Kretschmann in den USA Geburtstagsständchen und mahnende Worte

Von SIR/dpa 

Zum Auftakt seine USA-Reise wurde der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Montag mit einem Geburtstagsständchen empfangen. Am Sonntag war Kretschmann 67 geworden. Mahnende Worte fand er im Hinblick auf den Datenschutz im Internet.

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei seiner USA-Reise vor der Golden-Gate-Bridge in San Francisco. Foto: dpa 8 Bilder
Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei seiner USA-Reise vor der Golden-Gate-Bridge in San Francisco. Foto: dpa

San Francisco - Am Sonntag ist Ministerpräsident Winfried Kretschmann 67 Jahre alt geworden - am Montag gab es für ihn ein musikalisches Ständchen im fernen Kalifornien: Zum Auftakt seiner USA-Reise traf der Grünen-Politiker in San Francisco rund 70 Schüler des Stuttgarter Eberhard-Ludwig-Gymnasiums, die sich einige Tage zum Besuch einer Partnerschule in Kalifornien aufhalten. Der Chor des Musikgymnasiums sang zunächst zwei deutsche Volkslieder und schwenkte dann zum Kanon „Viel Glück und viel Segen“ um. Auch Jaron Lanier, Gastredner der Delegation an jenem Abend, schien es zu gefallen: Der amerikanische Informatiker und prominente Internetkritiker verstand zwar kein deutsches Wort, wippte aber im Takt mit.

Doch der Ministerpräsident Baden-Württembergs ist nicht nur zum Vergügen in die USA gereist. Kretschmann mahnte unter anderem, bei der digitalen Revolution den Datenschutz nicht aus dem Blick zu verlieren. „Am Ende dieses Prozesses soll nicht der gläserne Mensch stehen“, sagte er am Montag zum Auftakt seiner viertägigen USA-Reise in San Francisco. Aber es werde darauf ankommen, von einem rein abwehrenden Datenschutz zu einem gestaltenden Datenschutz zu kommen. Hier könne gerade Deutschland mit seiner großen Sensibilität für das Thema mithelfen, Strategien zum Datenschutz zu entwickeln. Seine USA-Reise verglich Kretschmann mit einer „Expedition“. Denn sie habe das Ziel, neue Erkenntnisse zu gewinnen und den in Kalifornien herrschenden Geist mitzuerleben.

Kretschmann besucht unter anderem Apple, Google und Tesla

Kretschmann will sich in Kalifornien, vor allem im Silicon Valley, über die Themen Industrie 4.0, Elektromobilität sowie Datensicherheit informieren und Baden-Württemberg als Hightech-Standort präsentieren. An diesem Dienstag trifft der Ministerpräsident den kalifornischen Gouverneur Jerry Brown, um eine Absichtserklärung zum Klimaschutz zu unterzeichnen.

Kalifornien kämpft seit einigen Jahren mit heftigen Dürreperioden. Zudem will der Grünen-Politiker an der Universität Berkley eine Grundsatzrede dazu halten, wie Innovationen zu einem intelligenten Wirtschaftswachstum beitragen können.

Kretschmann wird von einer Delegation aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft begleitet. Auf dem Programm stehen auch Besuche bei den Firmen Apple und Google sowie beim Elektroautohersteller Tesla.