Kostenloses Seminar
Das Studium als Stressfalle
Viola Volland,
08.02.2011 08:24 Uhr
Immer mehr Studenten greifen zu Psychopharmaka. Foto: dapd
Stuttgart - Leistungsdruck, Stress, Versagensängste - viele Studierende fühlen sich von ihrem Studienalltag überfordert. Nicht wenige greifen deshalb sogar zu Pillen: Laut einer Studie der Technikerkrankenkasse bekommen Studenten häufiger Psychopharmaka verschrieben als gleichaltrige Erwerbstätige - im Schnitt fünf Tage im Jahr, statt der in der Altersgruppe 20 bis 34 Jahre üblichen 3,5 Tage.
Macht das Studium krank? Dieser Frage wollen Albert Nonnenmacher, Honorarprofessor und Geschäftsführer der EnbW Gas sowie die Psychotherapeutin Nada Kaiser in einem Seminar zum Stress im Studium nachgehen, das zum Sommersemester startet und bei dem die anfallenden Kosten ungewöhnlicherweise von den Krankenkassen übernommen werden. Die teilnehmenden Studenten können für den Bereich Schlüsselqualifikation ihres Bachelor-Studiums Punkte sammeln - und werden von den Kassen ebenfalls noch mit Bonuspunkten belohnt.
Was die Kostenübernahme durch die Kassen der Studierenden angeht, werde über die genauen Modalitäten noch verhandelt, so Nada Kaiser, die auch im Bereich Coaching für Unternehmen arbeitet. Die Studenten müssten jedenfalls für die Teilnahme keine Gebühr bezahlen, versichert sie. Die Uni Stuttgart habe dem Konzept, die Krankenkassen für die Veranstaltung mit ins Boot zu holen, sehr aufgeschlossen gegenüber gestanden, so Kaiser.
Tatsächlich ist diese Art der Kooperation an der Uni Stuttgart neu. "Das ist eine Spezialform, etwas derartiges hat es auch bei den Schlüsselqualifikationen bisher nicht gegeben", sagt die Pressereferentin Birgit Vennemann. Der Bereich Studium Generale wolle die Zusammenarbeit mit Firmen intensivieren - in der Form, dass die Referenten aus der Praxis kommen und kein Honorar von der Uni beziehen.
Macht das Studium krank? Dieser Frage wollen Albert Nonnenmacher, Honorarprofessor und Geschäftsführer der EnbW Gas sowie die Psychotherapeutin Nada Kaiser in einem Seminar zum Stress im Studium nachgehen, das zum Sommersemester startet und bei dem die anfallenden Kosten ungewöhnlicherweise von den Krankenkassen übernommen werden. Die teilnehmenden Studenten können für den Bereich Schlüsselqualifikation ihres Bachelor-Studiums Punkte sammeln - und werden von den Kassen ebenfalls noch mit Bonuspunkten belohnt.
Keine Gebühr für Studenten
Was die Kostenübernahme durch die Kassen der Studierenden angeht, werde über die genauen Modalitäten noch verhandelt, so Nada Kaiser, die auch im Bereich Coaching für Unternehmen arbeitet. Die Studenten müssten jedenfalls für die Teilnahme keine Gebühr bezahlen, versichert sie. Die Uni Stuttgart habe dem Konzept, die Krankenkassen für die Veranstaltung mit ins Boot zu holen, sehr aufgeschlossen gegenüber gestanden, so Kaiser.
Tatsächlich ist diese Art der Kooperation an der Uni Stuttgart neu. "Das ist eine Spezialform, etwas derartiges hat es auch bei den Schlüsselqualifikationen bisher nicht gegeben", sagt die Pressereferentin Birgit Vennemann. Der Bereich Studium Generale wolle die Zusammenarbeit mit Firmen intensivieren - in der Form, dass die Referenten aus der Praxis kommen und kein Honorar von der Uni beziehen.
Seite
1
2
Weitere Artikel


23 Mal Stuttgart – wir stellen Ihnen alle 23 Stadtbezirke vor >>



Macht ein Studium krank? Nein, nicht zwangsläufig!
Macht ein Studium krank – Man sollte das Thema eher einmal unter dem Gesichtspunkt betrachten, dass ein Studium in Deutschland freiwillig begonnen wird, sprich sich die Studenten dem Studienalltag und dessen „Negativseiten“ selbst stellen WOLLEN, schließlich zwingt sie keiner dazu. Der richtige Denkansatz wäre eher sich als angehender Student im Vorfeld einmal Gedanken zu machen oder sich zu informieren, ob man überhaupt studieren kann und das wirklich will oder ob vielleicht eine Ausbildung oder etwas anderes geeigneter für sich selbst und die eigene psychische Konstitution ist. Sattdessen fangen viele etwas blauäugig irgendein Studium an, weil es vielleicht alle ihre Freunde auch tun und fühlen sich dann schnell überfordert und psychisch angeknackst – verständlich. Dabei gibt es zum Studium auch Alternativen. Bspw. habe ich nach dem Abi zuerst eine Ausbildung gemacht, stand dann 2 Jahre voll im Berufsleben, wollte doch noch mehr und habe dann nebenberuflich ein Fernstudium absolviert. Ganz bewusst! Auch wenn ich neben dem Studium noch meine ganze normale 46 Stunden Woche hatte, so nur abends lernen konnte sowie zeitlich und finanziell ebenfalls eingeschnitten war. Es war eine harte Zeit, das gebe ich unumwunden dazu, aber ich war mir dessen stets bewusst und weil ich es wirklich wollte nahm ich auch die belastenden negativen Aspekte in Kauf - schließlich ohne Fleiß auch kein Preis, wie es immer so schön heißt. Es mag sein, dass in der Politik, an den Unis oder FHs nicht immer alles richtig läuft, aber man kann nicht stets alles auf andere Faktoren schieben, wenn man selbst der eigentliche Faktor dabei ist. Was ich damit meine, die Grundeinstellung sollte bei den Studenten gegenüber dem Studium wieder stimmen und nicht "weltfremd" sein, dann macht ein Studium auch nicht zwangsläufig krank. Schließlich wird man im anschließenden Berufsleben meist auch nicht gerade in Watte gepackt und sieht sich stressigen Phasen gegenüber. Und auch diese kann man nur dann meistern, wenn man das gelernt hat oder die bewusste Einstellung gegenüber Streß stimmt.