Kritik an der Neubaustrecke
"Größter Kostenknaller der Geschichte"
Jörg Nauke,
09.09.2010 06:25 Uhr
Kritik an der Neubaustrecke: Winfried Hermann, Winfried Kretschmann, Karlheinz Rößler, Martin Vieregg (von links). Foto: Steinert
""Wir müssen bei dem
Projekt die Reißleine
ziehen.""
Winfried Hermann, Grünen-Experte
Gutachter schlagen vor, die Strecke umzuplanen
Selbst "im unwahrscheinlichen besten Falle" würden also 2016 die tatsächlichen Baukosten um rund 60 Prozent höher sein als die von Bahn-Chef Grube unlängst genannten 2,89 Milliarden Euro. Die große Differenz ergibt sich vor allem aus einem Zuschlag von 25 Prozent der Kosten infolge der schwierigen hydrologischen Bedingungen am Albaufstieg. Spalten und Höhlen seien dort teilweise mit Grundwasser gefüllt. Die Bahn habe bisher die Kosten für einen Kubikmeter Tunnel auf etwa ein Viertel der Kosten veranschlagt, die sie für die ICE-Strecke Ingolstadt-Nürnberg veranschlagt habe. Die Gutachter lassen an der Planung der Neubaustrecke kaum ein gutes Haar. Schwachpunkte seien beispielsweise die zu kleinen Kurvenradien. Auch sei die Trasse wegen ihrer starken Steigung und dem Begegnungsverbot von Personen- und Güterzügen in den Tunnels nicht güterzugtauglich. Vieregg und Rößler zweifeln auch die Funktion des Abschnitts Stuttgart-Ulm als Lückenschluss der "Magistrale für Europa" an. Auf bayerischem Boden gebe es "für 240 Kilometer nicht einmal eine ernsthafte Planung".
Die Gutachter schlagen vor, die Strecke umzuplanen. So könnte im Abschnitt zwischen Kuchen und Amstetten eine Streckenführung mit kürzeren Tunnels gewählt werden. Die Bedeutung der Strecke für den überregionalen Güterzugverkehr sei zu vernachlässigen. Dieser könne auf zwei Wegen - über Aalen sowie über Heilbronn und Donauwörth - nach Augsburg geführt werden. Die Filstalstrecke diene dann dem regionalen Güterzugverkehr. Verkehrsministerin Tanja Gönner (CDU) warnte davor, die Bewohner im Filstal stärker zu belasten. Die Alternativtrasse sei nicht auf ihre Machbarkeit überprüft, Kosten seien nicht ermittelt. Das sei "kein konstruktiver Beitrag". Die Grünen sorgten dafür, dass die Mittel für den Ausbau der Infrastruktur in andere Länder flössen.
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@Käptn Blaubär
Aber das müsste doch genau zu Ihnen passen, wenn man im Sesamstraßenjargon mit Ihnen diskutiert. Wenn hier einer reinfällt, dann sind das Sie. Und zwar auf die Propaganda des Gangolf-Grünen Lügenpacks. Also noch ein Erklärungsversuch: die Strecke Stuttgart-Ulm ist im gleichen Zustand wie 1995, daher ist auch die Fahrtzeit gleich. Die NBS bringt also einen Vorteil von 25 Minuten. Lesen Sie einfach den Link, den Steilvorlage Neumann dankenswerterweise hier eingestellt hat. DAS SIND DIE FAKTEN. Man muss nur lesen können, das geht ganz ohne Bahn und Gangolf. Probieren Sie es! Und die leichten Güterzüge? Es gibt sie noch nicht. Wie sollte man sie also heute sehen können?
@ Steilvorlage Neumann
Sie sind wohl etwas verwirrt und geifern gegen mich, nicht gegen Dr. No. Aber das kann im Eifer des Gefechts schon mal passieren, gell. Wie war das mit der Gesamtfahrzeit nach M - die verkürzt sich um weniger Minuten als die nach Ulm schreiben Sie, ja ist wohl auch der Eifer etwas mit Ihnen durchgegangen zulasten der Logik... Und Sie haben dann einen schönen Link zu ICE-Treff gefunden. Vielleicht sollte Sie nicht nur verlinken, sondern auch alles lesen, was da steht. Denn das bestätigt meine Aussagen zu 100%: die NBS bringt 25 Minuten Zeitersparnis verglichen mit dem Stand 1995. Die Steilvorlage ist also ganz von Ihnen, danke dafür!
Vieregg und Rössler
Sehr geehrte Herren, ich kenne dieses erwähnte Gutachten nicht, kann somit auch nicht beurteilen was damit gemeint ist! Vielleicht geht es hierbei um Effizienz Steigerung im Personenfernverkehr, darauf ist das oben genannte Büro spezialisiert. Leider ist es nunmal so das der Tunnelbau kompliziert ist und man dafür Fachleute benötigt welche sich mit den jeweiligen Fachdisiziplinen/ Wissenschaften auskennen und genau auch dafür ausgebildet sind, d.h. Bauingenieure und Geologen.