Kreis Ludwigsburg Das Tierheim bekommt nun 60 Cent pro Einwohner

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Schon lange arbeitet das Ludwigsburger Tierheim nicht mehr kostendeckend. Nun hat auch Ludwigsburg als eine von über 20 Gemeinden der Erhöhung der Kostenpauschale auf 60 Cent pro Einwohner zugestimmt.

Ludwigsburg - Die Finanzierung des Ludwigsburger Tierheims wird auf eine neue Basis gestellt. Nachdem schon über 20 Gemeinden des Landkreises Ludwigsburg ihre Zustimmung gegeben haben, stimmte nun auch der Ludwigsburger Sozialausschuss dem neuen Vertrag zu. Alle Fraktionen lobten bei dieser Gelegenheit die Arbeit der Tierschützer. Der Tierschutzverein bekommt nun mit Beginn des laufenden Jahres 60 Cent pro Einwohner für die Versorgung von Fundtieren. Für diese Aufgabe sind eigentlich die Kommunen selbst zuständig. Sie delegieren das aber seit langer Zeit an das Tierheim.

Der alte Vertrag aus dem Jahr 1990 sicherte dem Tierschutzverein, der das Tierheim „Franz von Assisi“ in Hoheneck betreibt, bisher zehn Cent pro Einwohner der jeweiligen Kommune plus zehn Prozent aus den Hundesteuereinnahmen zu. 2015 waren das etwa 37 000 Euro. Davon ging noch die Mehrwertsteuer ab, die das Tierheim abführen musste. Das muss es zwar weiterhin, aber der Verein erhält jetzt deutlich mehr Geld, nämlich knapp 59 000 Euro, von den Kommunen.

Sehr zufrieden ist Holger Blinzinger, der Vorsitzende des Tierschutzvereins, auch über die jährliche Erhöhung um einen Cent in den kommenden Jahren. Das Tierheim arbeitete mit der bisherigen Kostenerstattung schon lange nicht mehr kostendeckend. Viele Tierheime haben deshalb bundesweit in jüngster Zeit ihre alten Verträge aufgekündigt.

Tierschutzverein will Baugesuch bald einreichen

Den bisherigen Ludwigsburger Vertrag hatten insgesamt 39 Gemeinden – vier davon auch aus dem Rems-Murr-Kreis – mit dem Hohenecker Heim geschlossen. Vaihingen/Enz hat ein eigenes Tierheim. Waiblingen, Weinstadt, Korb und Kernen lassen ihre Fundtiere mittlerweile auf Pflegestellen versorgen. Der Ludwigsburger Baubürgermeister Michael Ilk hatte im Auftrag der Bürgermeister des Kreises längere Zeit mit dem Tierschutzverein über eine Erhöhung des kommunalen Zuschusses es verhandelt.

Voran geht jetzt auch die Neugestaltung des Tierheimareals. Der Nachbar, dessen Bauernhof die Tierschützer gekauft haben, ist zum Jahreswechsel ausgezogen. Demnächst will Blinzinger das Baugesuch für den Umbau des alten Sommerzwingers einreichen. Er ist in offener Bauweise hergestellt. „Die Innenräume sollen nun geschlossen werden“, erklärt Blinzinger.

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1 KommentarKommentar schreiben

Kleine Zahlen?: Was soll dann wieder das "kleinschreiben"? Es sind doch "nur" 60 Cent. Zudem ist der Sinn den diese Tierheime hatten, deshalb vom "Staat" unterstützt wurden mittlerweile einem „Tierliebhabwahn“ geopfert. Den Zuschuss gab es, um Fundtiere eine zeitlang zu lagern und zu versorgen. Wenn sich niemand fand, der die Tiere suchte oder wollte wurden sie getötet. Was soll man auch sonst mit ihnen tun? Mittlerweile sind das Dauerunterbringungsstationen, die von irgendwelchen Hochemotionalisierten geleitet werden. Deren Forderungen immer unverschämter werden und deren Weltbild sicher nicht jedermanns Zustimmung sicher sein kann. Sollen die ihren Spleen selber bezahlen. Von mir aus können die eine Maus auch unters Sauerstoffzelt legen, künstlich ernähren und wegen Dekubitus 10-mal am Tag wenden. Aber bitte bezahlen sie aber ihre Hobbys selbst.

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