
21:04 Uhr, geschrieben von KJNG
OPEL - Sanierung
Die Frage ist doch : wer hat Opel so weit gebracht, dass das Unternehmen überhaupt saniert werden muss ?! Erinnern wir uns : OPEL nannte sich in früheren Zeiten "der Zuverlässige". Das war er und das hat er millionenfach
in aller Welt bewiesen. OPEL war über Jahrzehnte die schärfste Konkurrenz
für VW und Ford auf dem deutschen Markt. OPEL war stets auf dem neues
ten Stand bis Ende der 80-er Jahre. Genau ab dieser Zeit hat sich die GM-Führung aus Detroit mehr und mehr in die Geschäfte und die Geschäftsfüh
rung bei OPEL gemischt. Was passierte dann ? Es ging in allen Bereichen nur noch bergab. OPEL wurde zur Entwicklungsstation für GM weil deren eigene Ingenieure unfähig waren und noch immer sind. Fast alle Patente wurden durch OPEL entwickelt und die neuen kleinen Modelle für die GM
auch, weil diese Leute nicht in der Lage sind in 4- oder 6-Zylindern oder in Dieselfahrzeugen zu denken, sondern nur in Schlachtschiffen von mehr als 5 Litern Hubraum und 8-Zylindermotoren. Ich sage dies zum wiederholten
mal : weg mit diesen unfähigen Phantasten. OPEL kann alleine existieren
und sich regenerieren. OPEL muss nicht zur Wiederbelebung von GM heran
gezogen werden. Zur Wiederholung : raus mit diesen Technologie-und Wirt
schaftsnieten aus den USA. Sie ruinieren die deutsche Wirtschaft. Schliess
lich ist das ja auch ihr Ziel und ihre wirtschaftspolitische Hausaufgabe.
Deutschland und seine Politiker muss sich mal endlich von der Idee frei machen dass die USA ein Freund ist. Ein übler Freund, der heute noch den Ruf der Deutschen in der ganzen Welt verunglimpft. Genau so wie man es
mit Mexico und allen anderen Ländern macht von denen man alles holen
will. Was alles ? Deren Ideen und Naturalreserven zum Beispiel und natür
lich auch deren Technologien. Warum ? Weil die USA selbst nichts hat und
zu ungebildet ist, etwas zu erschaffen. Als Zerstörer ist die USA Meister aller
Klassen und des Universums. Schade um Opel und seine Zerstörung durch die USA und deutsche Politiker ohne Profil und Ahnung. Wer wird nun zahlen ? Der deutsche Steuerzahlen natürlich. Weil er dazu regelrecht er-
presst wird. Eine Riesenschweinerei ist das, Freunde.
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