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Konzerttipps für Stuttgart Wo sich diese Woche die Szene trifft

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Diese Konzertwoche ist was für Feinschmecker. Nach krachendem Auftakt im Kap am Montagabend wird der Nordbahnhof am Freitag ins Merlin verlegt. Beim Lab-Festival gibt es einen Abschied zu beweinen - und im Manufaktur-Garten eine Konzertspezialität.

Die Konzertwoche beginnt am Montag im Kap Tormentoso mit einem Konzert der Band Mort Mort Mort. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko 6 Bilder
Die Konzertwoche beginnt am Montag im Kap Tormentoso mit einem Konzert der Band Mort Mort Mort. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Stuttgart - Von einer "schwarzen Woche" zu sprechen, wäre wahrscheinlich übertrieben. So richtig kraftvoll kommt das Konzertprogramm in den nächsten Tagen trotzdem nicht daher. Gerade mal eine Handvoll Gigs können wir im Folgenden bieten. Aber Masse ist ja fast nie klasse, deshalb beginnen wir gleich mit einem besonderen Abend im Kap Tormentoso - dem Montagabend.

Da gastieren Mort Mort Mort aus Caen in der Hirschstraße. File under Post Hardcore, Neska Lagun aus Berlin sind dabei und ebenso die Local Heroes Younger Us. Klingt also fast nach einem Abend im Juha West, das hat derzeit aber zu, deshalb eben im Kap. Und das auch noch bei freiem Eintritt.

Jetzt hören wir bei Mort Mort Mort rein:

 

Am Dienstag können wir uns davon erholen, ehe am Mittwoch im Merlin die letzte Klinke-Woche eingeläutet wird. Los geht's mit Morphil, die hübschen deutschsprachigen Songwriter-Pop machen.

 

Am Donnerstag geht's im Merlin weiter mit Piloten & Piraten. Die spielen mal flotten deutschsprachigen HipHop, oder flotten, mit funky Disco-Beat unterlegten deutschsprachigen HipHop. Da könnte man dann schon mal tanzen. Alternativ und ebenfalls bei freiem Eintritt spielt Sascha Santorineos im Garten der Manufaktur Schorndorf. Und im Café Le Théâtre gastieren The Royal Flush im Rahmen der Rockabilly/Rock'n'Roll-Reihe.

Am Freitag beginnt dann das Lab-Festival bei den Berger Sprudlern (Haltestelle Mineralbäder). Geschichten rund ums Festival haben wir hier aufgeschrieben, und am Freitag geht's gleich gut los mit Banda Senderos (Reggae? Weltmusik?) und Rosario Smowing mit Swing Argentino.

Im Merlin spielen derweil Torben Denver. Die haben das "Band" aus dem Namen gestrichen, tritt aber trotzdem immer wieder in Bandbesetzung auf. Der Kern der Gruppe sind Tobias Spreng (Gesang, Gitarre), Alexander Mink (Querflöte), Dietmar Köhle (Bass) und Eric Schäfer (Schlagzeug), alle historisch am Nordbahnhof zu verorten. Das lässt also ein formidables Szenetreffen im Merlin erwarten, dazu zurückgenommenen Sechzigerjahrepop.

Am Nordbahnhof im Frühjahr klang das schon ganz wunderbar, sah außerdem fesch aus und jetzt gibt's das eben auch für all diejenigen, die damals nicht konnten oder nicht bis nach Mitternacht auf den Konzertbeginn warten wollten:

 

Das Highlight am Samstagabend ist dann der Auftritt von The Casey Jr. Ride im Merlin. Klinke-Finale, dazu bunt blühender Psychedelic-Pop, was wünscht man mehr? Eigentlich nur noch, dass diese Gruppe in Stuttgart daheim sein möge und nicht in Mannheim. Aber was soll's, sie kommen ja nach Stuttgart und so ungefähr wird das klingen:

 

In der Manufaktur Schorndorf gibt's am Samstag ein Gartenkonzert mit William The Cat. "Romantischer Pop" steht drauf, drin sind Miriam Lehle und Marius Jentschke. Nie gehört? Die beiden waren maßgeblich an den Konzerten im Marmorsaal beteiligt, organisieren auch sonst diverse Musikevents in schöner Atmosphäre (u.a. im Winterbacher Weinberg) und eröffnen im Herbst in Schorndorf das Restaurant éclat, in dem ebenfalls live Musik gemacht werden soll. Marius Jentschke ist zudem der Sänger von Tristan Rêverb.

Der Rest des Wochenendes ist Lab-Festival: am Samstag unter anderem mit australischem Folkrock (The Wishing Well) und Bluesbilly (Big Mike & Double Dynamite), Balkan-Ska (Compania Bataclan) sowie dem letztenletztenletzten Lab-Gig von Grachmusikoff. Das Lab hat nachgezählt, es ist der hundertdreizehnte. Das komplette Festivalprogramm gibt's hier.

 

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