Krim-Krise Russland testet Interkontinentalrakete

Von dpa / rtr 

Inmitten der Krim-Krise hat Russland als Demonstration der Stärke eine mit Nuklearsprengköpfen bestückbare Interkontinentalrakete vom Typ Topol getestet. Das Geschoss ist laut Agenturberichten wie geplant Tausende Kilometer geflogen und in Kasachstan eingeschlagen.

Im Mai 2010 präsentierte das russische Militär seine Interkontinentalraketen vom Typ Topol-M auf dem Roten Platz in Moskau. Eine solche Rakete schoss das russische Militär am Dienstagabend zu Testzwecken ab. Foto: AFP
Im Mai 2010 präsentierte das russische Militär seine Interkontinentalraketen vom Typ Topol-M auf dem Roten Platz in Moskau. Eine solche Rakete schoss das russische Militär am Dienstagabend zu Testzwecken ab.Foto: AFP

Moskau - Inmitten der Krim-Krise hat die Atommacht Russland als Demonstration der Stärke eine mit Nuklearsprengköpfen bestückbare Interkontinentalrakete vom Typ Topol getestet. Die Rakete sei vom Truppenübungsgelände Kapustin Jar im Gebiet Astrachan im Norden Russlands gestartet worden, teilte der Sprecher des Moskauer Verteidigungsministeriums, Igor Jegorow, am Dienstag der Agentur Interfax zufolge mit.

Das Geschoss sei wie geplant Tausende Kilometer südlich in der zentralasiatischen Republik Kasachstan auf dem Gelände Sary-Schagan eingeschlagen.

Ukraine sichert Atomanlagen

Die Ukraine hat währenddessen die Sicherheitsvorkehrungen an ihren Atomanlagen verstärkt. Grund sei die „ernste Bedrohung der Sicherheit“ durch das russische Militär, teilte die ukrainische Führung am Dienstag der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien mit. Rechtswidrige Handlungen der russischen Streitkräfte auf ukrainischem Territorium und die Drohung mit Gewalt gefährdeten die Sicherheit der Ukraine, teilte der ukrainischen Vertreter bei der IAEA in einem Brief an die Atomenergiebehörde mit. Dies berge mögliche Folgen für die Atomanlagen in der Ukraine.

Der Brief datiert vom 4. März und lag der Nachrichtenagentur Reuters vor. In dem Land sind 15 Atomreaktoren an vier AKW in Betrieb. Sie haben nach IAEA-Angaben im vergangenen Jahr fast 44 Prozent der Energie in dem Land geliefert. Der russische Präsident Wladimir Putin bezeichnete ein militärisches Eingreifen auf der ukrainischen Halbinsel Krim, wo die russische Schwarzmeerflotte stationiert ist, zwar derzeit als nicht nötig. Andererseits behielt er sich diesen Schritt ausdrücklich als letztes Mittel vor.

3 Kommentare Kommentar schreiben

ich finde es herrlich zu beobachten: dass die gesamte deutsche Mainstreampresse so offen zeigt, dass sie immer noch im Kalten Krieg ist, herrlich, darauf ein Glas Krimsekt

Mit Nuklearsprengköpfen bestückbare Interkontinentalrakete vom Typ Topol getestet ???: Sary-Schagan, mit der Postleitzahl: 100314 überall medial hoch zu puschen ist anscheinend „in“ und erhöht wohl die Schlagzahl, nein, Schlagzeilen des Journalismus. Ich gehe davon aus, dass dieser Leserbrief hinsichtlich meiner Meinung nicht veröffentlicht wird, wie auch die anderen, die ich hinsichtlich derer, die ich zur Rolle zur EU und Ukraine gepostet hatte. Das ZDF ruderte dann auch beim „Heute-Journal“ zurück und meldete: die „RAKETE HATTE KEINEN NUKLEARKOPF UND SEI SCHON VOR DER UKRAINE-KRISE MIT DEN AMERIKANERN ABGESPROCHEN“ (Anne Gelinek). [Russia test fired an intercontinental ballistic missile, according to Interfax. A Topol missile launched from Kapustin Yar in the Astrakha region at 10:10pm Moscow time, said the report, citing Russia's Defense Ministry. The missile hit a target in Sary Shagan testing range in Kazakhstan. Vladimir Putin's spokesman, Dmitry Peskov, said by phone such tests require "NOTIFICATION PROCEDURES WELL IN ADVANCE.", Interfax; also: „Die Mitteilungen lagen sehr rechtzeitig vor“!] Den Interkontinentalraketen wird normalerweise unterstellt, dass sie immer das beinhalten, was in Gorleben in Salzbergwerken in Fässern vor sich hin rostet. Die im Artikel oktroyierten „Wörtchen“: Atommacht, Atomanlagen, Atomenergiebehörde und Atomreaktoren lassen diesen Schluss ´en passant´ knapp zu und wurden nicht gründlich wirklich recherchiert; das sollte im Vorfeld besser passieren. Würde ich so eine Arbeit abliefern, könnte ich als Selbständiger aufhören! Dass Putin gefährlich ist bezeichnet am besten das, wenn er von einem „Experiment Washingtons mit "Labor-Ratten" in der Ukraine“ spricht. Nicht nur der DAX sprich nicht russisch und die Oligarchen haben laut Handelsblatt ´mächtig´ viel Geld verloren (http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/boerse-inside/krim-krise-schwarzer-montag-fuer-reiche-russen/9565572.html).

Falsch: Wie tief muss eine Zeitung sinken um solche Fehlinformationen zu verbreiten? DPA Abo und alles kopieren - egal was fehlt? Dieser Test war u.a. den USA schon vor der ganzen Krise bekannt; Tests finden regelmäßig statt und demonstrieren dem Volk Sicherheit und dem Ausland, dass Russland eine Atommacht ist.

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