KommentarKritik an Angela Merkel Horst Seehofer produziert heiße Luft

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Dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer reicht das Abkommen der EU mit der Türkei zur Begrenzung der Flüchtlinge nicht aus. Seine starken Sprüche sind lästig, weil sie bisher stets folgenlos blieben, meint der StZ-Autor Thomas Maron.

Horst Seehofer warnt, mahnt, droht – doch dabei bleibt es auch. Foto: dpa
Horst Seehofer warnt, mahnt, droht – doch dabei bleibt es auch.Foto: dpa

Berlin - CSU-Chef Horst Seehofer mag sich mit seiner Kraftmeierei bislang noch gute Umfragewerte in Bayern sichern. Aus Bundessicht ist seine Nörgelei nur noch lästig. Und vor allem bleibt sie stets folgenlos. Deshalb wird Kanzlerin Angela Merkel auch die jüngste Kritik aus München an den EU-Türkei-Beschlüssen zur Flüchtlingskrise gelassen an sich abtropfen lassen. Was hat Seehofer nicht schon alles angekündigt. Von einer Verfassungsklage gegen eine Bundesregierung war die Rede, der die eigene Partei angehört. Er sprach von einer „Herrschaft des Unrechts“, so, als sei Merkel eine Diktatorin. Wenig später lobte er dann wieder ihre Führungsstärke. Schließlich meinte er, Angst und Schrecken zu verbreiten, indem er einen bundesweiten Wahlauftritt der CSU nicht für alle Ewigkeit ausschloss.

Der Einfluss der CSU schwindet

Seehofers Problem ist, dass er Ankündigungen keine Taten folgen lässt, während andere handeln. Die Kanzlerin in Brüssel, aber auch SPD-Chef Sigmar Gabriel und Finanzminister Wolfgang Schäuble hierzulande, die sich auf einen Haushalt einigten, der auch die Forderung der SPD nach mehr Geld für die Integration berücksichtigt. Seehofer produziert hingegen nichts als heiße Luft und dokumentiert so ungewollt den schwindenden Einfluss der CSU, die im Bund nichts mehr auf die Reihe bekommt. Nicht mal eine Pkw-Maut.

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5 KommentareKommentar schreiben

Genau so ist es : Man muss es vielleicht noch deutlicher sagen: Seehofer und die CSU sind die Steigbügelhalter für den Wahlerfolg der AfD. Sein selbstgefälliges Ranwanzen und vergiftetes "Lob" an Herrn Kretschmann erhärtet weiter den Eindruck, dass Seehofer überhaupt nicht mehr blickt, wie er außerhalb seiner Staatskanzlei und dem Dunstkreis seiner Jasager bundesweit wahrgenommen wird.

Steigbügelhalter der AFD: war und ist die Merkel-Links-Grüne Asyl- Einheitspolitik mit ihrer bis jetzt anhaltenden Sogwirkung auf Zuwanderungswillige aus aller Welt. Hätte man auf Seehofer gehört, wäre dieser Republik die politischen Verwerfungen und Verschiebungen des letzten halben Jahres erspart geworden. Und Merkel den unsäglichen Menschen-Deal mit Despoten.

heiße luft: mehr war bei seehofer noch nie

Tja: Die Lufthoheit an bayrischen Stammtischen ist auch nicht mehr das was es einmal war! Der von Scheuert-Söder dem Chaos-Gespann der CSU getriebene Horst Seehofer kann einem schon leid tun, er will es jedem an den Stammtischen und seine Partei recht machen! Er könnte doch damit anfangen um Bayern eine Mauer zu bauen, keiner kommt hinein und keiner heraus! Ideal eigentlich! vielleicht nimmt er Sachsen gleich mit dann kann er mit sich mit Tante Petry feiern lassen als die Retter des christlichen Abendlandes! Obwohl beide keine Christen sind und wenn dann nur wegen der Mitgliedschaft in einer Kirche! Viel Spass dabei

Pffffffffffffffft......: in der Tat. Und die Luft, die da raus kommt, wird immer lauer anstatt heißer. Der Luftsack fällt immer weiter zusammen und wird zur Liegematte.

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