Kreis Ludwigsburg ICE fängt auf offener Strecke Feuer

Von und Daniel Völpel 

Ein Inter City Express (ICE) der Deutschen Bahn ist am Mittwochnachmittag zwischen Schwieberdingen und Markgröningen in Brand geraten. Die 250 Passagiere mussten evakuiert werden. Die Schnellfahrstrecke zwischen Stuttgart und Vaihingen/Enz wurde voll gesperrt.

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Ludwigsburg - Ein Inter City Express (ICE) der Deutschen Bahn ist am Mittwochnachmittag auf offener Strecke im Kreis Ludwigsburg in Brand geraten. Nach Angaben der Deutschen Bahn hatte ein Triebkopf des ICE 575 auf dem Weg von Hamburg nach Stuttgart gegen 14.30 Uhr Feuer gefangen. Der Zug kam zwischen Schwieberdingen und Markgröningen teilweise auf dem Glemstalviadukt zum Stehen.

Die Feuerwehren aus Stuttgart, Schwieberdingen und Markgröningen sowie das Deutsche Rote Kreuz waren mit einem Großaufgebot am Ort. Ein vorsorglich angeforderter Notarzt musste nicht tätig werden. Auch der Tunnelrettungszug aus Kornwestheim war im Einsatz. Die Bundespolizei hat ein Ermittlungsteam entsandt.

Waggons waren nicht betroffen

Die Waggons, in denen sich rund 250 Reisende aufhielten, waren laut Bahn von dem Feuer nicht betroffen. Die Passagiere wurden von der Schnelleinsatzgruppe des DRK Vaihingen/Enz mit Getränken versorgt. Nach dem Abschluss der Löscharbeiten stiegen sie über Stege in einen anderen ICE um.

Die Schnellfahrstrecke zwischen Stuttgart und Vaihingen/Enz musste voll gesperrt werden. Sobald alle Reisenden den ICE verlassen haben, wollte die Bahn ein Gleis wieder freigegeben. Der ICE 575 hätte den Stuttgarter Hauptbahnhof planmäßig um 14.34 Uhr erreichen sollen.

Von der Sperrung betroffen war nur die Schnellfahrstrecke, der S-Bahnverkehr lief problemlos, teilte die Bahn mit. Fernverkehrszüge in und aus Richtung Norden wurden über Ludwigsburg umgeleitet und hatten eine Verspätung von 20 bis 25 Minuten.

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28 KommentareKommentar schreiben

@interessierter vom Land: Zitat 'Man stelle sich nur mal vor, der Zug wäre im engen Prag- oder im Rosensteintunnel zu stehen gekommen.' Der Rosensteintunnel ist ~330m lang. Ein Zug mit 120 Km/h ist in ~20sec durch den Tunnel durch. Im Pragtunnel gut 30 sec. Damit kein Brennender Zug in einem Tunnel stehen bleibt, gibt es die Notbremsüberbrückung, und die Lokfüher sind angehalten, den Zug erst ausserhalb des Tunnels anzuhalten. Daß in diesen 2-Gleisigen - also wesentlich weiteren Tunnel als S21 - ein Zug brennend stehen bleibt eher gering. Vorallem verglichen mit dem über 10 km-langen S21 Tunnelabschnitt, wo der Zug zudem ein Halt hat. Und last but not least, ist im 330m langen Tunnel der Ausgang näher, als die 500m Abstand zwischen den Rettungsstollen, wenn der nächste Ausgang vom Brand blockiert ist.

Ein brennender Triebkopf im Bereich SCHUTTGART 21..........: ........und der 'maximale Feuersturm' mit vielen Toten in 60 km Tunnel und in der Innenstadt wäre perfekt ! ##### Aber Golfer-Dietrich, Power-Point-Grube, Landwirtschafts-Nils, Gottes-Schmidel und der VA-Verdrehbaron Kretschmann sehen ja nirgendwo irgendwelche Gefahren !

Bahn brennt!: Sorry, ich komme nicht umhin mir vorzustellen, was eigentlich sein wird, wenn ein solcher Brand - offenbar gar nicht so selten - in einem der geplanten, teuren Tunnel oder im unterirdischen Bahnhof passiert!

Murks allerorten: Man stelle sich nur mal vor, der Zug wäre im engen Prag- oder im Rosensteintunnel zu stehen gekommen. Nicht auszudenken, wieviele Menschen in diesen überalterten Anlagen zu Schaden gekommen wären. Und wenn dann noch Sonnenstürme gewütet hätten, hätten nicht mal die Rettungskräfte zuverlässig alarmiert werden können. Gut, dass das alte Glump ausgedient hat. Besser, dass die Menschen auch in Stresssituationen nicht so doof sind, wie uns interessierte Kreise ständig glauben machen wollen. Freundliche Grüße vom weiten Land.

Zum Glück ...: war da kein Tunnel ...

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