Kommentar zur Personalpolitik des VfB
Zur Loyalität verpflichtet
Peter Stolterfoht,
28.07.2010 07:07 Uhr
Foto: Baumann
Stuttgart - Der VfB sollte sich so langsam einmal die IHK-Plakette mit der Aufschrift "Hier wird ausgebildet" besorgen und sie an die Glastür des Vereinszentrums kleben. Der Stuttgarter Bundesligist eröffnet nämlich nicht nur jungen Fußballern beste Berufsaussichten, sondern seit geraumer Zeit auch Managern. Auf Horst Heldt, der beim VfB die Chance erhalten hatte, sich in dieser Position zu profilieren, folgt nun das unbeschriebene Managerblatt Fredi Bobic. Bisher hat Bobic lediglich in Bulgarien erste Erfahrungen als Sportchef gesammelt. Doch der Mut zum Risiko ist beim VfB-Präsidenten Erwin Staudt und dessen Vorstandskollegen Ulrich Ruf nicht so ausgeprägt, wie es diese Personalie auf den ersten Blick vermuten lässt.
Die Vereinsführung kann darauf bauen, dass ein noch unerfahrener Manager einfacher steuerbar ist als ein arrivierter Vertreter dieser Zunft. Der ehemalige VfB-Stürmer Bobic dürfte dem Club zunächst einmal dankbar dafür sein, die große Chance seines zweiten Berufslebens erhalten zu haben. Eine Konstellation, die zunächst Ruhe verspricht - das ist keine schlechte Basis.
Bobic, als Spieler bekannt für seine deutlichen Worte ("Schiedsrichter, du blinde Bratwurst"), wird sich künftig deutlich diplomatischer ausdrücken, loyal verhalten und hoffen, dass er irgendwann in den Vorstand aufrückt. Selbst diese weitere Beförderung hatte Horst Heldt als Zeichen der Wertschätzung aber nicht genügt. Er wanderte zum FC Schalke ab. Sollte auch Fredi Bobic einmal solch ein lukratives Angebot bekommen, dann hätte er eine sehr ordentliche Arbeit als Manager abgeliefert - und der VfB als Ausbildungsbetrieb.
Die Vereinsführung kann darauf bauen, dass ein noch unerfahrener Manager einfacher steuerbar ist als ein arrivierter Vertreter dieser Zunft. Der ehemalige VfB-Stürmer Bobic dürfte dem Club zunächst einmal dankbar dafür sein, die große Chance seines zweiten Berufslebens erhalten zu haben. Eine Konstellation, die zunächst Ruhe verspricht - das ist keine schlechte Basis.
Bobic, als Spieler bekannt für seine deutlichen Worte ("Schiedsrichter, du blinde Bratwurst"), wird sich künftig deutlich diplomatischer ausdrücken, loyal verhalten und hoffen, dass er irgendwann in den Vorstand aufrückt. Selbst diese weitere Beförderung hatte Horst Heldt als Zeichen der Wertschätzung aber nicht genügt. Er wanderte zum FC Schalke ab. Sollte auch Fredi Bobic einmal solch ein lukratives Angebot bekommen, dann hätte er eine sehr ordentliche Arbeit als Manager abgeliefert - und der VfB als Ausbildungsbetrieb.
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VfB, wirtschaftlich gesund??
Es gibt inzwischen diesbezüglich sehr große Zweifel, denn zu viele Ungereimtheiten werden von der Vereinsführung nicht richtig beantwortet. Schon allein die Tatsache, dass dieser Club seit Jahren hochkarätige Spieler verkaufen muß und sich eigentlich nur mit dieser Maßnahme wirtschaftlich über Wasser halten kann, gibt doch sehr zu denken. Durch den systematischen "Außverkauf" droht diesem Club mittelfristig der sportliche und wirtschaftliche Niedergang, denn im Jahre 2010 ist der Scheitelpunkt eines "erkauften" wirtschaftlichen Erfolges endgültig erreicht, ab jetzt geht es steil nach unten. Es gibt schlicht und einfach, nichts mehr lukratives an Spielermaterial zu verkaufen und damit werden die Schweißperlen auf der Stirn von Staudt und Konsorten immer größer. Bobic - das ist der logische Kompromiß an die dürftige, zukünftige Kassenlage dieses Clubs, dessen Führung schon resigniert hat und nur noch in primitiven, strategischen, persönlichen Einkommensdimensionen denkt.
Ausbildungsverein
Ein junger unerfahrener Manager und gut ausgebildete junge Spieler können auch wieder Überraschungsmeister werden. Beim VfB ist alles möglich. Nur den internationalen Durchbruch schafft der Verein so nie! Dafür ist der Verein aber wirtschaftlich gesund. Und die Ex-VfB Jugendspieler werden weltberühmt bei großen Vereinen wie Real Madrid oder Bayern München (wenn sie sich einen Stammplatz erobern können). Somit ist allen gerecht geworden und genau das ist wohl das Anliegen des Vereins und der Vereinspolitik von Herrn Präsident Staudt. Damit können dann auch alle leben und den VfB in einem neuen Fußball-Stadion erleben.
Khedira zu Real Madrid
Die Ablösesumme sollte schon mindestens 12,5 Millionen € sein oder aber ein Freundschaftsspiel in Stuttgart, wenn das neue Stadion fertig ist und ein Ausleihspieler (Sergio Ramos für zwei Jahre) da wir hinten rechts schwach besetzt sind und Real ja Maicon (von Inter Mailand) für hinten rechts gekauft hat. Also 12,5 Mio € plus Freundschaftsspiel plus Leihspieler und neu Kaufen: Traore und Ayew und wenn CG darauf besteht auch noch Degen. So liese sich der Khediraverkauf lukrativ kompensieren!