Kommunalomat für Stuttgart Welche Partei passt zu Ihnen?

Zwölf Parteien und Gruppierungen stehen bei den Kommunalwahlen am Sonntag auf dem Stimmzettel - und damit zwölf Konzepte, Politik in Stuttgart zu gestalten. Haben Sie sich noch nicht entschieden, bei wem Sie Ihr Kreuz setzen? Dann testen Sie mit unserem Kommunalomat, welche Partei zu Ihnen passt.

Am 25. Mai entscheidet sich, welche der zwölf Parteien und Gruppierungen in welcher Stärke am 25. Mai in den Gemeindesrat gewählt werden.  Foto: Zweygarth
Am 25. Mai entscheidet sich, welche der zwölf Parteien und Gruppierungen in welcher Stärke am 25. Mai in den Gemeindesrat gewählt werden. Foto: Zweygarth

Stuttgart - Soll sich die Stadt an den Mehrkosten für Stuttgart 21 beteiligen? Braucht Stuttgart mehr Tempo-40-Zonen? Reichen die bisherigen Anstrengungen gegen den Mangel an bezahlbarem Wohnraum? Diese und andere Fragen stehen im Zentrum der Kommunalwahlen in Stuttgart am 25. Mai, bei denen zwölf Parteien und Gruppierungen auf dem Stimmzettel stehen werden. Wenn Sie sich noch nicht entschieden haben, bei wem Sie Ihr Kreuz oder Ihre Kreuze setzen wollen, kann der Kommunalomat der Stuttgarter Zeitung eine Entscheidungshilfe sein.

Kommunalomat zur Wahl in Stuttgart

 

In dem interaktiven Angebot werden die Ansichten der zwölf Bewerber in neun Themenbereichen abgefragt, die für die Landeshauptstadt relevant sind: Die Themen reichen dabei von Stuttgart 21, öffentlicher Sicherheit und Ordnung, Verkehr, Wohnen und Bauen, Wirtschaft und Handel, Familie, Jugend und Soziales bis hin zu Energie und Umwelt, Bürgerbeteiligung sowie Kultur und Denkmalpflege.

 

 

Knapp 50 Thesen zur Stuttgarter Kommunalpolitik haben wir den zwölf Parteien und Gruppierungen vorgelegt, die vom Gemeindewahlausschuss am 3. April offiziell zur Wahl zugelassen wurden. Die Gruppierungen hatten die Möglichkeit, den vorgegebenen Thesen zuzustimmen, sie abzulehnen oder eine neutrale Haltung einzunehmen. Die Thesen sind prägnant formuliert und sollen die Parteien zu eindeutigen Entscheidungen provozieren. Denn am Ende soll für den Nutzer ein möglichst aussagekräftiges Ergebnis stehen. Die einzelnen Themen werden in einer gesonderten Wahl-Serie ausführlich beleuchtet. Auch die Haltungen der Parteien zu den verschiedenen Bereichen werden dort noch einmal umfassend geschildert.

 

So funktioniert der Kommunalomat!

Klicken Sie sich durch die Thesen des Kommunalomat und testen Sie, welche Partei oder Gruppierung am besten zu Ihnen passt. Die Auswertung wird Ihnen im Detail zeigen, bei welchen Themen Sie die gleiche Meinung vertreten wie die Bewerber und bei welchen Sie konträre Standpunkte haben. Im Gesamtergebnis sehen Sie dann in Prozent, mit wem Sie die größte politische Schnittmenge haben.

Kommunalomat zur Wahl in Stuttgart

 

Alle Hintergründe und Informationen zu den Bewerbern und Themen der Wahl finden Sie in unserem Spezial zu den Wahlen in Stuttgart.

Anmerkung der Redaktion: Aufgrund eines Darstellungsfehlers wurden im Kommunalomat kurzzeitig bei den Stadtisten bei zwei Thesen die falschen Symbole in der Auswertung angezeigt, die Antworten wurden allerdings korrekt ausgewertet. Es handelte sich dabei um die Thesen 9 und 39. Diesen Fehler haben wir am 3. Mai 2014 korrigiert. Wir bitten das zu entschuldigen.

Darüber hinaus haben uns drei Parteien darum gebeten, einzelne Angaben zu ändern, weil sie uns diese versehentlich fehlerhaft mitgeteilt haben. Es handelte sich um…

- die Grünen (These 27, These 31, These 35)

- die Alternative für Deutschland (These 6)

- die Piraten (These 4)

Wir haben die Angaben am 5. Mai 2014 geändert.


 

 

  Artikel teilen
4 KommentareKommentar schreiben

So mag ich es!: @ Bogunovic: So mag ich es! Man fetzt sich über unterschiedliche Ansichten! Danke für ihre Gegenposition! Und natürlich liegen FDP und Grüne weit auseinander. Aber die FDP traut sich doch garnicht mehr, das wirklich aufzuzeigen aus Angst davor, in den Medien für ihre Position Prügel einzustecken. Oder sie bekommt keine Möglichkeit mehr zur Darstellung. Aber zwischen diesen beiden Polen liegt das Problem unserer Demokratie und die Wahlmüdigkeit der Bürger. Und das müssen wir schleunigst lösen. Denn eine Demokratie bei der keiner mehr wählen geht verdient ihren Namen nicht!

Herr Heinze, auf die Idee, dass Ihnen bzw. diesem Land genau diese angebliche "Austauschbarkeit" der Parteien (was im übrien nicht stimmt) Wohlstand und Freiheit gebracht haben, auf diese Idee kommen Sie nicht ?: Wie denn auch. Denn der Strom und das Geld kommen ja aus der Wand und aus Automaten raus. Ich muß meinen faulen Kadaver nur Richtung eines Geldautomaten bewegen und eine vierstellige Nummer engeben und schon bin ich der freieste Mensch dieser Welt. Haben Sie schon mal darüber mit Menschen aus Ländern gesprochen, die eine ach so plurale Parteienvielfalt haben ? Sagen wir mal zum Bsp. mit einem Inder oder mit einem Griechen. Oder mit einem Italiener. Nur so mal als Beispiel. Entschuldigen Sie, aber ich pfeife auf das Herzlichste auf diese Form der Parteienlandschaft und politischer Pseudodiskussion. Das hat nämlich zu nichts geführt außer zu dem, was wir da unten z.B. in Griechenland beobachten können. Also hören Sie mir bitte mit diesen Fantastereien auf. Und zwischen den Grünen und einer FDP gibt es elementarste Unterschiede, die man sich vorstellen kann. Man muß sich nur dafür interessieren und aus seiner Beleidigtenecke haraustreten.

Austauschbarer Parteiensalat!: Danke für den Wahlomat! Zeigt er mir doch vor allem, wie austauschbar die Parteien in Stuttgart sind! Ich persönlich habe zwar die geringste Übereinstimmung mit Grünen und CDU und die größte Übereinstimmung mit SÖS und den Freien Wählern. Da sich das Ganze jedoch in einer Bandbreite von gerade einmal 9,1 % bewegt sagt das auch nicht allzuviel! Offensichtlich haben die Parteien ihre Programme hauptsächlich nach der geglaubten öffentlichen Meinung gestrickt. Einen wesentlichen Anteil an dieser Uniformität der politischen Meinungen haben für mich die Medien. Jeder, der vom Mainstream abweicht, wird da gnadenlos an den Pranger gestellt. Leider gibt es heute keine Politiker mehr, die das aushalten. Und leider gehen auf eben diesem Weg viele wichtige Denkanstöße verloren. Denn zur lebendigen Demokratie gehört auch der leidenschaftliche Austausch von Argumenten. Wenn aber jeder nur noch darauf bedacht ist nirgends anzuecken, dann findet keine ernstzunehmende Diskussion mehr statt. Dann genügen sich alle darin, ihre minimalen Unterschiede aufzuzeigen. Und so bleibt nur festzustellen: Wenn alle das Falsche tun, wird es dadurch nicht richtig! Und auf Stuttgart übertragen: Mangels Mut zur Gegenwehr sind sicherlich 50 % der im Gemeinderat gefassten Beschlüsse nicht dauerhaft zukunftsorientiert für unsere Stadt! Was und wen also wählen? Auf keinen Fall eine Liste sondern von allen Listen die stärksten Persönlichkeiten auswählen! Den Zählteams schon jetzt herzlichen Dank für die sicherlich schwierige Auszählung!

Ratlosigkeit: Bei vielen Fragen stimmen alle bisher im Gemeinderat vertretenen Parteien zu. So sind sich alle einig, dass die städtebauliche Entwicklung hinter dem Hauptbahnhof falsche Signale setzt. Und keine Partei zieht den Bau von Bürogebäuden dem Wohnungsbau vor. Ich frage mich nur, wie es dann zur städtebaulichen Katastrophe der letzten Jahre kommen konnte. Jetzt will mal wieder keiner dafür verantwortlich sein. Wen soll ich da wählen? Der Kommunalomat hinterlässt bei mir mehr Ratlosigkeit als er Hilfestellung bietet. 72,9 % Übereinstimmung mit der SÖS und 68,7% mit den Republikanern. Da ist nicht viel Unterschied zwischen links und rechts.

Artikel kommentieren

Melden Sie sich jetzt an!
Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.